Beim Blackout Dinner kochen Spitzenköche ohne Strom für den Klimaschutz

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Zur Earth Hour am 28. März 2020 schalten Menschen und ganze Kommunen überall auf der Welt für eine Stunde das Licht aus.  Auch dieses Jahr begehen Berliner Spitzenköche die weltweite Klimaschutzinitiative wieder auf ihre spezielle Art und laden zum Blackout Dinner. Ein paar Tage vor der Earthhour, am 25. März heißt es deswegen zum zweiten Mal: Kochen und Speisen, ganz ohne Strom. Weitere Blackout Dinner sind für Zürich, Wien, Kopenhagen, Istanbu, Helsinki und Tirana geplant.

Ein Abend ohne Herd, elektrisches Licht und Musik aus Box: Beim Blackout Dinner stellen sich Köche und Gäste gemeinsam die Frage, welche Rolle eigentlich Elektrizität beim Restaurantbesuch spielt. Genauso wie bei der Earth Hour, in dessen Vorfeld das Blackout Dinner stattfindet, geht es um den Einsatz für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Als symbolisches Zeichen schalten die Restaurants während der Earth Hour eine Stunde das Licht aus. Beim Blackout Dinner geht es noch weiter: So wird der ökologische Fußabdruck eines jeden verwendeten Produktes und Arbeitsschritts hinterfragt und, soweit möglich, komplett vermieden.

In Berlin ist dies mittlerweile das zweite Blackout Dinner. Am 25. März laden Spitzenköche in den ehemaligen Schlackekeller des Heizkraftwerks Rüdersdorfer Straße. Gestaltet wird der Abend vom Tulus Lotrek, Kin Dee, Cordo, Hoflieferanten, Sophia Rudolph (Ex – Panama, Berlin) und dem Nobelhart & Schmutzig. Auf die Gäste wartet ein Family-Style-Abendessen bei Kerzenlicht zu Musik von Eren Solak. Kameras sowie Handys sind dabei streng verboten.

Auch wenn beim Blackout Dinner ganz bewusst auf Elektrizität verzichtet wird, liegen die Ursprünge des Konzepts bei einem wirklichen Stromausfall. An einem dunklen Abend im Jahre 2016 hatten Matt Orlando und sein Team vom Amass zwar 60 hungrige Gäste, aber keinen Strom. Kurzerhand machten sie die Not zur Tugend – und zu einem ganz besonderen Erlebnis für alle Beteiligten. Im Jahr darauf beging das Amass dann sein erstes bewusstes Blackout Dinner; 2019 kam die Veranstaltung erstmals nach Berlin.

Genauso wie die Earth Hour versteht sich das Blackout Dinner als eine weltweite Bewegung, deren spezifisches Ziel darin besteht, Klima- und Umweltschutzpraktiken in der Gastronomie zu hinterfragen. Für dieses Jahr sind auch in weiteren Städten Blackout Dinner geplant:

•    Dänemark, Kopenhagen, Restaurant Amass von Matt Orlando
•    Deutschland, Berlin, Speiselokal Nobelhart & Schmutzig von Micha Schäfer
•    Österreich, Wien, Healthy Boy Band von Lukas Mraz, Philipp Rachinger und Felix Schellhorn
•    Albanien, Tirana, Restaurant Mullixhiu von Bledar Kola
•    Türkei, Istanbul, Mikla von Mehmet Gürs
•    Schweiz, Zürich, Pat Panda von Patrick Schindler
•    Finnland, Helsinki, Restaurant Nolla von Carlos Henriques
•    Finnland, Helsinki, Restaurant Ora von Sasu Laukkone

Mit einem Teil des Erlöses des Berliner Blackout Dinners wird dieses Jahr das Symposium der Gemeinschaft unterstützt. Ein Verein, der sich für eine bessere Zusammenarbeit unter Gastronomen und Produzenten hochwertiger Lebensmittel sowie eine bessere Landwirtschaft in Berlin und Brandenburg einsetzt.


 

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