Bericht - McWin und TriSpan übernehmen Mehrheitsanteile an Flat Iron

| Gastronomie Gastronomie

McWin Capital Partners und TriSpan investieren gemeinsam in die britische Steakhaus-Kette Flat Iron. Beide Investmentgesellschaften haben eine Co-Control-Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen erworben, wie das Branchenmedium Propel berichtet. McWin hält auch Mehrheitsanteile an L’Osteria.

Deal im Wert von rund 70 Millionen Pfund

Flat Iron wird im Rahmen der Transaktion mit etwa 70 Millionen Pfund bewertet. Der Abschluss soll noch in diesem Jahr erfolgen. Investor Piper, der 2017 eine Minderheitsbeteiligung in Höhe von rund 10 Millionen Pfund hielt, scheidet im Zuge des Deals aus.

Expansion in Großbritannien und international

Flat Iron wurde 2012 von Charlie Carroll gegründet – zunächst als Pop-up über einem Pub in London-Shoreditch, später folgte das erste feste Restaurant in Londons Soho. Mittlerweile betreibt das Unternehmen 18 Restaurants in London, Manchester, Leeds und Cambridge. Weitere Standorte in Brighton und Bristol sind geplant.

Unter der Leitung von CEO Tom Byng, Gründer der Burgerkette Byron und seit 2021 Geschäftsführer von Flat Iron, soll das Wachstum fortgeführt werden. Byng betonte:

„Our success at Flat Iron is a team effort, from the pot wash to the board room, and we are pleased to welcome McWin and TriSpan to the Flat Iron family.“

Erste Beteiligung aus McWins neuem Foodservice Fund

Für McWin ist die Übernahme das erste Engagement aus dem neu aufgelegten Foodservice Fund, der in kleinere und mittlere europäische Gastronomieunternehmen investiert. Harry Goss, Partner und Head of Foodservice bei McWin, erklärte:

„The leadership, the truly compelling customer proposition and the opportunity to expand the growth story are exactly what we are looking for in this dynamic sector. We believe that Flat Iron has the right to become a multi-national British champion.“

TriSpan setzt auf wachstumsstarke Restaurantmarken

TriSpan beteiligt sich im Rahmen seines Rising Stars Programms, das auf Restaurant- und Hospitality-Konzepte mit deutlichem Wachstumspotenzial abzielt. Robin Rowland OBE, Operating Partner bei TriSpan, sagte:

„The UK dining out market is a vibrant growing sector of £110bn-plus turnover that continues to innovate, and Flat Iron is a clear winning brand, offering outstanding value that truly delivers to wide group of guests throughout the week.“

Beide Investoren betonen, Flat Iron gemeinsam mit dem bestehenden Management bei der nationalen Expansion sowie bei den ersten Schritten in internationale Märkte zu unterstützen. Der Fokus soll dabei auf der Stärkung der Markenidentität und der operativen Exzellenz liegen.

McWin verfolgt die Vision, das Ökosystem der Lebensmittelbranche zu verbinden – Kapital, Unternehmer, Marken und Technologien – um eine nachhaltigere Zukunft zu schaffen. Die Strategie umfasst dabei unter anderem ein unternehmerisches Engagement, ein starkes Netzwerk in der Lebensmittelbranche sowie operative Fähigkeiten, um als bevorzugter Partner für Gründer, Investoren und Managementteams zu agieren.

Das Unternehmen legt Wert auf langfristige Wertschöpfung durch Fokus auf Menschen, Marken und Skalierung und konzentriert sich auf Wachstumsphasen-Investitionen. McWin hat einen großen Portfoliobestand mit über 1.500 erstklassigen Restaurantstandorten und verfolgt einen gründlichen Prüfungs- und Auswahlprozess für Investitionen.

Zu den bemerkenswerten Aktivitäten gehören die Beteiligungen an führenden Restaurantketten und Food-Tech-Unternehmen in Europa. McWin hat beispielsweise Mehrheitsanteile an verschiedenen bekannten Restaurantgruppen übernommen, darunter Burger King Deutschland, L’Osteria und die Big Squadra Group. Außerdem betreibt McWin einen Restaurantfonds mit einem Volumen von 525 Millionen Euro, der auf große Food-Service-Möglichkeiten in Europa abzielt.

Insgesamt ist McWin eine bedeutende Akteurin im Bereich der Investitionen in nachhaltige Innovationen und Wachstum im europäischen Food-Service- und Food-Tech-Markt mit einem starken Fokus auf Partnerschaften, Markenentwicklung und operative Exzellenz.

Diese ausführliche Beschreibung fasst die Rolle und Ausrichtung von McWin als spezialisierte Investmentfirma im Lebensmittelbereich zusammen. Weitere Details finden sich auf der offiziellen Webseite und in Branchenartikeln.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wer in die Tiefen der Kochkunst eindringen möchte, wird in Dresden unterirdisch fündig. Zwei Stockwerke geht es im Keller der Sächsischen Landesbibliothek - Universitäts- und Staatsbibliothek (SLUB) - abwärts, bevor sich eine kulinarische Welt der besonderen Art öffnet.

Eine Umfrage unter 142 Food-Truck-Betreibern zeigt: Die Mehrheit erzielt weniger als 40.000 Euro Jahresgewinn. Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg scheint weniger die Arbeitszeit als vielmehr das gewählte Geschäftsmodell zu sein.

Das Berliner Kuchel Eck am Ludwigkirchplatz hat wieder geöffnet. Seit Anfang Mai wird die traditionsreiche Eckkneipe von Gastronom Josef Laggner betrieben. Der Gastro-Unternehmer setzt auf die Fortführung der klassischen Eckkneipentradition.

Die Frankfurter Hospitality-Gruppe Cuisyn setzt auf die Übernahme und Weiterentwicklung bestehender Gastronomiebetriebe. Als aktuelles Beispiel nennt das Unternehmen die Integration der Wille Gastronomie Gruppe, durch die die Mitarbeiterzahl auf mehr als 500 gestiegen sei.

Die Berliner Bar Mokka Milch öffnet am 12. Juni nach einer knapp zweiwöchigen Pause erneut ihre Türen. Zuvor hatten technische Probleme und Anpassungen interner Abläufe zu einer vorübergehenden Schließung geführt.

Lorenzo Parrotta aus Ludwigshafen darf sich nun Weltmeister nennen. In Neapel holte sich der Deutsch-Italiener den Titel in der Kategorie Pizza Contemporanea (zeitgenössische Pizza). Dabei backt Parrotta Pizza nur im Nebenberuf. Eigentlich ist er Chemiearbeiter.

Das Kopenhagener Spitzenrestaurant Noma öffnet im August wieder dauerhaft seine Türen, wobei der in der Kritik stehende René Redzepi die Rolle des Kreativ-Direktors übernimmt. Die operative Verantwortung wird an ein neues Führungsteam übertragen.

Burgermeister will noch 2026 in Österreich starten. Geplant sind zunächst drei Restaurants in Wien, langfristig soll ein Netz von mindestens 20 Standorten entstehen.

Big Squadra eröffnet am 12. Juni das Restaurant Pamela am Berliner Gendarmenmarkt. Der neue Standort ist das vierte Restaurant der Gruppe in Deutschland und erweitert das bestehende Portfolio in Berlin.

Eine internationale Verbraucherumfrage im Auftrag von Lightspeed zeigt, dass Restaurantgäste persönliche Aufmerksamkeit und Freundlichkeit höher bewerten als Beratungskompetenz. In Deutschland werden Probleme zudem häufig direkt mit dem Servicepersonal besprochen.