BGN warnt vor Arbeitsausfällen durch Schnittverletzungen in der Gastronomie

| Gastronomie Gastronomie

Schnittverletzungen am Arbeitsplatz führen in den Betrieben der Nahrungsmittelindustrie und des Gastgewerbes zu erheblichen personellen und finanziellen Belastungen. Wie die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) mitteilt, fehlt ein Mitarbeiter nach einem messerbedingten Arbeitsunfall, der eine ärztliche Behandlung erfordert, durchschnittlich mehr als eine Woche an seinem Arbeitsplatz. Dies ziehe unmittelbare Konsequenzen wie Lohnfortzahlungen, Mehrarbeit für die verbliebene Belegschaft oder die Notwendigkeit der Organisation zusätzlicher Arbeitskräfte nach sich.

Auswahl geeigneter Werkzeuge reduziert Unfallgefahren

Prävention steht im Fokus der Empfehlungen, wobei die Auswahl des Arbeitsgeräts eine zentrale Rolle spielt. Die Verwendung ungeeigneter oder stumpfer Klingen wird als gefährlich eingestuft, da der Umgang mit solchem Werkzeug mühsam sei. Zudem bewahren eine sachgerechte Reinigung und Pflege die Werkzeuge vor vorzeitigem Verschleiß und tragen dazu bei, Verletzungen zu vermeiden. Die Berufsgenossenschaft weist in diesem Zusammenhang explizit darauf hin, dass die Reinigung in der Spülmaschine die Schärfe der Messer beeinträchtigt.

Ordnungsgemäße Lagerung schützt Mitarbeiter 

Sichere Aufbewahrung ist ein weiterer Faktor zur Vermeidung von Unfällen. Die Lagerung von Messern in ungeordneten Schubladen wird von der Berufsgenossenschaft als riskant für die zugreifenden Hände bezeichnet. Stattdessen empfiehlt die BGN den Einsatz spezieller Halterungen. Während der Arbeit am Arbeitsplatz sollte das Schneidwerkzeug nicht offen auf dem Tisch liegen bleiben. Als Sicherheitsmaßnahme wird beispielsweise vorgeschlagen, das Messer nach dem Gebrauch unter ein Schneidbrett zu schieben, um es griffbereit, aber sicher zu verwahren. Nach Beendigung der Tätigkeit sieht die fachliche Empfehlung die Unterbringung in einem Messerkorb oder einer entsprechenden Messerhalterung vor.

Ausführliche und weiterführende Informationen:

BGN-Report: Auswahl und Einsatz von Handmessern

BGN-Akzente: Handmesser in der Fleischwirtschaft


 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Berliner Restaurant Nobelhart & Schmutzig erweitert sein seit 2015 geltendes Foto- und Videoverbot. Künftig sind auch Smart Glasses im Gastraum tabu. Die Betreiber wollen damit unbemerkte Aufnahmen und mögliche Eingriffe in die Privatsphäre verhindern.

Der Umgang mit nicht wahrgenommenen Restaurantreservierungen wird auch in Thüringen diskutiert. Dehoga-Landeschef Dirk Ellinger hält Anzahlungen oder verrechenbare Reservierungsgebühren unter bestimmten Bedingungen für legitim.

Am Sonntag begann in Oldenburg offiziell die Grünkohlsaison - mit einem Grünkohl-Garten, Grünkohl-Bingo und dem Knüpfen von Perlenarmbändern «als Zeichen der Grünkohlliebe». Das Wintergemüse ist längst zum Spektakel geworden. Doch woher kommt diese Begeisterung?

Die Berliner Meisterköche haben zum 30. Mal ihre Auszeichnungen vergeben. Lode van Zuylen vom Restaurant REMI ist Berliner Meisterkoch 2026. Auch Tanadon Santanaviboon, das Saint Farah und der Rum Trader gehören zu den Preisträgern.

American Express hat die Übernahme der Restaurantreservierungsplattform TheFork von Tripadvisor abgeschlossen. Das Unternehmen soll unter seiner bisherigen Marke weitergeführt werden.

Der Flughafen in Hamburg schreibt fünf Gastronomieflächen und sechs Einzelhandelsgeschäfte europaweit neu aus. Gesucht werden Betreiber für unterschiedliche Gastronomie- und Einzelhandelskonzepte. Die Umsetzung soll schrittweise ab 2028 erfolgen.

L’Osteria hat gemeinsam mit Sarah Engels eine Spendenkampagne für zwei Kinderhilfsorganisationen gestartet. Neben den Einnahmen eines Charity-Konzerts sollen auch freiwillige Spenden beim Kauf einer eigens entwickelten Pizza gesammelt werden.

Das Eatrenalin beginnt am 3. Dezember seine zehnte Saison mit einem neuen achtgängigen Menü. Neben Culinary Director Peter Hagen-Wiest gestalten Tobias Bätz und Stephanie Mittler einzelne Gänge der kulinarischen Reise.

Das Asador Etxebarri in Spanien führt die Rangliste „The 50 Best Restaurants 2026“ an. Mit dem Restaurant Jan in München, dem Steirereck in Wien und dem Schloss Schauenstein in der Schweiz sind auch drei Restaurants aus dem deutschsprachigen Raum vertreten. Frühere Erstplatzierte wie Noma, Geranium und Disfrutar dürfen nicht erneut teilnehmen.

Das Hotel Gebhard in Fiss hat sein Restaurant und die Halbpension durch einen gemeinschaftlichen Gastraum mit Selbstverpflegung ersetzt. Nach Angaben des Inhabers sank die abendliche Personalbesetzung dadurch von sieben auf eine Person.