Bundesregierung warnt: Mafia zwingt Restaurants zum Verkauf minderwertiger Lebensmittel

| Gastronomie Gastronomie

Die Bundesregierung warnt vor Geschäften der italienischen Mafia mit minderwertigen Lebensmitteln. Damit erziele die organisierte Kriminalität hohe Gewinne, zitieren die Zeitungen der Funke Mediengruppe aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag. Im Fokus der Mafia: italienische Restaurants oder Pizzerien in Deutschland.

Wie die Zeitungen weiter berichten, geht es vor allem um den Handel mit Olivenöl und Wein. Die Mafia stelle billige Produkte her, etikettiere diese um und bringe sie in den Handel. Dem Innenministerium liegen zudem Erkenntnisse vor, dass italienische Restaurants oder Pizzerien in Deutschland von der Mafia gezwungen würden, die minderwertigen Lebensmittel zu verarbeiten und ihren Kunden anzubieten.

Restaurants dienen laut Bundesregierung als „logistischer Stützpunkt“ sowie als „Unterschlupf und Arbeitsmöglichkeit“ für Mafiosi, die vor der Polizei oder anderen kriminellen Organisationen aus Italien fliehen. Keine der italienischen Mafia-Gruppen ist laut Sicherheitsbehörden so stark in Deutschland vernetzt wie die Ndrangheta.

Die innenpolitische Sprecherin der Grünen, Irene Mihalic, fordert nun von der Bundesregierung einen stärkeren Einsatz im Kampf gegen die Mafia-Strukturen in Deutschland. „Der Kampf gegen die Organisierte Kriminalität ist kein Sprint, sondern ein Marathon, daher müssen die Sicherheitsbehörden unbedingt personell und materiell in die Lage versetzt werden auch langwierige und komplexe Ermittlungen durchzuführen“, sagt Mihalic der Berliner Morgenpost.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Kneipe 80 eröffnet erstmals einen Standort außerhalb Bayerns. In Münster kooperiert die Münchner Marke mit dem Betreiber der Ausgehlocation Das Schaf. Am Tegernsee wird der saisonale Kiosk 80 zum Klub 80 in Rottach-Egern.

Nach dem dramatischen Einbruch der Besucherzahlen beim diesjährigen Cannstatter Wasen steht noch immer die Frage im Raum, wie es dazu kommen konnte. Beteiligte äußern offenbar unter vorgehaltener Hand die Vermutung, die Zahlen könnten in der Vergangenheit beschönigt worden sein.

32 Künstler und ein Vier-Gänge-Menü aus mehreren Restaurantküchen gehören zur neuen Europa-Park Dinner-Show „The Grand Club“. Die Veranstaltung ist für ausgewählte Abende vom 21. November 2026 bis zum 21. Februar 2027 angekündigt.

Seit vergangener Woche wurde nach einem Medienbericht spekuliert, dass Starbucks eine auf mexikanische Küche spezialisierte Restaurant-Kette kaufen könnte. Doch dazu kommt es nicht.

Rund 2,5 Millionen Gäste statt 4,2 Millionen im Vorjahr: Der Cannstatter Wasen endet mit deutlich geringeren Besucherzahlen. Wie die dpa berichtet, gehe auch der Bierkonsum weiter zurück. Veranstalter und Festwirte zeigen sich dennoch zufrieden.

Schwabinger Tor Bräu hat ein Wirtshaus im Andaz-Hotel in München eröffnet. Die angeschlossene Brauerei produziert seit 2025 und beziffert ihre mögliche Jahresproduktion auf bis zu 100.000 Liter Bier.

Weißer Trüffel gilt als wertvoll – nun macht ihm auch der Klimawandel zu schaffen. Die Delikatesse könnte nach Hitze und Dürre in diesem Sommer noch teurer werden. Experten hoffen auf den Spätherbst.

Die Gastronomische Akademie Deutschlands hat Drei-Sterne-Koch Christian Bau auf der 78. Frankfurter Buchmesse mit der Goldenen Feder für sein Buch „Paris–Tokio“ ausgezeichnet. Im Rahmen des Wettbewerbs vergab die Jury insgesamt 61 Preise an Verlage und Autoren.

Daniel Craig hat sich einem Bericht der „Times“ zufolge am Londoner Pub „Horseshoe“ beteiligt. Mit zwei Geschäftspartnern wolle der frühere James-Bond-Darsteller das Lokal in Clerkenwell zunächst renovieren lassen.

Klaus Rader, Co-Gründer von L'Osteria, kommt auf Mallorca bei einem Autorennen ums Leben. Die Unfallursache ist unklar. Die Veranstalter sagen nach dem Unfall das Ereignis ab.