Burger King in Barcelona hebt Bartverbot und Krawattenzwang für Mitarbeiter auf

| Gastronomie Gastronomie

Die Mitarbeiter von Burger King in Barcelona haben sich erfolgreich gegen Vorschriften gewehrt, die ihnen das Tragen von Bärten untersagte und Krawatten beziehungsweise Schleifen vorschrieb. Medienberichten zufolge verstoße das Verbot gegen die Grundrechte der Arbeitnehmer, wie die Arbeitsinspektion der Region feststellte. Das vorgeschriebene Tragen von Krawatten bei männlichen Angestellten sowie Schleifen bei weiblichen sei zudem sexuelle Diskriminierung. 

Als Ergebnis der Inspektion wurde festgestellt, dass bestimmte in den Geschäftsordnungen festgelegte Unternehmenspraktiken gegen die verfassungsmäßigen Rechte der Arbeitnehmer verstoßen, nämlich das Recht auf das eigene Bild und das Recht auf Gleichbehandlung und gegen sexuelle Diskriminierung, erklärten laut Guardian die Arbeitsinspektoren.

Sie stellten fest, dass andere Maßnahmen, die die Grundrechte nicht beeinträchtigen, wie die Verwendung von Bartnetzen, eingeführt werden könnten. "Die internen Regeln von Burger King verpflichten die Arbeiter, in einem gut gekleideten, anständigen und hygienischen Zustand zu erscheinen", sagte Carles Català von der katalanischen Niederlassung der Arbeiter-Kommissionen. "So sollte es auch sein. Aber sie zwingen mich auch, meinen Bart aus Gründen der Nahrungszubereitung abzuschneiden? Ich fand das sehr merkwürdig, deshalb haben wir uns an die Arbeitsinspektoren gewendet.“ 

Obwohl die Entscheidungen der Inspektoren nur für die Beschäftigten im Raum Barcelona gelten, hofft die Gewerkschaft auf nationale Maßnahmen. "Wir wollen, dass dies auf alle Arbeiter von Burger King angewendet wird, nicht nur auf die in Barcelona, wo wir eine Gewerkschaftsvertretung haben", sagte Català. "Für uns ist es ein wichtiger erster Schritt und wir sind sehr daran interessiert, mit dem Unternehmen zu verhandeln."


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

McDonald's Deutschland nimmt Stellung zur angekündigten Klage der Deutschen Umwelthilfe bezüglich früherer Angaben zur Klimaneutralität. Das Unternehmen weist den Vorwurf der Verbrauchertäuschung zurück und verweist auf bereits erfolgte Anpassungen seiner Kommunikation.

In der Allianz Arena in München sind am 26. April die sechs Finalisten des Wettbewerbs „Koch des Jahres“ ermittelt worden. Wie der Veranstalter ROIKA Solutions GmbH mitteilt, qualifizierten sich vier Teilnehmer über den Live-Wettbewerb vor einer Fachjury, zwei weitere über einen Publikumsentscheid.

Im Ausland leben, das heißt viele Erfahrungen mit einer anderen Kultur zu machen. Ein Westfale brachte die Currywurst nach Nairobi – und musste dafür so manches kulinarische Hindernis überwinden.

Eigentlich hat Kenia perfektes Biergartenwetter. Man kann das ganze Jahr hindurch draußen sitzen. Den passenden Gerstensaft nach deutschem Reinheitsgebot gibt es mittlerweile auch.

Das Schlosshotel Münchhausen in Aerzen hat sein gastronomisches Konzept verändert. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde das neue Restaurant „1570 – Casual Fine Dining“ als Nachfolger des bisherigen Gourmetrestaurants „Hilmar“ eröffnet.

In den Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht kommt Bewegung zwischen einer Bielefelder Dönerkette und dem US-Anbieter Kentucky Fried Chicken. «KFC hat sich entschuldigt und gesagt, das haben sie alles nicht gewollt, und das sei nur ein Zufall gewesen», sagte der Chef der Bielefelder Firma Krispy Kebab.

Georg Strohmeyer feiert sein 10-jähriges Jubiläum als Küchenchef im Hotel Zugspitze in Garmisch-Partenkirchen. Der Wahl-Bayer spricht im Interview unter anderem darüber, wie er auf neue Ideen zu seinen regionalen Kreationen kommt. Tipps für Hobbyköche hat er auch auf Lager.

Am 30. April eröffnet im Westfield Hamburg-Überseequartier das Restaurant Elemente mit lateinamerikanischem Schwerpunkt. Das Projekt verbindet unter anderem internationale Grillkunst mit Hamburger Architekturgeschichte.

Beim internationalen Kongress der Jeunes Restaurateurs in Köln wurde Frédéric Morel aus Münster zum Koch des Jahres gewählt. Die Veranstaltung brachte rund 500 Branchenvertreter aus 21 Ländern am Rhein zusammen.

In München sorgt die Forderung eines Wirts für Furore: Die Oktoberfest-Zelte sollen europaweit ausgeschrieben werden. Was könnte das für Tradition und Brauchtum auf der Wiesn bedeuten?