Christian Jürgens – Absage für Restaurantprojekt am Tegernsee

| Gastronomie Gastronomie

Im Dezember berichteten lokale Medien, dass der Drei-Sterne-Koch Christian Jürgens das Restaurant Egern 51 in Rottach-Egern übernehmen wolle. (Auch Tageskarte berichtete). Diesen Spekulationen erteilte Jürgens jetzt eine Absage und stellte auch seine Zukunft als Koch in Frage.

Wie die Zeitung  Merkur seinerzeit berichtete, sei es ein „offenes Geheimnis“ im Tegernseer Tal gewesen, dass Christian Jürgens das Egern 51 übernehmen werde. Dann hätte sich Jürgens neue Wirkungsstätte nur etwa 400 Meter Luftlinie von seinem früheren Arbeitsplatz entfernt befunden – dem Seehotel Überfahrt. 

Die Althoff Hotels gingen nach Vorwürfen im Spiegel gegen den Leiter des Gourmet-Restaurants „Überfahrt“ am Tegernsee seit Mai 2023 getrennte Wege. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen Jürgens inzwischen eingestellt. Die Behörde teilte kürzlich mit, dass sich aus den Vorermittlungen gegen den Koch „keine hinreichenden Anhaltspunkte für verfolgbare Straftaten ergeben“ (Tageskarte berichtete). 

Gegenüber Falstaff erklärte der 55-Jährige jetzt, dass durchaus Interesse wäre da gewesen wäre das Egern 51 übernehmen. Er habe sich aber letztendlich dagegen entschieden, um weiter über neue berufliche Wege und Chancen nachzudenken. Ferner stehe es in den Sternen, ob er jemals wieder die Kochjacke anziehen werde so Jürgens auf Anfrage des Magazins.

Wer zukünftig den Kochlöffel im Gourmet-Restaurant im Hotel Überfahrt schwingen wird, ist im weiter unklar: Zunächst hatte hier hatte der Berliner Starkoch The Duc Ngo die Küche mit einem Pop-up-Restaurant für die letzte Sommersaison übernommen. Jetzt kommen verschiedenen Gastköche an Wochenenden an den Herd. Vincent Ludwig, Managing Director des Althoff Seehotel Überfahrt, erklärt: „Wir haben uns der Top-Gastronomie verschrieben und an diesem Versprechen halten wir fest. Details zu unserem neuen Konzept ab dem kommenden Sommer werden in Kürze folgen.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Restaurant Noma will im August 2026 wieder in Kopenhagen eröffnen. Gleichzeitig kündigt das Restaurant eine neue Führungsstruktur sowie ein Konzept mit zwölf saisonalen Abschnitten pro Jahr an.

Die Heitlinger Genusswelten haben eine neue Weinbar in Östringen-Tiefenbach eröffnet. Das Konzept setzt auf regionale Produkte, biodynamische Weine und wird im Winter durch eine Brasserie ergänzt.

Eine aktuelle Befragung im Auftrag von Sodexo untersucht das Essverhalten von Arbeitnehmern in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen eine steigende Preissensitivität beim Mittagessen sowie deutliche Unterschiede in den verschiedenen Alters- und Einkommensgruppen.

Das Wiener Café Schwarzenberg feiert im Juni sein 165-jähriges Bestehen als ältestes Kaffeehaus an der Ringstraße. Der Traditionsbetrieb erweitert aus diesem Anlass sein kulinarisches Angebot um eine eigens kreierte Geburtstagstorte.

Die späten Anstoßzeiten vieler Spiele der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft könnten Kneipen, Bars und Biergärten in Deutschland erheblich zusetzen. Das zeigt eine Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) für die Deutsche Presse-Agentur. 

Der Meisenheimer Hof plant die Eröffnung des neuen Restaurants La Mésange im November 2026 und erweitert zugleich sein Hotelangebot um 14 Zimmer. Zudem wurden Pläne für die Heimatküche und die Winebank Nahe vorgestellt.

Ein bayerischer Gastronom will die ersten frei zugänglichen Schnellrestaurants der US-Kette Taco Bell in Deutschland eröffnen. Pachtverträge für zwei Restaurants in München sind unterschrieben, wie der Unternehmer Christian Lehmann mitteilte.

Wenn Kneipen schließen, fehlen nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Oliviero Angeli wichtige Orte für Austausch und Verständnis. Das hat auch Auswirkungen auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die Supreme Sports Hospitality GmbH übernimmt künftig die gastronomische Versorgung des Musikfestivals World Club Dome in Frankfurt am Main. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde mit der World Club Dome GmbH ein Vertrag über fünf Jahre geschlossen.

Thomas Bühner sucht Mitarbeiter für ein neues Gastronomieprojekt im Münsterland. Der ehemalige Drei-Sterne-Koch kündigt damit eine Rückkehr zu seinen westfälischen Wurzeln an und macht zugleich ein bislang unbekanntes Restaurantvorhaben öffentlich.