Investorensuche für TamTam-Gastro in Hamburg hat begonnen

| Gastronomie Gastronomie

Für das insolvente Hamburger Restaurant TamTam hat die Suche nach einem neuen Betreiber begonnen. Rechtsanwalt Philip Konen von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH, der als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt wurde, teilte mit, dass bereits erste Gespräche mit Beteiligten geführt würden. Der Restaurantbetrieb ruht derzeit aufgrund angekündigter Betriebsferien. Eine Wiederaufnahme sei möglich, wenn sich ein Investor finde, der den Geschäftsbetrieb übernehme.

Das Amtsgericht Frankfurt am Main hatte bereits am 2. Juli 2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Tasty Planet GmbH angeordnet und Philip Konen zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Die Gesellschaft betreibt das TamTam im Hamburger Hanseviertel und beschäftigt 16 Mitarbeiter.

Restaurantbetrieb könnte nach Investorenlösung wieder aufgenommen werden

Nach Angaben des Insolvenzverwalters werde derzeit kurzfristig ein Investor gesucht. „Wir haben erste Gespräche mit allen Beteiligten geführt und suchen kurzfristig einen Investor für den Betrieb. Interessenten können sich daher gerne bei uns melden.“, erklärte Konen. Zum PLUTA-Team gehören zudem die Rechtsanwälte Denise Schäfer und Philipp Meyer.

Der Geschäftsbetrieb des Restaurants ist derzeit ausgesetzt. Eine Wiedereröffnung hänge nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters im Wesentlichen davon ab, ob ein Erwerber für den Betrieb gefunden werde. Die Voraussetzungen für die Eröffnung des eigentlichen Insolvenzverfahrens würden derzeit geprüft.

Bereits Anfang Juli war die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet worden

Wie Tageskarte bereits berichtet hatte, war der Insolvenzantrag Anfang Juli öffentlich geworden. Zunächst hatte der Hamburger Genuss-Guide über den Antrag und die vorläufige Schließung berichtet. Geschäftsführer Tim Plasse hatte dem Medium erklärt: „Erst mal machen wir bis Monatsende Betriebsferien.“ Zur Zukunft des Konzepts sagte er damals: „Noch ist offen, wie es weitergeht. Es gibt viele Möglichkeiten.

Als wirtschaftlichen Hintergrund nannte Plasse gegenüber dem Genuss-Guide unterschiedliche Vorstellungen zwischen Betreiber und Immobilieneigentümer. Nach seiner Darstellung habe der Eigentümer entschieden, nicht weiter in die Fläche zu investieren. Er selbst habe bis zuletzt versucht, eine Einigung zu erzielen und den Betrieb fortzuführen.

Gastronomiekonzept war erst seit Oktober vergangenen Jahres geöffnet

Das TamTam war erst im Oktober 2025 an den Start gegangen. Zuvor war an gleicher Stelle das Le Big TamTam betrieben worden, das im September 2025 geschlossen hatte. Die von der Tasty Planet GmbH bewirtschaftete Gastronomiefläche umfasst nach Angaben des Insolvenzverwalters rund 2.000 Quadratmeter, gehört jedoch nicht zum Vermögen der Gesellschaft. Vorgesehen waren verschiedene Küchenkonzepte, eine zentrale Bar sowie regelmäßige Veranstaltungen.

Ob das Restaurant nach den Betriebsferien wieder öffnet oder ein neuer Betreiber das Konzept fortführt, ist derzeit offen. Mit der nun gestarteten Investorensuche liegt der Fokus zunächst auf einer möglichen Übernahme des Geschäftsbetriebs.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Amtsgericht ordnet vorläufige Verwaltung über Gesellschaftsvermögen an

Das Insolvenzverfahren betrifft die Tasty Planet GmbH. Nach dem gerichtlichen Beschluss vom 2. Juli wurde Philip Konen zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Der Beschluss des Amtsgerichts enthält keine Angaben zu den Ursachen des Insolvenzantrags oder zur weiteren Zukunft des TamTam.

Zu den wirtschaftlichen Hintergründen äußerte sich Plasse gegenüber dem Genuss-Guide. Er führte die Schieflage auf unterschiedliche Vorstellungen zwischen Betreiber und Immobilieneigentümer zurück. Der Eigentümer habe entschieden, nicht weiter in die Fläche zu investieren. Plasse habe nach Darstellung des Mediums bis zuletzt versucht, eine Einigung zu erreichen und den Betrieb fortzuführen.

Die Hamburger Morgenpost griff den Fall am 9. Juli ebenfalls auf und bezog sich dabei auf den Bericht des Genuss-Guides. Auf der Internetseite und dem Instagram-Auftritt des TamTam seien zu diesem Zeitpunkt noch keine Hinweise auf das Insolvenzverfahren veröffentlicht gewesen, berichtete die Zeitung.

TamTam folgte erst im Oktober auf vorheriges Gastronomiekonzept

Der aktuelle Betrieb war erst im Oktober 2025 gestartet. Zuvor hatte das frühere Le Big TamTam im September 2025 geschlossen. Plasse übernahm anschließend die Fläche und führte das Gastronomieangebot unter dem verkürzten Namen TamTam weiter. (Tageskarte berichtete)

Die Gastronomiefläche umfasst rund 2.000 Quadratmeter. Vorgesehen waren verschiedene Küchen, eine zentrale Bar und regelmäßige Veranstaltungen. Plasse hält nach eigener Aussage trotz des Insolvenzantrags am grundsätzlichen Ansatz fest. „Nach wie vor glaube ich, dass das Konzept richtig und gut ist“, sagte er dem Medium.

Tim Plasse ist seit Langem eine bekannte Persönlichkeit in der deutschen Gastronomie- und Hospitality-Szene. Er war unter anderem an Stationen wie dem Kingkamehameha Club in Frankfurt und dem Hausmann’s am Frankfurter Flughafen beteiligt und ist zudem als Berater und Konzeptentwickler für internationale Hotelketten und Immobilienprojekte tätig.

Weitere Zukunft des Food-Courts bleibt zunächst ungeklärt

Ob das TamTam nach den angekündigten Betriebsferien wieder öffnet, ist bislang offen. Auch eine Fortführung mit anderen Partnern oder eine endgültige Schließung ist nicht entschieden.

Plasse ließ gegenüber dem Genuss-Guide zugleich offen, wie seine eigene Tätigkeit in der Hamburger Gastronomie weitergeht. Einen vollständigen Rückzug aus Norddeutschland kündigte er nicht an. „Es gibt ein paar spannende Projekte im Norden. Mal sehen, was daraus wird.“

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Feinkost Käfer baut seine Aktivitäten in Japan aus. In Fukuoka hat die erste Käfer Alps Kitchen eröffnet. Das Engagement des Münchner Unternehmens in Japan reicht bis 1992 zurück – und bereits 2016 gab es Pläne für eine eigene Coffee-Shop-Kette.

Bei den Uber Eats Awards 2026 wurden durch ein öffentliches Online-Voting 16 Betriebe als Bundesland-Gewinner für das Halbfinale ermittelt. Eine Jury um Sternekoch Tim Raue kürt im Finale in Berlin den Sieger des mit 40.000 Euro dotierten Titels.

Das Gastronomiekonzept The Dawn eröffnet einen neuen Standort mit 250 Sitzplätzen auf dem Dach des Kalle Neukölln in Berlin. Neben ganztägigem Frühstück setzt der Betrieb auch auf kulturelle Veranstaltungen.

Das Berlin Food Network ist mit rund 100 Gästen in der Hauptstadt gestartet. Der neue Verein will Akteure der gesamten Food-Branche vernetzen, ihre Sichtbarkeit erhöhen und sie auch bei politischen Terminen vertreten. Eine GRW-Förderung für den weiteren Aufbau ist bereits bewilligt.

Das britische Gastronomieunternehmen Loungers expandiert erstmals nach Deutschland und eröffnet im Oktober einen Standort in Essen-Rüttenscheid. Unter dem Markennamen Southville wird das Konzept für den deutschen Markt angepasst.

Frank Buchholz übergibt sein Mainzer Bootshaus zum 1. September an das Gastronomieunternehmen Cuisyn. Küchenchef Lucas Kriesel und Betriebsleiter Slim Ennakhla bleiben im Restaurant und übernehmen Verantwortung für den Betrieb.

Hackbällchen in Tomatensoße im Sternerestaurant: Das Berliner Nobelhart & Schmutzig serviert Polpette nach einem Familienrezept. Das Gericht ist Teil der Reihe „Wir kochen Heimat“.

Die schwedische Gastronomiekette Pincho Nation kündigt für 2027 die Eröffnung eines neuen Standorts in Lübeck an. Das Unternehmen mietet dazu ein denkmalgeschütztes Bürgerhaus in der Innenstadt und setzt seine Expansion in Norddeutschland fort.

Die Berliner Traditionsmarke Rogacki soll zunächst mit einem Kochbuch zurückkehren. Die Crowdfunding-Kampagne stößt auf LinkedIn auf überwiegend positive Reaktionen. Eine Wiedereröffnung des Stammhauses zum Jubiläum 2028 bleibt ein weitergehendes Ziel.

Was im Sommer 2011 mit einem einzigen Restaurant an der Linzer Promenade begann, ist heute ein Netzwerk von 17 Restaurants in ganz Österreich geworden. Anlässlich des Jubiläums lud L'Osteria Österreich nun zu einer Feier an genau jenen Ort, an dem alles begann.