Gastgewerbe setzt im Juli real 4,0 Prozent weniger um als im Vorjahr

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Das Gastgewerbe in Deutschland hat im Juli 2026 real 4,0 Prozent weniger Umsatz erzielt als im Juli 2025. Nominal lagen die Umsätze dagegen 3,0 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das geht aus vorläufigen Ergebnissen hervor, die das Statistische Bundesamt am 18. September 2026 veröffentlicht hat.

Der reale Wert berücksichtigt Preisveränderungen. Der nominale Wert bildet die Umsatzentwicklung ohne Preisbereinigung ab.

Gastronomie setzt im Vorjahresvergleich real 4,7 Prozent weniger um

In der Gastronomie sank der reale Umsatz im Juli 2026 gegenüber Juli 2025 um 4,7 Prozent. Nominal verzeichnete der Bereich dagegen einen Zuwachs von 3,1 Prozent.

Im Vergleich zum Vormonat Juni 2026 stieg der Gastronomieumsatz kalender- und saisonbereinigt real um 1,6 Prozent. Nominal errechnete das Statistische Bundesamt ein Plus von 1,7 Prozent.

Beherbergungsunternehmen setzen real 2,0 Prozent weniger um als im Vorjahresmonat

Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen setzten im Juli 2026 real 2,0 Prozent weniger um als im Juli 2025. Nominal lagen die Umsätze 2,9 Prozent über dem Vorjahreswert.

Gegenüber Juni 2026 stieg der Umsatz der Beherbergungsunternehmen kalender- und saisonbereinigt real um 1,4 Prozent. Nominal belief sich das Plus im Monatsvergleich auf 0,1 Prozent.

Umsatz steigt gegenüber Juni real um 1,5 Prozent

Für das gesamte Gastgewerbe weist das Statistische Bundesamt gegenüber Juni 2026 einen kalender- und saisonbereinigten realen Umsatzanstieg von 1,5 Prozent aus. Nominal erhöhten sich die Umsätze im Monatsvergleich um 1,3 Prozent.

Damit lagen die Umsätze des Gastgewerbes im Juli 2026 gegenüber dem Vormonat sowohl real als auch nominal höher. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank der reale Umsatz, während der nominale Umsatz stieg.

Statistisches Bundesamt stellt Berechnung auf neues Basisjahr um

Die Konjunkturstatistik im Gastgewerbe wurde nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zum Berichtsmonat Juni 2026 methodisch weiterentwickelt. Dabei stellte die Behörde die Berechnung unter anderem auf das neue Basisjahr 2021 um und führte Laspeyres-Indizes anstelle der bisher verwendeten Messzahlen ein.

Dadurch könnten Entwicklungen auf höheren Wirtschaftszweigebenen konsistent und methodisch harmonisiert dargestellt werden, erläutert das Statistische Bundesamt. Zudem werde nicht mehr nach rechtlichen Einheiten, sondern nach Geschäftsfeldern rechtlicher Einheiten ausgewertet. Dies ermögliche es, die wirtschaftlichen Aktivitäten einer rechtlichen Einheit differenzierter zu erfassen und den jeweiligen Wirtschaftszweigen präziser zuzuordnen.

Die methodischen Änderungen führten der Behörde zufolge in einzelnen Berichtsmonaten zu vergleichsweise hohen Revisionen der bisherigen Ergebnisse. Das betreffe unter anderem den Berichtsmonat Mai 2026. Bei den Angaben für Juli 2026 handelt es sich um vorläufige Ergebnisse.

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