Coffeeshop Company expandiert nach Indien

| Gastronomie Gastronomie

Die österreichische Kaffeekette The Coffeeshop Company hat ihren offiziellen Markteintritt in Indien vollzogen. Mit der Eröffnung eines Stores in Delhi setzt das Wiener Unternehmen den Grundstein für eine großangelegte Expansionsstrategie auf dem Subkontinent. Bis zum Jahr 2029 ist der Aufbau von mehr als 100 Standorten in indischen Metropolregionen geplant.

Hybrides Gastronomiekonzept für den indischen Markt

The Coffeeshop Company, die auf eine über 25-jährige Markengeschichte zurückblickt, setzt in Indien auf ein hybrides Geschäftsmodell. Das Konzept kombiniert Elemente von Café, Restaurant und Bar. Das Portfolio umfasst neben klassischen Wiener Kaffeespezialitäten wie Melange, Verlängerter und Brauner auch ein Speisenangebot. Dieses reicht von Frühstück und Snacks bis hin zu Hauptgerichten und Desserts. Ergänzt wird das Sortiment durch Cocktails und alkoholische Getränke, um eine ganztägige Auslastung der Betriebe zu ermöglichen.

Diese Struktur zielt darauf ab, Franchisepartnern eine breite Umsatzbasis zu bieten und die Marke als Ganztagesziel für eine urbane Zielgruppe zu positionieren. Die Identität der Marke orientiert sich dabei an der Wiener Kaffeehauskultur, die seit 2011 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO zählt.

Partnerschaft mit Franchise India für schnelles Wachstum

Für die Skalierung des Geschäftsmodells in Indien kooperiert das Unternehmen mit Franchise India, einem der größten Franchise- und Retail-Solutions-Unternehmen in Asien. Die Expansion soll sich zunächst auf wirtschaftlich bedeutende Zentren wie Delhi, Gurgaon, Mumbai, Bengaluru und Ahmedabad konzentrieren.

Zhanna Alanova, Geschäftsführerin der The Coffeeshop Company GmbH, sieht in dem Markteintritt eine Chance, die wirtschaftliche Annäherung zwischen Europa und Indien zu nutzen. Ziel sei es, die Wiener Tradition mit der indischen Marktdynamik zu verknüpfen. Gaurav Marya, Chairman von Franchise India, bezeichnet das Unternehmen als bewährtes europäisches Coffee-Powerhouse, das Unternehmern im stark wachsenden indischen Markt attraktive Möglichkeiten biete.

Marktumfeld und globale Expansionspläne

Der Zeitpunkt der Expansion fällt in eine Phase starken Wachstums des indischen Kaffeesektors. Laut Daten des World Coffee Portal verzeichnete der Markt für markengebundene Coffee Shops in Indien zuletzt ein Wachstum von 12,7 Prozent. Bis zum Jahr 2030 wird prognostiziert, dass die Anzahl der Outlets die Marke von 10.000 überschreitet.

Indien ist jedoch nur ein Teil der internationalen Strategie der The Coffeeshop Company. Das Unternehmen, das derzeit rund 100 Standorte in neun Ländern betreibt, hat bereits Franchiseverträge für 13 weitere Länder unterzeichnet. Hierzu zählen unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten, Indonesien und die Ukraine. Insgesamt befinden sich über 500 zusätzliche Standorte in der Planung, deren Eröffnungen ab dem ersten Quartal 2026 beginnen sollen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Am Flughafen Düsseldorf sind neue Gastronomie- und Einzelhandelskonzepte gestartet. Betreiber Lagardère Travel Retail Deutschland baut damit sein Angebot am Standort weiter aus.

In Stockholm wird ein Café-Konzept erprobt, bei dem die Künstliche Intelligenz Mona die operative Leitung übernimmt. Medienberichte deuten auf eine signifikante Reduzierung des Personaleinsatzes hin, zeigen jedoch auch technische Grenzen bei individuellen Kundenwünschen auf.

Das Berliner Restaurant Nobelhart & Schmutzig hat seine Regeln zur Smartphone-Nutzung im Gastraum erläutert. Hintergrund ist die Stornierung eines Gastes, der die Praxis kritisierte. Parallel haben sich mehrere Betriebe der Spitzengastronomie zu ähnlichen Fragen geäußert. Die Fotoregeln des Restaurants werden seit Jahren diskutiert.

VistaPrint und Cornelia Poletto haben fünf Finalisten für die Auszeichnung zum Lokalhelden 2026 nominiert. Bis zum 10. Mai kann die Öffentlichkeit über den Gewinner eines Preisgeldes von 20.000 Euro abstimmen.

Von schwarzem Sesam über Erdbeer-Matcha-Latte bis zu Käsekuchen mit Pistazie und Ingwer mit Zitronenschale - die Berliner Gelato Week lockt Eisfreunde erneut mit ungewöhnlichen Kreationen. Etwa 50 Eisdielen in ganz Berlin nehmen teil.

Trotz steigender Lebenshaltungskosten priorisieren viele Verbraucher Restaurantbesuche als „kleinen Luxus“. Laut einer SumUp-Umfrage planen über 30 Prozent der Menschen hierfür feste monatliche Budgets ein.

Die Kneipe 80 expandiert mit neuen Standorten am Tegernsee und in Augsburg. Parallel führt das Unternehmen mit dem Format „Kiosk 80“ ein weiteres Konzept für kleinere Flächen ein.

Weissenhaus erweitert sein gastronomisches Angebot im Schloss um das Restaurant NAMI und die Bar 1896. Zuvor hatte das Zwei-Sterne-Restaurant Courtier nach dem Weggang seiner Leitung den Betrieb eingestellt.

Starbucks hat im zweiten Quartal 2026 Umsatz und Gewinn gesteigert. Das Unternehmen meldet höhere vergleichbare Umsätze und hebt seine Jahresprognose an.

Neue Daten des Bundes der Steuerzahler zeigen deutliche Unterschiede bei Terrassengebühren in deutschen Städten. Die Spannweite reicht von 0 bis 2.000 Euro für einen einheitlichen Musterbetrieb.