Cornelia Poletto beliefert Senioren mit kostenlosem Essen

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Mehrere Dutzend Senioren sind am Dienstag in den Genuss eines Mittagessens von Cornelia Poletto gekommen. In zwei Service-Wohnanlagen der Arbeiterwohlfahrt (Awo) haben die Fernsehköchin und ihr Team 100 kostenlose Essen direkt bis an die Wohnungstür angeliefert. «Heute gab es Hühnerfrikassee mit Spargel, Erbsen und Reis. Ich liebe alles rund ums Huhn, und wenn wir heute etwas ältere Herrschaften bedienen dürfen, dann soll es auch etwas sein, das für jeden auch gut essbar ist», sagte die 48-Jährige dazu der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.

Ihr Essen überreichte Poletto den Senioren selbst beziehungsweise stellte es in Zeiten von Corona auf die Fußmatte. Dabei trug sie Mundschutz und schwarze Latexhandschuhe und achtete auch auf den nötigen Sicherheitsabstand. Auch für einen kurzen Plausch mit den älteren Menschen nahm sie sich Zeit. Die Reaktionen der Senioren waren dabei durchweg positiv. «Recht vielen Dank. Das wird schmecken», sagte einer der Bewohner. «Dass Sie so jung sind, hätte ich nicht gedacht», ergänzt seine Frau mit einem Lachen.
 

Poletto und ihr Team hatten sich bei der Awo eigentlich lediglich als Einkaufshelfer für ältere Menschen registriert. Um etwa Gutes zu tun, während das Restaurant wegen der Corona-Beschränkungen geschlossen bleiben muss, wie Poletto sagte. Daraus entstand schließlich die ehrenamtliche Lieferservice-Idee. Einmal wöchentlich will Poletto nun während der Corona-Zeit für bedürftige Senioren kochen. Ideen für die nächsten Wochen hat sie schon: «Hühnerfrikassee kam schon mal supergut an. Königsberger Klopse könnten auch ziemlich gut sein, Senfeier mit einem richtig guten Kartoffelpüree könnte ich mir auch gut vorstellen.»

Die Awo hatte vor mehreren Tagen einen Aufruf nach Helfern und eine Hotline für Hilfsbedürftige gestartet. Hunderte Helfer hatten sich gemeldet. Die Senioren dagegen seien noch zögerlich, sagte Renate Polis, Awo-Fachbereichsleiterin Engagement. «Wir wollen deshalb mit dieser schönen Aktion auch transportieren, dass es sich für die Senioren lohnt, sich zu melden.» Viele ältere Menschen trauten sich noch nicht, nach Hilfe zu fragen.

(dpa)


 

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