Corona macht erfinderisch: Spitzenköchin Viktoria Fuchs versteigert sich bei Ebay

| Gastronomie Gastronomie

Normalerweise schwingt Viktoria Fuchs im Romantik Hotel Spielweg im Schwarzwald die Löffel. Schon in Kindheitstagen wusste sie genau, wohin es für sie einmal gehen wird. Denn das, was sie heute tut, wurde ihr in die Wiege gelegt: Das Romantik Hotel Spielweg mit dem dazugehörigen Restaurant befindet sich seit 1861 in Familienbesitz. 

In der Corona-Krise ist derzeit das Hotel natürlich geschlossen, fleißig sind sie im Spielweg aber trotzdem. So kochen die Füchse unter anderem für ihr „Spielweg to go“ und betreiben einen neuen Online-Shop für hausgemachte Produkte. Mit einer weiteren ausgefallenen Idee möchte nun Viktoria Fuchs für weitere Umsätze und Kontakt zu den Gästen sorgen: Sie versteigert sich und ihr Können bei Ebay

Interessierte können auf der Plattform mitbieten auf einen Kochkurs mit Abendessen für zehn Personen. Einzige Voraussetzungen sind: Die Küche ist groß genug, es gibt einen Tisch für zehn Personen und eine Grundausstattung an Geräten. Wie das funktionieren soll? Sobald sich die Lage normalisiert habe, würden sie ein Datum finden, so das Versprechen. Dann komme Viktoria Fuchs zu den Meistbietenden in Deutschland oder in der Schweiz nach Hause und koche mit und für bis zu zehn Personen ein 4-Gang Menü inkl. Weinbegleitung. Los gehts um circa 15 Uhr mit dem Zubereiten des Menüs nach Viki´s Anleitung. Anschließend gibt es das servierts Menü mit Aperitif und begleitenden Weinen. Tipps und Tricks aus der Küche gibt es natürlich auch noch dazu. 

Mitgebracht werden alle Produkte für das Menü, Weine für zehn Personen inklusive Aperitif, die Rezepte aller gekochten Gerichte, einen zweiten Koch oder Köchin zum Abspülen und Helfen sowie Töpfe und Küchengeschirr. Die Versteigerung läuft noch bis zum Abend des Ostersonntags. Bislang liegt das Höchstgebot bei rund 2.000 Euro. 

Nach dem Schock über die Schließung von Hotels und Gaststätten, entwickeln Gastgeber kreative Konzepte, um die schwere Zeit zu überstehen. Kristin Fuchs, vom Romantik Hotel Spielweg, sagt im Video-Interview, wie das Traditionshaus im Schwarzwald die Krise meistert.

Weiterlesen


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Drei deutsche Gastronomie-Teams kämpfen Ende April in München um den Einzug in das Weltfinale der Copa Jerez. Der Wettbewerb für Sherry-Pairings findet im Rahmen des Halbfinales von Koch des Jahres statt.

Die Unternehmensberatung McKinsey & Company beschreibt in einer aktuellen Analyse mögliche Entwicklungen für die Gastronomie in den kommenden Jahren. Demnach könnten Automatisierung, Künstliche Intelligenz und neue Betriebsmodelle zentrale Veränderungen vorantreiben.

Hans im Glück hat in Mannheim ihr 100. Restaurant eröffnet. Neben der Expansion in vier europäische Länder setzt das Unternehmen mit einem neuen Standort an einer Schweizer Autobahnraststätte erstmals auf ein geändertes Standortformat.

Die Bar „Harry’s Legacy“ im Sheraton Berlin Grand Hotel Esplanade ist nach Umbau wieder eröffnet. Die Wiedereröffnung steht laut Unternehmen im Zusammenhang mit einer geplanten Modernisierung des Hotels.

Wird die Rechnung etwa im Einzelhandel oder im Restaurant in den Kassensystemen der Unternehmen korrekt erfasst und verbucht? Das prüfen die Finanzämter bei unangemeldeten Kontrollen in Thüringen tausendfach.

Die Compass Group-Tochter Food Affairs entwickelt im neuen Leipziger Quartier Neo eine rund 3.000 Quadratmeter große Markthalle mit internationaler und regionaler Gastronomie. Das Konzept soll als zentraler Treffpunkt in der Innenstadt etabliert werden.

Der Bundesverband der Systemgastronomie hat die Jury für den Branchenpreis 2026 vorgestellt und die Bewerbungsfrist bis zum 4. Mai verlängert. Die unabhängige Runde bewertet Konzepte aus der Branche, die im September in München ausgezeichnet werden.

Das neue Frankfurter Hotel Kennedy 89 hat sein Restaurant Eighty Nine eröffnet, das levantinische Küche mit regionalen Einflüssen kombiniert. Unter der Leitung von Küchenchef Philipp Grosser setzt der Betrieb auf gemeinschaftliche Speisekonzepte und regionale Partnerschaften.

Der aktuelle Fitness-Check für die österreichische Gastronomie weist eine leichte Umsatzstabilisierung aus, die jedoch primär auf Preiserhöhungen basiert. Hohe Mitarbeiterkosten und Frequenzen unter dem Vorkrisenniveau belasten die Branche weiterhin.

Die Gastro-Marke Gustavo Gusto hat, gemeinsam mit dem Automatenhersteller Stüwer, ein neues Vertriebsmodell vorgestellt. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der sogenannte „Gustavomat“ als automatisierter Pizzaautomat künftig den Verkauf von Tiefkühlpizza rund um die Uhr ermöglichen.