Die Pünktlichkeit der Restaurantgäste: Niedersachsen pünktlich, Berlin zu spät

| Gastronomie Gastronomie

„Pünktlichkeit ist eine Tugend“, das denken sich anscheinend auch die Niedersachsen. Nach einer aktuellen Auswertung von OpenTable kamen Restaurantgäste aus Niedersachsen am häufigsten pünktlich zu ihrer Tischreservierung. Schlusslicht der Auszählung ist Berlin, wo Gäste am wenigsten häufig pünktlich erschienen. Generell zeigt die Auswertung in Deutschland, dass sich Gäste entweder um bis zu neun Minuten oder direkt um mehr als 30 Minuten verspäten. Am seltensten lag die Verspätung bei 20 bis 29 Minuten.

Pünktlich wie die Niedersachsen

Von allen Gästen, die in Niedersachsen zwischen dem 1. August 2018 und dem 31. Juli 2019 über OpenTable einen Tisch reservierten, kamen 56 Prozent der Gäste „pünktlich / früh“ zu der von ihnen gebuchten Zeit. Auch die Nachzügler ließen nicht lange auf sich warten und verspäteten sich lediglich um neun Minuten oder weniger (21%). In Berlin sah der Fall ganz anders aus. Denn nur 46 Prozent der Gäste erschienen pünktlich zur Reservierungszeit. Wenn ein Berliner zu spät kam, dann richtig. Mit 13 Prozent bei einer Verspätung von bis zu 19 Minuten waren die Hauptstädter so oft wie in keiner anderen Metropolregion fast 20 Minuten zu spät.

In Düsseldorf, Mönchengladbach und im Schwarzwald brauchen Restaurants Geduld

Die Restaurantbesucher in Düsseldorf, Mönchengladbach sowie im Schwarzwald strapazierten die Geduld der Restaurantbesitzer noch mehr. Denn die Nordrhein-Westfalen kamen am häufigsten um 20 bis 29 Minuten zu den Reservierungen in Restaurants im Raum Düsseldorf und Mönchengladbach zu spät (jeweils 6%). In der Region Schwarzwald / West-Baden-Württemberg waren es sogar 30 Minuten oder mehr (14%).

Nordlichter haben das bessere Timing

Neben Niedersachsen führt eine weitere Destination in Norddeutschland eine Hitliste an. Unter den fünf größten deutschen Städten fanden sich im Großraum Hamburg mit 53 Prozent die meisten Gäste, welche pünktlich zu ihrer Reservierung erschienen sind. Platz zwei belegt die hessische Mainmetropolregion Frankfurt / Taunus, in der die Hälfte der Restaurantbesucher pünktlich waren. Auf dem dritten Platz folgt die Region München / Niederbayern / Bayerisch Schwaben mit 49 Prozent, gefolgt von Köln und Umgebung mit 48 Prozent. Platz fünf nimmt Berlin ein.

Keine „Deutsche Gründlichkeit“ im internationalen Vergleich

Die Zahlen aus anderen OpenTable Märkten kratzen am Klischee, dass Deutsche immer die Pünktlichsten seien. Mit 51 Prozent liegt Deutschland im internationalen Vergleich nur auf Platz zwei. Die pünktlichsten Restaurantgäste (57%) sind die Briten und belegen Platz eins. Den zweiten und dritten Platz belegen die Australier (45%) und die Mexikaner (43%).

„Dass man sich verspätet, kann jedem passieren und ist wahrscheinlich auch schon den meisten einmal passiert.“, so Daniel Simon, Country Manager Deutschland & Vice President Sales & Restaurant Relations bei OpenTable. „Jedoch ist es entscheidend, wie man damit umgeht. Sollte man feststellen, dass man sich verspäten wird, empfiehlt sich ein kurzer Anruf im Restaurant oder eine schnelle Umbuchung online. So kann auch den Restaurants die Planung erleichtert werden.“

Top 5 der deutschen Städte und Regionen, die am häufigsten pünktlich waren:

  1. Niedersachsen
  2. Ruhrgebiet
  3. Sachsen
  4. Hamburg / Umgebung
  5. Schleswig-Holstein

Top 5 der Städte und Regionen, die am häufigsten 30 Minuten oder mehr zu spät kamen:

  1. Schwarzwald / Baden-Württemberg West
  2. Mönchengladbach / Umgebung
  3. Stuttgart / Baden-Württemberg Ost
  4. Rheinland-Pfalz
  5. Niederrhein / Sauerland / Ostwestfalen-Lippe / Münsterland

 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Georg Strohmeyer feiert sein 10-jähriges Jubiläum als Küchenchef im Hotel Zugspitze in Garmisch-Partenkirchen. Der Wahl-Bayer spricht im Interview unter anderem darüber, wie er auf neue Ideen zu seinen regionalen Kreationen kommt. Tipps für Hobbyköche hat er auch auf Lager.

Am 30. April eröffnet im Westfield Hamburg-Überseequartier das Restaurant Elemente mit lateinamerikanischem Schwerpunkt. Das Projekt verbindet unter anderem internationale Grillkunst mit Hamburger Architekturgeschichte.

Beim internationalen Kongress der Jeunes Restaurateurs in Köln wurde Frédéric Morel aus Münster zum Koch des Jahres gewählt. Die Veranstaltung brachte rund 500 Branchenvertreter aus 21 Ländern am Rhein zusammen.

In München sorgt die Forderung eines Wirts für Furore: Die Oktoberfest-Zelte sollen europaweit ausgeschrieben werden. Was könnte das für Tradition und Brauchtum auf der Wiesn bedeuten?

Sie brutzelt, sie duftet und sie macht satt – die Currywurst landet millionenfach in Kantinen und Imbissen und auf dem Teller oder in der Pappschale. Doch wie mag der Berliner seine Wurst? Und wie wird sie im Pott gegessen?

Der internationale JRE-Kongress in Köln versammelte rund 500 Branchenvertreter, um über die Zukunft der Gastronomie und nachhaltige Innovationen zu beraten. Neben der Verleihung der International Awards 2026 stand die Expansion des Netzwerks nach Südamerika im Fokus.

Eine aktuelle Umfrage belegt, dass Nachhaltigkeit für über 80 Prozent der Leser ein wichtiges Kriterium bei Kochbüchern darstellt. Während das gedruckte Buch die wichtigste Inspirationsquelle bleibt, gewinnen pflanzenbasierte Ernährung und umweltfreundliche Zutaten an Bedeutung.

Eine aktuelle Umfrage belegt die hohe Relevanz der Gastronomie am Muttertag, wobei über 40 Prozent der Deutschen einen Restaurantbesuch planen. Neben großen Familienfeiern gewinnen Trends wie Solo-Dining und erlebnisorientierte Angebote an Bedeutung.

Die Initiative Gerolsteiner WeinPlaces hat sechs neue Gastronomiebetriebe in ihr bundesweites Netzwerk aufgenommen und fördert künftig zudem die Ausbildung von Nachwuchskräften durch internationale Stipendien.

Unbekannte haben in München ein israelisches Restaurant angegriffen. Inwieweit die Tat einen antisemitischen Hintergrund hat, wird noch geklärt. Die Ermittler gehen «gewissen Anhaltspunkten» nach.