Digitalisierung und Kampfpreise: Cotti Coffee expandiert nach Deutschland

| Gastronomie Gastronomie

Der deutsche Kaffeemarkt verzeichnet einen neuen Mitbewerber aus China. Cotti Coffee hat mit der Eröffnung erster Standorte in deutschen Metropolen wie Berlin, Hamburg, Köln und Düsseldorf begonnen. Das Unternehmen verfolgt dabei eine Strategie, die auf eine starke Preisreduktion und eine weitgehende Digitalisierung der Betriebsabläufe setzt.

Rasantes Wachstum und globale Expansion

Obwohl Cotti Coffee erst vor vier Jahren gegründet wurde, betreibt das Unternehmen bereits 18.000 Standorte in 28 Ländern. Zum Vergleich: Der US-Marktführer Starbucks unterhält nach über 50 Jahren Marktpräsenz rund 40.000 Filialen. Die Geschwindigkeit der Expansion verdeutlicht die Ambitionen des chinesischen Unternehmens, das nun verstärkt auf den europäischen Markt drängt und dabei die bestehende Konkurrenz unter Druck setzt.
 

Fokus auf Prozessautomatisierung und App-Nutzung

Der Kern des Geschäftsmodells von Cotti Coffee liegt in der konsequenten Digitalisierung sämtlicher Abläufe. Kunden bestellen primär über die hauseigene App, was einen minimalen Personaleinsatz in den Filialen ermöglicht. Durch diese automatisierten Prozesse werden die operativen Kosten drastisch gesenkt. Die Financial Times attestiert dem Unternehmen in diesem Bereich einen deutlichen Vorsprung bei der Automatisierung und der schnellen Adaption lokaler Trends, was die aggressive Preisgestaltung erst möglich macht.

Marketing und Zielgruppenansprache

Zusätzlich zur Kostenführerschaft nutzt das Unternehmen digitale Kanäle zur Kundenakquise. Durch spezifische Social-Media-Aktionen, bei denen Nutzer für das Teilen von Inhalten auf Plattformen wie Instagram mit Freigetränken belohnt werden, wird gezielt eine jüngere Zielgruppe angesprochen. Während etablierte Café-Ketten häufig auf die Aufenthaltsqualität und traditionelle Röstverfahren setzen, definiert Cotti Coffee den Wettbewerb primär über den Preis und die Effizienz der digitalen Schnittstelle.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Kneipe 80 eröffnet erstmals einen Standort außerhalb Bayerns. In Münster kooperiert die Münchner Marke mit dem Betreiber der Ausgehlocation Das Schaf. Am Tegernsee wird der saisonale Kiosk 80 zum Klub 80 in Rottach-Egern.

Nach dem dramatischen Einbruch der Besucherzahlen beim diesjährigen Cannstatter Wasen steht noch immer die Frage im Raum, wie es dazu kommen konnte. Beteiligte äußern offenbar unter vorgehaltener Hand die Vermutung, die Zahlen könnten in der Vergangenheit beschönigt worden sein.

32 Künstler und ein Vier-Gänge-Menü aus mehreren Restaurantküchen gehören zur neuen Europa-Park Dinner-Show „The Grand Club“. Die Veranstaltung ist für ausgewählte Abende vom 21. November 2026 bis zum 21. Februar 2027 angekündigt.

Seit vergangener Woche wurde nach einem Medienbericht spekuliert, dass Starbucks eine auf mexikanische Küche spezialisierte Restaurant-Kette kaufen könnte. Doch dazu kommt es nicht.

Rund 2,5 Millionen Gäste statt 4,2 Millionen im Vorjahr: Der Cannstatter Wasen endet mit deutlich geringeren Besucherzahlen. Wie die dpa berichtet, gehe auch der Bierkonsum weiter zurück. Veranstalter und Festwirte zeigen sich dennoch zufrieden.

Schwabinger Tor Bräu hat ein Wirtshaus im Andaz-Hotel in München eröffnet. Die angeschlossene Brauerei produziert seit 2025 und beziffert ihre mögliche Jahresproduktion auf bis zu 100.000 Liter Bier.

Weißer Trüffel gilt als wertvoll – nun macht ihm auch der Klimawandel zu schaffen. Die Delikatesse könnte nach Hitze und Dürre in diesem Sommer noch teurer werden. Experten hoffen auf den Spätherbst.

Die Gastronomische Akademie Deutschlands hat Drei-Sterne-Koch Christian Bau auf der 78. Frankfurter Buchmesse mit der Goldenen Feder für sein Buch „Paris–Tokio“ ausgezeichnet. Im Rahmen des Wettbewerbs vergab die Jury insgesamt 61 Preise an Verlage und Autoren.

Daniel Craig hat sich einem Bericht der „Times“ zufolge am Londoner Pub „Horseshoe“ beteiligt. Mit zwei Geschäftspartnern wolle der frühere James-Bond-Darsteller das Lokal in Clerkenwell zunächst renovieren lassen.

Klaus Rader, Co-Gründer von L'Osteria, kommt auf Mallorca bei einem Autorennen ums Leben. Die Unfallursache ist unklar. Die Veranstalter sagen nach dem Unfall das Ereignis ab.