Dussmann setzt als erster Caterer auf „Zweinutzungshühner“

| Gastronomie Gastronomie

Der Caterer Dussmann Service setzt durch eine Kooperation mit dem Geflügelhof Locking im bayrischen Chiemgau auf Zweinutzungshühner in der Gemeinschaftsverpflegung. Zweinutzungshühner sind Rassehühner, deren Zuchthintergrund sowohl das Eierlegen als auch die Schlachtung ist und somit der traditionellen Nutzhühnerzucht entspricht. In Locking, dem Hof von Florian Reiter, werden ausschließlich männliche Küken (Gockel) der Rasse „Les Bleues“ aufgezogen. Dussmann Service will mit der Zusammenarbeit auch ein Zeichen für das Tierwohl setzen.

Aktuell beziehen die Dussmann-Köche monatlich 200 Gockel aus Locking. Sie beziehen und verwerten die kompletten Tiere, „vom Hals bis zum Bürzel“, analog des „from nose to tail“-Konzeptes. Aus den Karkassen ziehen sie Suppen und Soßen, aus den Innereien werden Patés. Das restliche Geflügel stammt aus der Geflügelschlachterei Gross GmbH aus Massing. 

„Es kann nicht sein, dass in Deutschland 45 Millionen männlicher Küken im Jahr geschreddert werden. Das hat uns dazu bewegt, uns auf die Suche nach Landwirten und Lieferanten zu machen, die sich bewusst gegen die Zucht, Behandlung und Verarbeitung der klassischen Hybridhühner entschieden haben“, erzählt Matthias Meyer, Spartenleiter Catering der Dussmann Service-Region Süd, der das Projekt mit seinen Münchner Kollegen auf die Beine gestellt hat.

Landwirt Florian Reiter zieht rund 6.000 Gockel pro Jahr auf. Zeit ist in Locking nicht Geld, sondern bringt Geschmack: In den fünf Monaten ihres Lebens entwickeln die Gockel ihr starkes Muskelfleisch und intensives Aroma. Zum Vergleich: In der industriellen Hybridzucht erreichen Masthähnchen innerhalb fünf Wochen ihr Schlachtgewicht. „Les Bleues“ heißen so wegen ihrer blauen Füße.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Nasa veröffentlicht Details zur Verpflegung der Artemis-2-Crew und weist Spekulationen über ein schwebendes Glas Nuss-Nugat-Creme zurück. Rund 189 Speisen stehen den Astronauten während ihres Flugs zur Auswahl.

Das Hotel The Capra organisiert im Juni 2026 gemeinsam mit dem Yale-Historiker Paul Freedman ein dreitägiges Seminar zur Geschichte der Schweizer Gastronomie. Die Veranstaltung thematisiert die kulinarische Entwicklung von der Belle Époque bis zur Gegenwart.

Von der Küche der Queen auf einen Acker in Darmstadt: Stefan Pappert kochte für rund 100 Gäste Variationen des Edelgemüses bei der offiziellen Eröffnung der Spargelsaison.

Basketball-Star LeBron James eröffnet in seiner Heimatstadt Akron das Restaurant Buckets. Der Betrieb dient gleichzeitig als Ausbildungsstätte für Teilnehmer seines sozialen Förderprogramms.

Das Restaurant Horváth in Berlin plant für Oktober 2026 eine neue Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Own the Pass“, bei der junge Köche für einen Abend den Betrieb übernehmen sollen. Bewerbungen sind bis Juni 2026 mit Konzept und Lebenslauf möglich

Burger King hat eine landesweite Rekrutierungsoffensive gestartet, um bis zu 60.000 neue Stellen in seinen knapp 6.500 Restaurants in den USA zu besetzen. Die Suche umfasst sowohl Einstiegspositionen als auch das Management.

Frische Spargelgerichte, vegane Highlights und alkoholfreie Drinks: Hessens Außengastronomie will mit neuen Trends in die Freiluftsaison starten. Doch höhere Kosten und Konsumzurückhaltung setzen die Betriebe unter Druck.

Taco Bell plant laut Medienberichten einen neuen Markteintritt in Deutschland. Neben ersten Standorten werden auch Details zur Franchise-Struktur und zu beteiligten Partnern bekannt.

Der Durchschnittspreis für einen halben Liter Bier ist einer Datenanalyse des Finanztechnologie-Unternehmens SumUp zufolge in größeren baden-württembergischen Städten spürbar gestiegen – von 3,86 Euro zu Beginn des Sommers 2025 auf zuletzt 4,88 Euro.

Das Restaurant 5 in Stuttgart hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung abgeschlossen und setzt seinen Betrieb mit einem neuen Investor fort. Wie das Unternehmen mitteilt, ist damit der Fortbestand des Betriebs langfristig gesichert.