Eat Happy und Hana wollen europäische Plattform für asiatische Fertiggerichte aufbauen

| Gastronomie Gastronomie

Die Eat Happy Group und der europäische Geschäftsbereich der Hana Group führen exklusive Verhandlungen über eine Fusion, die den Aufbau einer paneuropäischen Plattform für frische asiatische Fertiggerichte zum Ziel hat. Das geht aus einer Mitteilung hervor. Unterstützt werden soll das Vorhaben durch eine strategische Investition von One Rock Capital Partners. Die Transaktion steht laut Mitteilung unter dem Vorbehalt der Anhörung der zuständigen Betriebsräte sowie der üblichen behördlichen Genehmigungen. Angaben zu den finanziellen Bedingungen wurden nicht veröffentlicht.

Plattform als zentrales Ziel der Transaktion

Nach Angaben der beteiligten Unternehmen steht der Aufbau einer gemeinsamen europäischen Plattform im Mittelpunkt der geplanten Fusion. Diese soll nach Abschluss der Transaktion rund 5.800 Verkaufsstellen in 14 europäischen Ländern bedienen.

Die Eat Happy Group ist nach eigenen Angaben derzeit in sieben europäischen Ländern tätig und beliefert rund 4.300 Verkaufsstellen. Der europäische Geschäftsbereich der Hana Group betreibt laut Mitteilung mehr als 1.500 Verkaufsstellen in zwölf Ländern, darunter Großbritannien, Frankreich, Spanien und Belgien.

Zusammenführung von Produktion und Vertrieb

Wie die Unternehmen mitteilen, sollen im Zuge der Fusion die Produktions- und Vertriebsstrukturen beider Seiten zusammengeführt werden. Eat Happy bringt demnach Konzepte für handgefertigte Sushi- und Fertiggerichte sowie Formate für den Einzelhandel ein. Hana verfügt laut Mitteilung über Strukturen im Bereich frisch zubereiteter panasiatischer Speisen zum Mitnehmen.

Dr. Johannes Steegmann, Chief Executive Officer der Eat Happy Group, erklärte: „Durch diesen Zusammenschluss würden sich die komplementären Stärken verschiedener Regionen, Konzepte und Produktangebote vereinen, was es uns ermöglichen würde, unseren Partnern im Einzelhandel und deren Kunden einen greifbaren Mehrwert zu bieten. Ein anhaltender Fokus auf operative Exzellenz würde unsere langfristigen Beziehungen weiter stärken und eine intensivere Zusammenarbeit sowie gemeinsames Wachstum fördern.“

Auch Eduardo Romero, Chief Executive Officer der Hana Group, äußerte sich laut Mitteilung: „Eine Partnerschaft mit EAT HAPPY und One Rock würde unser gemeinsames Bekenntnis zu Qualität und Innovation widerspiegeln. Die Erfahrung von One Rock bei Investitionen in und dem Ausbau von Unternehmen im Lebensmittel- und Getränkesektor würde in Verbindung mit der Plattform von EAT HAPPY unsere Kompetenzen stärken, während wir unseren Kunden und Partnern weiterhin zu Diensten stehen.“

Beteiligung von One Rock und Ausstieg von Permira

Die geplante Transaktion sieht eine Beteiligung von One Rock Capital Partners vor. Tony Lee, Mitbegründer und Managing Partner, erklärte laut Mitteilung: „Wir sehen eine vielversprechende Gelegenheit, den Zusammenschluss zweier etablierter Unternehmen in einem widerstandsfähigen und wachsenden Endmarkt zu unterstützen.“

Die Permira-Fonds, die seit 2019 Mehrheitsaktionär der Hana Group sind, sollen im Zuge der Transaktion ihre Beteiligung am europäischen Geschäft vollständig veräußern. Gleichzeitig bleiben sie nach Angaben des Unternehmens weiterhin am US-Geschäft von Hana beteiligt.

Pedro López, Partner bei Permira, erklärte: „Wir sind stolz darauf, das Wachstum und die Entwicklung der europäischen Geschäftstätigkeit von Hana unterstützt zu haben und zu sehen, dass das Unternehmen für die Zukunft gut aufgestellt ist.“

Unternehmen im Überblick

Die Eat Happy Group mit Sitz in Köln wurde 2013 gegründet und ist nach eigenen Angaben Hersteller und Anbieter von frischen asiatischen Fertiggerichten. Das Unternehmen betreibt mehrere Marken und ist im europäischen Einzelhandel vertreten.

Die Hana Group ist ein europaweit tätiger Anbieter von Sushi- und panasiatischen Speisen zum Mitnehmen. Das Unternehmen betreibt laut Mitteilung mehr als 1.500 Verkaufsstellen in Europa und wird seit 2019 von den Permira-Fonds unterstützt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Boutiquehotel Sonne Küsnacht-Zürich eröffnet am 10. Juni 2026 das neue Restaurant Pavillon. Das Restaurant entstand nach Angaben des Hotels aus der früheren „Sonnengalerie“, die gemeinsam mit Küchel Architects neu gestaltet wurde.

Pressemitteilung

Viele Gastronomiebetriebe nutzen Spülmaschinen im Standardprogramm – oft mit unnötig hohem Energie- und Wasserverbrauch. EcoPilot von Winterhalter setzt auf KI, erkennt Stoßzeiten und passt Programme automatisch an. So sinkt der Energieverbrauch um bis zu 17 %, CO₂ wird reduziert und Ressourcen geschont – ohne Einbußen bei Hygiene oder Spülergebnis.

L’Osteria eröffnet im Sommer das erste Restaurant in Dänemark und setzt damit die internationale Wachstumsstrategie fort. In Zusammenarbeit mit einem lokalen Partner plant das Unternehmen mittelfristig den Aufbau von bis zu 15 Standorten.

Am Flughafen Düsseldorf sind neue Gastronomie- und Einzelhandelskonzepte gestartet. Betreiber Lagardère Travel Retail Deutschland baut damit sein Angebot am Standort weiter aus.

In Stockholm wird ein Café-Konzept erprobt, bei dem die Künstliche Intelligenz Mona die operative Leitung übernimmt. Medienberichte deuten auf eine signifikante Reduzierung des Personaleinsatzes hin, zeigen jedoch auch technische Grenzen bei individuellen Kundenwünschen auf.

Das Berliner Restaurant Nobelhart & Schmutzig hat seine Regeln zur Smartphone-Nutzung im Gastraum erläutert. Hintergrund ist die Stornierung eines Gastes, der die Praxis kritisierte. Parallel haben sich mehrere Betriebe der Spitzengastronomie zu ähnlichen Fragen geäußert. Die Fotoregeln des Restaurants werden seit Jahren diskutiert.

VistaPrint und Cornelia Poletto haben fünf Finalisten für die Auszeichnung zum Lokalhelden 2026 nominiert. Bis zum 10. Mai kann die Öffentlichkeit über den Gewinner eines Preisgeldes von 20.000 Euro abstimmen.

Von schwarzem Sesam über Erdbeer-Matcha-Latte bis zu Käsekuchen mit Pistazie und Ingwer mit Zitronenschale - die Berliner Gelato Week lockt Eisfreunde erneut mit ungewöhnlichen Kreationen. Etwa 50 Eisdielen in ganz Berlin nehmen teil.

Trotz steigender Lebenshaltungskosten priorisieren viele Verbraucher Restaurantbesuche als „kleinen Luxus“. Laut einer SumUp-Umfrage planen über 30 Prozent der Menschen hierfür feste monatliche Budgets ein.

Die Kneipe 80 expandiert mit neuen Standorten am Tegernsee und in Augsburg. Parallel führt das Unternehmen mit dem Format „Kiosk 80“ ein weiteres Konzept für kleinere Flächen ein.