Fachkräfte aus Hotels und Gastronomie sollen bayernweit in Kliniken und Heimen helfen

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Fachkräfte aus Hotels und Gastronomie sollen den Personalmangel in Kliniken, Alten- und Pflegeheimen in der Corona-Krise lindern. Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband ruft seine Mitglieder dazu auf, Mitarbeiter dafür freizustellen. Damit wird ein Anfang Dezember in München gestartetes Projekt (Tageskarte berichtete) nun bayernweit ausgerollt, wie Landesgeschäftsführer Thomas Geppert am Montag sagte. Die Aktion sei mit dem Gesundheitsministerium abgestimmt.

Der Grundgedanke hinter dem Aufruf ist, dass Personal aus Hotels und Gastronomie in Kliniken und Pflegeeinrichtungen Aufgaben übernimmt, die nicht mit der direkten Patientenbetreuung zu tun haben, beispielsweise das Bettenmachen. So soll das Pflegepersonal entlastet werden und mehr Zeit für die Patienten und Bewohner haben. Hotels und Restaurants sind bereits seit Wochen wegen Corona geschlossen oder bieten nur To-Go-Essen und Trinken an.

«Unser Fachpersonal kann direkt eingesetzt werden», sagt Geppert. Zudem seien viele Beschäftigte aus dem Bereich ohnehin in Kurzarbeit. Die Tätigkeit in den Pflegeeinrichtungen kollidiere damit nicht, betont er. Interessierte können sich über die Plattform pflegepool-bayern.de melden.

Um eingesetzt werden zu können, müssen Interessierte vorübergehend Mitglieder in einer Hilfsorganisation werden. Das Rote Kreuz bietet dazu laut Dehoga kostenlose Mitgliedschaften mit vereinfachtem Beitrittsverfahren an, die nach einem Einsatz automatisch enden. In München stieß die Anfang Dezember gestartete Aktion auf reges Interesse. «Innerhalb weniger Tage haben sich mehr als 100 Menschen gemeldet», sagt Geppert. Neben der Landeshauptstadt gibt es auch in einzelnen Kreisen bereits ähnliche Projekte.


 

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