Für das kulinarische Kino auf der Berlinale ist der letzte Vorhang gefallen

| Gastronomie Gastronomie

Bei der 69. Berlinale im Februar 2019 fand die Sonderreihe Kulinarisches Kino zum 13. und letzten Mal statt (Tageskarte berichtete). 2007 hatte Berlinale-Direktor Dieter Kosslick das Kulinarische Kino ins Leben gerufen und mit dem Kurator Thomas Struck eine Filmreihe zu Genuss und Geschmack sowie Ökologie und Agrikultur entwickelt. 

Unter Mottos wie „In the Food for Love“ oder „A Taste for Balance“ beleuchteten Filme die angenehmen, aber auch die dunklen Seiten des Essens und der Nahrungsmittelproduktion. Die Idee des Kulinarischen Kinos wurde entscheidend von Carlo Petrini und Alice Waters von der Slow Food–Bewegung geprägt. Die Berlinale etablierte als erstes Festival das Format des Kulinarischen Kinos, das inzwischen auch von anderen Festivals adaptiert wurde: Nach den Filmvorführungen wird ein vom Film inspiriertes Menü serviert, das ein Spitzenkoch oder eine Spitzenköchin kreiert und zubereitet hat.

„Ich danke Kurator Thomas Struck für die langjährige und erfolgreiche Arbeit beim Kulinarischen Kino“, sagt der scheidende Berlinale-Direktor Dieter Kosslick. „Die Reihe wurde schnell zu einem Publikumsmagneten beim Berliner und auch beim internationalen Publikum.“

Das Kulinarische Kino war auch die Bühne für prominente Gäste wie Gael García Bernal, Erin Brockovich, Jean Reno, Tilda Swinton und Natalie Portman, für Meister der Kamera wie Michael Ballhaus und Ed Lachmann wie auch für die renommierten Filmemacher Icíar Bollaín, Doris Dörrie, Gianni Di Gregorio, Alex Gibney, Luca Guadagnino, Robert Kenner, Eric Khoo, Diego Luna, Jonathan Nossiter, D.A. Pennebaker, Wang Quan’an, Monika Treut und viele andere mehr.

„In der Küche des Kulinarischen Kinos kochten herausragende internationale Sterne-Chefs, denen ich ebenso herzlich für ihren kreativen kulinarischen Einsatz danken möchte“, so Dieter Kosslick. 36 Köche und Köchinnen aus acht Ländern waren zwischen 2007 und 2019 beim Kulinarischen Kino, darunter Andoni Luis Aduriz, Massimo Bottura, Thomas Bühner, Sven Elverfeld, Sonja Frühsammer, Angela Hartnett, Michael Kempf, Kiko Moya, Tohru Nakamura, Joan, Josep und Jordi Roca, Tim Raue und viele mehr. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Wuppertaler Luisenviertel bietet das Restaurant „Al Moudyaf“ nach Berichten von Talzeit und Bild regelmäßig kostenlose Mahlzeiten für Bedürftige an. Betreiber Ahmad Daoud bewirtet demnach auch Gäste ohne Geld und stellt ihnen eine Speisekarte ohne Preise zur Verfügung.

Bei den Halbfinals des Rudolf Achenbach Preises 2026 sind nach Angaben der Veranstalter insgesamt sechs Nachwuchsköche für das Finale ermittelt worden. Die Wettbewerbe fanden in Düsseldorf, Fulda und Osnabrück statt. Insgesamt 24 Auszubildende nahmen daran teil, nachdem sie zuvor aus mehr als 70 Bewerbern ausgewählt worden waren.

Das Maschseefest 2026 in Hannover startet in diesem Jahr bereits am 22. Juli mit angepassten Öffnungszeiten. Die Veranstalter präsentieren zudem eine neu besetzte Foodmeile mit zusätzlichen kulinarischen Konzepten.

Es darf gezapft und gefeiert werden auf dem Stuttgarter Frühlingsfest. Was macht die große Sause auf dem Cannstatter Wasen in diesem Jahr besonders? Und wann lohnt ein Besuch?

Die Jugendherberge moun10 in Garmisch-Partenkirchen stellt als erstes Haus des bayerischen Landesverbands ihre Verpflegung komplett auf vegetarische Kost um. Die Umstellung ist Teil einer übergeordneten Strategie des Jugendherbergswerks.

Die Münchner Traditionsgaststätte Preysinggarten in München Haidhausen hat vor wenigen Wochen unter neuer Führung wieder eröffnet. Das Restaurant wird nun vom Gastronomieunternehmen Kull & Weinzierl betrieben. Francisco Corcoba und Julian Plochberger verantworten Konzept und Küche.

Mit der Eröffnung des Terminal 1 Pier  stellt der Flughafen München auch ein neues gastronomisches Angebot vor. Nach Angaben des Unternehmens werden im neuen Flugsteig insgesamt fünf Gastronomiekonzepte umgesetzt, die von der Allresto Flughafen München Hotel und Gaststätten GmbH betrieben werden.

Die Rhubarb Hospitality Collection und Unibail-Rodamco-Westfield haben ihre Planungen für zwei Gastronomiebetriebe im Westfield Hamburg-Überseequartier konkretisiert. Das Restaurant Elemente soll am 30. April 2026 eröffnen. Die Dachbar AirBar13 ist laut Mitteilung für einen späteren Zeitpunkt im Jahr 2026 vorgesehen.

Unbekannte haben ein israelisches Restaurant in München angegriffen, Fensterscheiben zerstört und einen Schaden von mehreren Tausend Euro verursacht. Polizei, Justiz und Betreiber gehen von einem antisemitischen Motiv aus, Politiker zeigen sich entsetzt.

Ob gemeinsam Stricken im Kino, Pub-Quiz spielen oder zusammen Lieder schmettern im Stadion - Events mit Gemeinschaftsgefühl sind in Hessen gefragt. Das kommt auch den Veranstaltern zugute.