Gastro-Zombies: Wann ist Zeit zum Aufhören?

| Gastronomie Gastronomie

Die Gewohnheiten der Menschen verändern sich. Doch vielen Gastronomen falle die Neuausrichtung ebenso schwer, wie das Ziehen eines Schlussstrichs, ist NZZ-Kolumnist Wolfgang Fassbender überzeugt. So gebe es in Frankreich, der Schweiz und in Deutschland Restaurants in der Zeitschleife. Es seien „gastronomische Zombies“, die zum Teil durch Finanzspritzen am Leben gehalten werden. 

Wie Fassbender scheibt, sie dies besonders bedauerlich, wenn der Niedergang die echten Könner treffe. Doch die goldenen 80er sind lange vorbei, Foie gras und Alkohol nicht mehr so gern gesehen wie damals. Und die Compliance-Regeln mancher Unternehmen würden es laut Fassbender auch nicht besser machen.

Doch wer sein Leben lang den gleichen kulinarischen Wegen folgte, kann meist nicht einfach auf ein schlankeres Konzept umsteigen. Und da für manche Wirte das eigene Restaurant längst zur Lebensaufgabe geworden sei, ja sogar zum Suchtmittel, sei für sie ein Schlussstrich selbst im Rentenalter unvorstellbar.   


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ein überfülltes Festgelände, Panik - und ganz viel Glück. Die Wiesn ist im vergangenen Jahr womöglich knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Das soll nicht noch mal passieren.

Das „Weihenstephaner am Platzl“ in München ist eröffnet. Pächter und Betreiber des neuen Wirtshauses in den früher von Alfons Schuhbeck genutzten Räumen ist die Wirtsfamilie Zinner.

McDonald's Deutschland und MBRC the ocean haben eine strategische Kooperation gegen wilden Müll besiegelt, die durch datengestützte Sammelaktionen und mobile Einsatzfahrzeuge lokal für saubere Umfelder sorgen soll.

Burgermeister stellt die Geschäftsführung neu auf: Gründer Cebrail Karabelli übernimmt allein, CEO Robert Fügert scheidet aufgrund strategischer Änderungen der Expansionspläne aus. Noch im August hatte das Unternehmen konkrete Pläne für die internationale Expansion kommuniziert.

Ist das klassische Fine Dining am Ende – oder verändert es nur seine Form? Die Schließung von Bruno Verjus’ Pariser Zwei-Sterne-Restaurant hat eine Debatte über Preise, Zugänglichkeit und die Zukunft der Spitzenküche neu entfacht.

Yotam Ottolenghi ist einer der bekanntesten Köche der Welt. In Deutschland wächst die Fangemeinde stetig. Jetzt erschien sein neues Kochbuch - mit einer Grundidee, die nicht nur in der Küche hilft.

In wenigen Tagen stürmen die Massen wieder die Bierzelte auf der Wiesn. Sollen die künftig europaweit vergeben werden? Darum kämpft ein Wirt mit einer ganzen Garde von Anwälten.

Kommendes Wochenende bricht der Ausnahmezustand über München herein. Das 191. Oktoberfest beginnt. Was Besucher wissen sollten über die Zelte, das Bier und die No-Gos.

Vor mehr als 200 Jahren rief König Wilhelm I. von Württemberg nach Missernten und Hunger das Cannstatter Volksfest ins Leben. Schon damals strömten die Menschen zum Wasen - und das wird sich auch in diesem Jahr nicht ändern.

Sechs Münchner Brauereien bieten auf dem Oktoberfest ihr eigenes Festbier an – jedes nach geheimem Spezialrezept gebraut und mit individuellem Geschmack. Und: Das Wiesnbier hat es in sich.