Gastronomen fordern erneut mit leeren Stühlen weitere Krisen-Hilfe

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Gastronomen setzen ihre Corona-Proteste fort. Die Initiative «Leere Stühle» will am Freitag in mehreren Städten im Land auf ihre Lage aufmerksam machen. Unter dem Motto «Wir geben den Löffel ab» fordern Gastronomen unter anderem einen Rettungsschirm mit Zuschüssen des Bundes.

In den Bundesländern dürfen die Betriebe unter strengen Hygienevorgaben spätestens am 22. Mai wieder öffnen. Die Vorgaben führten aber dazu, dass weniger Gäste bedient werden könnten, betont die Branche. Der Umsatz werde viel niedriger sein als normal, die Kosten etwa für die Pacht blieben aber unverändert. Außerdem fordern die Gastrobetriebe, dass die von der Bundesregierung geplante Absenkung der Mehrwertsteuer für Speisen von 19 auf 7 Prozent auch auf Getränke ausgedehnt werden und länger als ein Jahr gelten müsse.

Das Leipziger Traditionslokal «Auerbachs Keller», das dank Goethes «Faust» weltberühmt ist, rechnet für dieses Jahr mit 50 Prozent weniger Umsatz. 1000 Gäste pro Tag seien nötig, um das große Traditionslokal mit 600 Plätzen wirtschaftlich zu betreiben, sagte Geschäftsführer René Stoffregen der Deutschen Presse-Agentur. Dabei habe sein Betrieb dank der Bekanntheit wohl noch bessere Aussichten als andere. «In den nächsten drei Monaten wird sich richtig entscheiden, wer es schafft und wer nicht.» (dpa)


 

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