GastroSuisse: Epidemie-Versicherungen dürfen Leistungen nicht verweigern

| Gastronomie Gastronomie

Epidemie-Versicherungen müssen für die durch das Coronavirus entstandenen Schäden der gastgewerblichen Betriebe aufkommen, das sagt der Verband GastroSuisse in der Schweiz Eine unabhängige Rechtsabklärung bei einer renommierten Anwaltskanzlei habe dies ergeben

Wie in Deutschland weigern sich Versicherungen auch in er Schweiz, Leistungen wegen des Coronavirus auszurichten.  GastroSuisse nennt insbesondere die Versicherungen AXA, Helvetia und Generali. GastroSuisse engagiert sich für die betroffenen Hotels und Restaurants. Der Verband GastroSuisse hatte mit seiner Basler Sektion die Versicherungsanwälte beauftragt, die Versicherungsunterlagen von zwanzig Mitgliedsbetrieben zu überprüfen. Unter den geprüften Versicherungen befinden sich sämtliche namhaften Schweizer Institute.

Als Ergebnis stehe demnach fest, dass die Versicherungen sich ihrer Pflicht nicht entziehen könnten und Leistungen wegen des Coronavirus ausschütten müssen, sofern der Betrieb eine entsprechende Versicherung abgeschlossen habe.

Die Versicherungsbedingungen unterschieden sich von Versicherung zu Versicherung leicht. Besonders negativ aufgefallen seien bislang AXA, Helvetia und Generali, welche sich oftmals weigerten, Leistungen zu erbringen. Sie verwiesen auf das Kleingedruckte und versuchten, die Versicherungsbestimmungen zulasten ihrer Kunden zu interpretieren.

GastroSuisse wird die betroffenen Gesellschaften jetzt zu Verhandlungen auffordern, um eine Lösung für die Branche zu finden. Bis auf weiteres rät GastroSuisse seinen Mitgliedern, keine neuen Versicherungen bei diesen drei Instituten abzuschließen. GastroSuisse erwägt zudem, seinen Mitgliedern allenfalls den Abzug ihrer Portfolios bei der AXA, Helvetia und Generali zu empfehlen. Parallel wurden die Versicherungsanwälte beauftragt, rechtliche Schritte einzuleiten und Musterprozesse zu führen. Vorerst wird GastroSuisse auf die Versicherungsgesellschaften zugehen und versuchen, eine Lösung auf dem Verhandlungsweg zu erzielen. Um die derzeit laufende Abklärung des Ombudsmannes für Versicherungen nicht zu beeinträchtigen, wird GastroSuisse seine Rechtsabklärung erst nach Vorliegen dessen Berichts publizieren.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wenige Wochen vor dem Oktoberfest muss die Stadt München kurzfristig einen neuen Betreiber für die Fläche der Münchner Stubn finden. Nach dem Rückzug von Alexander Egger läuft die Suche unter engem Zeitplan – ein möglicher Nachrücker steht bereits im Fokus.

Ministerpräsident Boris Rhein und DEHOGA Hessen haben in Bensheim die besten Dorfgasthäuser Hessens 2026 ausgezeichnet. Beide hoben die Bedeutung der Betriebe als Treffpunkte, Arbeitgeber und Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens in ländlichen Regionen hervor.

Frittenwerk hat sein 50. Restaurant in Deutschland eröffnet. Der neue Standort im Halle Leipzig The Style Outlets bietet rund 80 Sitzplätze und schafft etwa 20 Arbeitsplätze.

Der Michelin Guide ist erstmals in Neuseeland vertreten und markiert damit den offiziellen Start der Publikation in Ozeanien. Im Zuge der Premiere zeichneten die Inspektoren insgesamt 110 Restaurants in den vier Regionen Auckland, Wellington, Christchurch und Queenstown aus.

Das Regensburger Restaurant Storstad stellt seine kulinarische Führung neu auf. Mit Simone Kubitzek und Hella Eggers übernimmt eine Doppelspitze das Kommando in der Küche.

Ein Forschungsteam der Stanford University hat ein KI-Modell entwickelt, das Burger nach Geschmack, Nachhaltigkeit und Nährwert optimiert. Im Blindtest schnitten einzelne KI-Burger ähnlich gut oder besser ab als ein Big Mac. Ein öffentlich zugängliches Online-Werkzeug steht nun zur Verfügung, das personalisierte Burger-Rezepte erstellen kann.

Die Getränkebestellungen in der Gastronomie verändern sich. Während Kaffee und Bier ihre Spitzenpositionen behaupten, gewinnen Matcha, neue Spritz-Varianten und Premium-Getränke nach einer Auswertung von orderbird an Bedeutung.

Die britische Restaurantkette Loungers erwägt den Schritt auf den deutschen Markt. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben für die zweite Jahreshälfte 2026 die Suche nach einem ersten Standort.

Die Wirtschaftskammer Wien hat die Preisträger der diesjährigen Branchenpreise Goldener Schani und Goldene Jetti bekannt gegeben. Mit diesen Auszeichnungen werden Betriebe gewürdigt, die durch ihre Außenbereiche oder Freizeitkonzepte zur Attraktivität der Stadt beitragen.

Nach einem juristischen Krimi läuft nun der Oktoberfest-Aufbau. Wie auf Münchens größter Baustelle die Wiesn-Mini-Stadt wird – und was München-Besucher wissen müssen.