Glückwünsche von Tim Mälzer & Co.: Thomas Martin feiert 25-jähriges Jubiläum

| Gastronomie Gastronomie

Er zählt nicht nur zu den besten Köchen der Hansestadt, sondern hat ihre kulinarische Landschaft auch ein Vierteiljahrhundert lang mit geprägt: Thomas Martin. Der Spitzenkoch feiert Anfang April sein 25-jähriges Jubiläum als Küchenchef im Hotel Louis C. Jacob. Längst steht Martin nicht nur am Herd, sondern fördert talentierte Jungköche, entwickelt neue Restaurantkonzepte, schreibt Bücher und nutzt Social Media, um Lust auf frische, regionale Küche zu machen. Erst kürzlich wurde er zu einem der wichtigsten Influencer der Koch-Szene gekürt. Was den 55-Jährigen antreibt: „Kochen und damit andere Menschen glücklich machen – das ist für mich ein großes Geschenk.“

Französisch mit norddeutschem Akzent

Thomas Martin steht für zeitgemäß leichte, klassische Küche mit französischem Akzent. Seine Kreativität, Perfektion und Geradlinigkeit brachten ihm 2002 den Titel "Koch des Jahres" des Gault Millau ein. Jahrelang prangten unter Martins Regie erst einer, dann zwei Michelin-Sterne über dem Restaurant Jacob. Seit 2021 führt das Restaurant keine Sterne mehr, Martin widmet sich nun auch übergeordneten Themen im Unternehmen. Unter anderem stellte er Carls Brasserie und Bistro an der Elbphilharmonie neu auf und konzipierte eine Karte, die ganz auf Regionalität setzt. Das neue Konzept kommt so gut an, dass ein Ableger von Carls Brasserie im April im A-ROSA Travemünde als Pop-up-Restaurant eröffnet – zunächst für die Sommersaison.

Auch Jacobs Restaurant spürt Aufwind: Wegen Corona war das Restaurant monatelang geschlossen – inzwischen haben sich Martin und sein Team mit neuen Ideen zurückgemeldet – zur Freude der vielen Stammgäste. Grundlage bleibt die französische Kochkunst, im Mittelpunkt stehen jedoch erstklassige regionale, saisonale und biologisch angebaute Produkte. Aktuell glänzt das Jacobs wieder mit 17 von 20 Punkten im Gault Millau.

Werdegang vom Rhein an die Elbe

In eine Mannheimer Gastronomenfamilie geboren, absolvierte Thomas Martin seine Kochausbildung im Anglo-German Club in Hamburg und perfektionierte sein Können anschließend in den Top-Restaurants der Republik. Seit 1997 prägt Thomas Martin als Küchenchef das Profil des traditionsreichen Jacobs Restaurant hoch über der Elbe. Auch die Weinwirtschaft Kleines Jacob, die ebenfalls zum Hotel Louis C. Jacob gehört, steht unter seiner Regie. Seine Handschrift trägt außerdem Carls Brasserie und Bistro an der Elbphilharmonie. Seinen untrüglichen Qualitätssinn bewies Thomas Martin jahrelang auch als Mitglied im Prüfungsausschuss der IHK Hamburg und beweist diesen immer noch als Stamm-Juror bei der seit Jahren stattfindenden „Küchenschlacht“ im ZDF.

Nicht nur im Beruf, auch zu Hause ist Martin ein Teamplayer: „Meine Frau und ich kochen gerne für Freunde und Familie. Ich konzentriere mich auf die Zubereitung von Fisch oder Fleisch, und sie macht exzellente Dips und Saucen. Meist mache ich danach die Küche sauber.“

Ein großes Fest – und prominente Gratulanten

Am 2. April feiert Martin sein Jubiläum zusammen mit 80 Freunden, Stammgästen und Wegbegleitern mit einem festlichen Gourmetabend, gefolgt von einem Genusswochenende an der Elbe. Zu den Gratulanten zählen Spitzenköche aus ganz Deutschland. „Was für eine Leistung, Wahnsinn!“, lobt Tim Mälzer. „Ich bin unglaublich stolz Teil dieser Hamburger Gastro-Szene zu sein, die du seit 25 Jahren maßgeblich prägst und qualitativ hochhältst.“ Auch Sternekoch Dirk Luther (Alter Meierhof, Glücksburg) ist voll des Lobes: „Deine Leistung verdient meinen größten Respekt. Auf diesem Niveau 25 Jahre lang kochen: damit gehörst du zu den ganz großen Köchen in Deutschland!“ 


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Berliner Kuchel Eck am Ludwigkirchplatz hat wieder geöffnet. Seit Anfang Mai wird die traditionsreiche Eckkneipe von Gastronom Josef Laggner betrieben. Der Gastro-Unternehmer setzt auf die Fortführung der klassischen Eckkneipentradition.

Die Frankfurter Hospitality-Gruppe Cuisyn setzt auf die Übernahme und Weiterentwicklung bestehender Gastronomiebetriebe. Als aktuelles Beispiel nennt das Unternehmen die Integration der Wille Gastronomie Gruppe, durch die die Mitarbeiterzahl auf mehr als 500 gestiegen sei.

Die Berliner Bar Mokka Milch öffnet am 12. Juni nach einer knapp zweiwöchigen Pause erneut ihre Türen. Zuvor hatten technische Probleme und Anpassungen interner Abläufe zu einer vorübergehenden Schließung geführt.

Lorenzo Parrotta aus Ludwigshafen darf sich nun Weltmeister nennen. In Neapel holte sich der Deutsch-Italiener den Titel in der Kategorie Pizza Contemporanea (zeitgenössische Pizza). Dabei backt Parrotta Pizza nur im Nebenberuf. Eigentlich ist er Chemiearbeiter.

Das Kopenhagener Spitzenrestaurant Noma öffnet im August wieder dauerhaft seine Türen, wobei der in der Kritik stehende René Redzepi die Rolle des Kreativ-Direktors übernimmt. Die operative Verantwortung wird an ein neues Führungsteam übertragen.

Burgermeister will noch 2026 in Österreich starten. Geplant sind zunächst drei Restaurants in Wien, langfristig soll ein Netz von mindestens 20 Standorten entstehen.

Big Squadra eröffnet am 12. Juni das Restaurant Pamela am Berliner Gendarmenmarkt. Der neue Standort ist das vierte Restaurant der Gruppe in Deutschland und erweitert das bestehende Portfolio in Berlin.

Eine internationale Verbraucherumfrage im Auftrag von Lightspeed zeigt, dass Restaurantgäste persönliche Aufmerksamkeit und Freundlichkeit höher bewerten als Beratungskompetenz. In Deutschland werden Probleme zudem häufig direkt mit dem Servicepersonal besprochen.

Das Restaurant Noma will im August 2026 wieder in Kopenhagen eröffnen. Gleichzeitig kündigt das Restaurant eine neue Führungsstruktur sowie ein Konzept mit zwölf saisonalen Abschnitten pro Jahr an.

Die Heitlinger Genusswelten haben eine neue Weinbar in Östringen-Tiefenbach eröffnet. Das Konzept setzt auf regionale Produkte, biodynamische Weine und wird im Winter durch eine Brasserie ergänzt.