GoodBytz liefert Container-Küche an US-Militär

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Das Hamburger Unternehmen goodBytz hat mit dem System SAM eine transportable, robotische Küche im Containerformat entwickelt, die für den Einsatz an Orten ohne bestehende Infrastruktur konzipiert ist. Wie das Technologieunternehmen mitteilt, handelt es sich dabei um eine vollständig integrierte Lösung, die eine frische Zubereitung von Speisen in hohen Stückzahlen ermöglicht. Die erste Einheit dieses Typs wird laut Herstellerangaben in Kürze für die U.S. Army in Südkorea in Betrieb genommen.

Hochleistungskochen auf engstem Raum

Im Inneren des Containers befindet sich ein vollautomatisiertes Kochsystem, das für die sogenannte Hochphasen-Mahlzeitenproduktion ausgelegt ist. Nach Angaben von goodBytz verfügt die Anlage über acht Kochfelder und kann bis zu zehn Gerichte gleichzeitig im Produktionsprozess bearbeiten. Insgesamt ist das System in der Lage, bis zu 30 Mahlzeiten vorzubereiten und warmzuhalten. Bei Eintreffen größerer Personengruppen können diese vorbereiteten Speisen innerhalb von fünf bis sieben Minuten ausgegeben werden. Die exakte Geschwindigkeit der Ausgabe variiert dabei je nach Art des Gerichtes und dem gewählten Prozess.

Diese Produktionslogik zielt darauf ab, mehrere Mahlzeiten parallel verfügbar zu machen, um Wartezeiten bei hoher Nachfrage zu minimieren. Im Gegensatz zu klassischen Küchenprozessen, bei denen Bestellungen oft nacheinander abgearbeitet werden, ermöglicht die robotische Steuerung eine zeitgleiche Versorgung ganzer Teams oder Einheiten.

Technische Unabhängigkeit und Logistik

Die Containerlösung ist als sofort einsatzfähiges System konzipiert, das lediglich Anschlüsse für Strom sowie Zu- und Abwasser benötigt. Der Betrieb kann über einen festen Stromanschluss oder einen externen Generator erfolgen. Auch die Wasserversorgung lässt sich flexibel über externe Reservoirs realisieren. Ein integriertes Kühlsystem mit eigenem Aggregat stellt sicher, dass die Zutaten bereits während des Transports kontinuierlich gekühlt werden.

Die Lebensmittel werden in vorbereitetem Zustand angeliefert und über spezielle Zuführungseinheiten, sogenannte Feeder, in das System geleitet. Perspektivisch sieht das Konzept vor, die Zutaten direkt aus versiegelten Folien oder Beuteln zuzuführen. Neben dem Kochmodul umfasst der Container Einheiten für die Lagerung, Reinigung, Klimatisierung und die Ausgabe. Für die Abholung stehen vier Fächer zur Verfügung, wobei zwei digitale Bildschirme die Nutzer durch den Prozess leiten.

Einsatz in anspruchsvollen Umgebungen

Das System basiert auf der Technologie von goodBytz, die für robuste Einsatzumgebungen weiterentwickelt wurde. Zielgruppen für diese mobile Lösung sind neben dem Militär auch Betreiber in der Gemeinschaftsverpflegung, Akteure bei Infrastrukturprojekten sowie Verantwortliche in Regionen mit eingeschränkter gastronomischer Versorgung. „Mit SAM leiten wir ein neues Zeitalter der kritischen Versorgungsinfrastruktur ein und zeigen, dass unsere Technologie selbst unter anspruchsvollsten Bedingungen zuverlässig funktioniert“, sagt Dr. Hendrik Susemihl von goodBytz. Laut Susemihl ist dies der nächste Schritt, um autonome Versorgungssysteme in Bereiche zu bringen, in denen eine schnelle und unabhängige Verpflegung notwendig ist.

Statistische Daten zu regionalen Unterschieden in der Kreuzfahrtgastronomie oder spezifischen Verpflegungsraten bei maritimen Destinationen liegen für dieses spezifische landgebundene Containersystem derzeit nicht vor, doch unterstreicht die Flexibilität der Einheit die zunehmende Bedeutung modularer Versorgungslösungen in der globalen Logistik.


 

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