Gourmet-Diskussionen nach Schwarzwaldstuben-Streichung im Feinschmecker

| Gastronomie Gastronomie

Ohne die Rankings und Restaurantführer sei ein großer Teil des Gourmet-Geschäfts nicht vorstellbar, schreibt die Wirtschaftswoche. Wie wichtig sie seien, erklärt der Redakteur unter anderem am Beispiel Baiersbronn und der Schwarzwaldstube. Denn nach dem Abgang von Harald Wohlfahrt übernahm Thorsten Michel zwar die Löffel – aber nicht die Bewertung im Feinschmecker. Für die Übergangsphase werde die Bewertung ausgesetzt, so die Erklärung der Redaktion. Als Begründung wurden laut Wiwo ein „zähes“ Stück Reh und ein „matschiges“ Krustentier genannt. 

Gastrokritiker Jürgen Dollase kann sich das aber nicht vorstellen: Es scheine schwer vorstellbar, dass sich die Küche derartige handwerkliche Fehler erlaube. Auf seinem Blog fragt Dollase, ob die Feinschmecker-Redaktion womöglich der geliebten Wohlfahrt-Küche nachtrauere und darüber möglicherweise die notwendige Objektivität verliere? Der Text der Autorin in unter „Wiederbesucht“ im Feinschmecker schreibe, weise überdies eklatante Schwächen und Ungenauigkeiten. Außerdem wirft Dollase dem Feinschmecker vor, dass Bei den aktuellen Bewertungen auffalle, dass die Redaktion mit der selbstbewusst auftretenden modernen Küche Berliner Prägung so ihre Schwierigkeiten habe: „Wie perfekt sollen moderne, einfallsreiche Gerichte mit einer ganzen Menge an guten Ideen eigentlich noch sein, bis ein Blatt wie der Feinschmecker einmal beherzt zu hohen oder Höchstnoten greift?“, fragt der Autor.

Die Betreiberfamilie Finkbeiner sieht die Sache laut Wiwo schon gelassener: Sie hätten die Erfahrung und die Geduld, Dinge hinzunehmen, die man nicht ändern könne. Kein anderer Kritiker habe derart schlecht geurteilt. Da es aber in erster Linie um den guten Ruf gehe, seien die Ranglisten so wichtig.

Zurück

Vielleicht auch interessant

ATLANTIC Hotels hat Details zur 20 High Skyline Bar im neuen Atlantic Hotel Frankfurt vorgestellt. Die Bar soll mit der Hoteleröffnung im September 2026 den Betrieb aufnehmen und wird von Mo Kaba geleitet.

Tim Raue eröffnet gemeinsam mit der Heidelberger Bliss-Group ein zeitlich begrenztes Restaurant im ehemaligen Commissary des Patrick-Henry-Village. Das Konzept mit dem Titel Taste of the Dragon umfasst ein Fünf-Gänge-Menü.

Der Aufbau des Oktoberfests läuft auf Hochtouren, der berühmte Paulaner-Turm steht - aber die Kellnerinnen-Parade des Künstlers Emil Kneiß ist kopflos geworden: Eine schwarze Folie verhüllt die Gesichter. Über den Hintergrund herrscht Rätselraten.

Burger King will die in den vergangenen Jahren wegen Pandemie und Inflation aufgeschobene Expansion in Deutschland nun nachholen. «Alle Zeichen stehen auf Wachstum», sagte Deutschland-Chef Andreas Bork zum 50. Jahrestag der Eröffnung des ersten deutschen Burger-King-Restaurants.

Die Landeshauptstadt Hannover zieht nach dem Abschluss des 497. Schützenfestes eine positive Bilanz der zehntägigen Veranstaltung. Nach Angaben der Stadtverwaltung kamen rund 900.000 Besucher auf den Schützenplatz.

Die peruanische Hauptstadt Lima richtet am 4. November erstmals die Verleihung der The World’s 50 Best Restaurants aus. Wie der Veranstalter mitteilt, finde die Preisverleihung damit zum ersten Mal in Südamerika statt.

Für die insolvente Hamburger Gastronomie TamTam hat der vorläufige Insolvenzverwalter die Investorensuche gestartet. Ob und wann der Betrieb wieder aufgenommen wird, hängt nach seinen Angaben von einer erfolgreichen Übernahme ab.

Der frühere Profifußballer Lukas Podolski betreibt schon eine ganze Dönerkette. Auch Schauspieler Frederick Lau plant nun in Berlin einen Dönerladen. Allerdings ganz ohne Fleisch.

Der Betreiber des TamTam im Hamburger Hanseviertel hat Insolvenz beantragt. Der aktuelle Betrieb war erst im Oktober 2025 gestartet. Zuvor hatte das frühere Le Big TamTam im September 2025 geschlossen.

Der Koch Markus Stöckle will im Herbst 2026 ein neues Restaurant in der Zürcher Altstadt eröffnen. Das Lokal entsteht an der Glockengasse 7 im Kreis 1, wo früher das Restaurant Kaiser’s Reblaube ansässig war. Stöckle gehe das Projekt gemeinsam mit seiner Partnerin Elif Oskan an, berichtet der Gastroführer GaultMillau.