Gustoso Gruppe eröffnet erstes Zusje-Restaurant in Deutschland

| Gastronomie Gastronomie

Die niederländische Gastronomie-Marke Zusje hat am vergangenen Wochenende ihr erstes deutsches Lokal in Aachen eröffnet. Der neue Standort am Aachener Markt markiert für das Unternehmen einen strategischen Meilenstein, da es sich gleichzeitig um das 40. Restaurant der Kette handelt. Nach einer über 15-jährigen Präsenz auf dem niederländischen Markt beginnt mit diesem Schritt der offizielle Eintritt in die Bundesrepublik. Die Wahl fiel auf Aachen aufgrund der geografischen Nähe zum Heimatmarkt und der überregionalen Bedeutung der Stadt.

Premiere am Aachener Markt nach 15 Jahren Markthistorie

Bereits am Donnerstagabend fand ein Vorabtermin in dem über 600 Quadratmeter großen Restaurant statt. Zu den knapp 100 geladenen Gästen zählten Vertreter aus Medien, Wirtschaft und Stadtgesellschaft. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde das gastronomische Konzept unter Realbedingungen präsentiert. Den Gästen wurden kleine Speisen in mehreren Runden serviert, um die Abläufe in den Bereichen Kulinarik und Service zu demonstrieren.

Peter Smits, Gründer und Geschäftsführer von Zusje, kommentierte den Marktstart: „Mit Aachen beginnt für uns ein neues Kapitel. Wir haben Zusje in den Niederlanden Schritt für Schritt aufgebaut und freuen uns, dieses besondere Erlebnis nun erstmals nach Deutschland zu bringen. Unser Anspruch ist es, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen zusammenkommen, viele kleine Gerichte probieren und den Moment bewusst genießen.“

Volle Reservierungsbücher zum operativen Start

Laut Unternehmensangaben stößt das Format in Aachen auf erhebliches Interesse. Die ersten Wochenenden nach der Eröffnung sind bereits vollständig ausgebucht. Das Angebot umfasst eine Auswahl aus über 70 kleinen Gerichten, die von den Gästen individuell kombiniert werden können. Pro Bestellrunde werden jeweils zwei Speisen ausgewählt, wodurch die Gäste das Tempo ihres Aufenthalts selbst bestimmen.

Simon Abstreiter, Country Manager Germany von Zusje, sieht darin eine Bestätigung für die Strategie: „Wir haben in den vergangenen Monaten intensiv daran gearbeitet, das Konzept präzise auf den deutschen Markt zu übertragen. Die hohe Nachfrage zeigt, dass Gäste offen für neue gastronomische Formate sind, die Qualität, Vielfalt und Atmosphäre konsequent verbinden. Aachen ist für uns der Startpunkt einer nachhaltigen Entwicklung in Deutschland.“

Entschleunigung als Kernelement des Betriebskonzepts

Das Modell von Zusje, das als Marke der Gustoso Gruppe geführt wird, setzt auf Entschleunigung im Restaurantbesuch. Dies wird unter anderem durch das Innendesign verdeutlicht, bei dem im vorderen Bereich Uhren symbolisch stillstehen. Die Marke, deren Name übersetzt „kleine Schwester“ bedeutet, wurde 2009 in Uden gegründet. Das Prinzip basiert auf Tapas-artigen Gerichten, wobei die Aufenthaltsqualität gegenüber der Abwicklungsgeschwindigkeit im Vordergrund steht.

Expansionspläne für weitere deutsche Standorte

Der Standort in Aachen dient als Ausgangspunkt für die weitere Expansion auf dem deutschen Markt. Das Unternehmen hat angekündigt, bereits zusätzliche Standorte in wirtschaftlich starken Regionen zu prüfen, die eine hohe Affinität zur Gastronomie aufweisen. Ziel ist eine schrittweise Fortführung des Wachstums, das in den Niederlanden in den letzten anderthalb Jahrzehnten vollzogen wurde.
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Frankfurter Zoo haben die Bauarbeiten für ein neues, barrierefreies Zoorestaurant begonnen, das Ende 2027 eröffnen soll. Das zweigeschossige Gebäude entsteht zentral am Spielplatz und wird auch für externe Veranstaltungen nutzbar sein.

Der Guide Michelin ersetzt den bisherigen Grünen Stern durch das neue weltweite Konzept „Mindful Voices“. Das Programm startet am 1. Juni 2026 in Kopenhagen und wird neben der Gastronomie auch die Hotellerie und den Weinbau umfassen.

Casualfood hat am Flughafen Stuttgart mit Goodman & Filippo das vierte Gastronomiekonzept in Betrieb genommen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen erstmals den Zuschlag für insgesamt fünf Flächen am dortigen Flughafen erhalten.

Eine Umfrage unter Wiener Wirten zeigt, dass rund 40 Prozent der Gastronomen Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 live übertragen wollen. Zeitverschiebungen und Sperrstunden-Regelungen schränken die Übertragungen in den Lokalen jedoch ein.

Mit Bierglas in der Hand über kosmische Gammastrahlen und Malaria-Parasiten quatschen? Beim «Pint of Science»-Festival in Berlin ist das ganz normal. Was Gäste dabei sogar über Dating lernen können.

Eine Umfrage von Lightspeed zeigt: Viele Restaurantgäste wünschen sich nachhaltige Angebote, akzeptieren dafür aber nur begrenzte Preisaufschläge. Besonders gefragt sind regionale Produkte und Maßnahmen zur Müllvermeidung.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Thüringen hat an Verbraucher appelliert, beim Besuch im Restaurant oder Biergarten mit Trinkgeld nicht zu knausern. Mit Blick auf den «Welttrinkgeldtag» an diesem Donnerstag solle man nicht in den Sparmodus schalten.

Eine aktuelle Analyse zeigt deutliche regionale Preisunterschiede bei Aperol Spritz in der deutschen Gastronomie. Während der bundesweite Durchschnittspreis im Vergleich zu 2025 um knapp fünf Prozent stieg, zahlen Gäste im Norden und in Essen am meisten.

Die Jeunes Restaurateurs veranstalten eine Benefizveranstaltung auf der Terrasse über dem Kurhaus Baden-Baden. Der Erlös fließt in die JRE-Deutschland Foundation, um Projekte zur Ernährungsbildung von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg zu finanzieren.

Ein US-Franchisenehmer von Pizza Hut fordert mehr als 100 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Hintergrund sind Vorwürfe gegen das KI-System Dragontail, das laut Klage zu Problemen bei Lieferzeiten und Kundenzufriedenheit geführt haben soll.