Helios gibt den offiziellen Startschuss für die Pilotphase des neuen Speisenkonzeptes

| Gastronomie Gastronomie

Bereits im vergangenen Jahr hat der private Krankenhausbetreiber Helios sein neues Speisenkonzept unter dem Namen "Sechs Köche, zwölf Gerichte" vorgestellt und dafür die Spitzenköche Thomas Bühner, Juan Amador, Nils Henkel, Christoph Rüffer und Hendrik Otto sowie Deutschlands jüngste Sterneköchin Maike Menzel verpflichtet. Mit einem ersten Gipfeltreffen der Kochprofis in der vergangenen Woche, hat das Unternehmen nun den offiziellen Startschuss für die Pilotphase gegeben. Die Markteinführung ist für Herbst/Winter geplant.

Bei der Zusammenkunft wurde nicht nur über die Pilotphase und die stufenweise Einführung des Projektes gesprochen, es wurden auch erstmalig die entwickelten Gerichte gemeinsam verkostet. Denn jeder der sechs Protagonisten steht Pate für zwei Gerichte, die Helios seinen Patienten zukünftig als Zusatzoption zu den bereits jetzt neun verfügbaren Speisen anbietet. Insgesamt haben Patienten also schon bald die Möglichkeit, zwischen 21 Gerichten auszuwählen. 

Im Unternehmen selbst ist Helios COO Enrico Jensch als Spiritus Rector verantwortlich für die erfolgreiche Umsetzung des Projektes. "Service Excellence in Krankenhäusern ist in unseren Augen die neue Qualität von morgen. Und zu gutem Service zählt auch gutes Essen. Das neue Speisenkonzept ist für unser Unternehmen also eine konsequente Fortschreibung des hohen qualitativen Anspruchs, den wir schon jetzt für unsere Patienten umsetzen", so Jensch. 

Auf den Teller gebracht werden die Ideen der Spitzenköche von der in Baden-Württemberg ansässigen Hofmann Menü Manufaktur. Das Unternehmen hat in den vergangenen sechs Monaten Hand in Hand mit den Spitzenköchen und Ernährungsberatern von Helios zusammengearbeitet, um die neuen Gerichte in das bestehende Verpflegungskonzept zu integrieren. Beim Treffen in Boxberg-Schweigern gab es nun für alle Partner erstmalig die Gelegenheit, die Gerichte so zu sehen, wie sie zukünftig auch den Patienten präsentiert werden.

Ergebnis des Austauschs: Fast alle Gerichte wurden bereits so gut umgesetzt, dass einer baldigen Markteinführung nichts mehr im Wege steht. Kleinere Anpassungen bezüglich der Mengenverhältnisse einzelner Komponenten, der Würze oder der verwendeten Produkte wurden besprochen, so dass die Gerichte nun entsprechend optimiert werden.

Nach diesem "realen Auftakt" und der Verfeinerung der Speisen ist nun geplant, die neuen Gerichte im Frühjahr/Sommer zunächst als Pilotprojekt auf einzelnen Stationen in zwei bis drei ausgewählten Kliniken an den Start zu bringen. Die dabei gewonnen Erkenntnisse werden dann im zweiten Schritt genutzt, um das Projekt auf mehreren Stationen in verschiedenen Kliniken auszurollen. Sobald auch dort alles reibungslos läuft, erweitert Helios das Angebot bis Ende des Jahres auf alle Stationen und auch die Kantinen. Ziel ist es, die neuen Gerichte jedem zugänglich zu machen, der in einem Helios Krankenhaus arbeitet, dort Patient ist oder einen Patienten besucht.

Die folgenden Gerichte wurden kreiert - Änderungen sind noch möglich:

Thomas Bühner:

  • Heilbutt auf Glasnudeln, Kokos-Chili-Sud
  • Suppe von Belugalinsen, mit Caroodles und Madras Curry

Christoph Rüffer:

  • Rinderfiletmedaillons Esterhazy, Kapern-Senfsauce, Maispolenta
  • Tomaten-Serviettenknödel mit Bayrisch Kraut und Rahmpilzen

Hendrik Otto:

  • Mediterran gedünsteter Schellfisch auf Garnelen-Tomaten-Fümet fruchtig, Staudensellerie, Frühlingslauch, Biaritzpüree mit Zwiebel, Petersilie und krossem Speck
  • Geschmorte Artischocken mit Oliven, Honigtomaten, grünem Spargel, Kartoffelgnocchi, Kräuter-Olivenpesto

Juan Amador:

  • Poulardenbrust, Cocosreis, Mango und Purple Curry Sauce
  • Pfannkuchen mit Waldpilzen und Knoblauch-Zimtsoße

Nils Henkel:

  • Geschmortes Rinderbäckchen, Cranberry-Jus, Kartoffelstampf, Karottengemüse
  • Confierte Aubergine, Falafel, Kichererbsen und grüne Erbsen in Vadouvansud

Maike Menzel:

  • Lammpflanzer`l, gegrillte Aubergine in Tomaten Sugo mit Gemüse Cous-Cous
  • Süßkartoffel Gnocchi, Blauschimmelkäse, Pilze, grüne Erbsen und eine leichte Soße aus Süßkartoffeln

 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Starbucks hat laut Financial Times mit Beratern an einer möglichen Übernahme von Chipotle gearbeitet. Ob bereits ein formelles Angebot vorliegt, ist nicht bekannt; Starbucks verweist auf seinen laufenden Konzernumbau.

Burger King heißt in Australien Hungry Jack’s. Der ungewöhnliche Name geht auf ein Markenproblem aus dem Jahr 1971 zurück. Später eskalierte der Streit zwischen Burger King und seinem australischen Franchisenehmer sogar vor Gericht.

Die Stadt Mainz bleibt bei ihrem Verbot für das Oktoberfest. Daran änderte auch die Vorlage neuer Unterlagen nichts, die der Veranstalter gemeinsam mit dem Gaststättenverband Dehoga am Mittwoch eingereicht hatte.

Tim Raue und der Berliner Unternehmer Nils Hölterhoff starten das Pizza-Konzept "Spizza Pizza" für Flughäfen und Bahnhöfe. Die erste Filiale soll im Dezember am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) eröffnen.

Subway führt ab 2027 ein neues Restaurant- und Markenkonzept in der EMEA-Region ein. „Blueprint“ umfasst neue Restaurantgestaltungen, Bestellwege sowie zusätzliche Angebote für Morgen, Tag und Abend.

Frédéric Prinz von Anhalt blieb mit einer Rechnung von 38.000 Euro allein am Tisch zurück. Was die Frage aufwirft: Muss man wirklich alles zahlen, wenn andere die Zeche prellen? Ein Anwalt klärt auf.

Die Nutzung des Festzeltes ist von der Stadt untersagt worden wegen fehlender Unterlagen. Nun präsentierten Veranstalter und Dehoga Papiere zu Standsicherheit und Brandschutz.

Das Landesumweltamt NRW hat Geruchsmessungen an Holzkohlegrillanlagen in der Gastronomie beauftragt. Ein Forschungsbericht im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht die Emissionen gewerblicher Grills und die Wirksamkeit von Abgasreinigungssystemen.

 

Sechs Köche treten am 16. November in München im Finale von „Koch des Jahres“ an. In fünf Stunden müssen sie ein Drei-Gänge-Menü zubereiten, das anschließend von einer zwölfköpfigen Jury bewertet wird.

Das Posthotel Alexander Herrmann in Wirsberg verändert seine Gastronomie. Im Mittelpunkt stehen das auf 172 Abende begrenzte AURA unchained 172 und die Umwandlung des Bistros „oma & enkel“ in ein fränkisches Wirtshaus.