Hotel Gebhard in Fiss ersetzt Restaurant und Halbpension durch Wohnzimmer für Gäste

| Gastronomie Gastronomie

Das Hotel Gebhard in Fiss hat sein gastronomisches Angebot umgestellt. Seit einem Umbau im Jahr 2022 verzichtet das Haus mit 19 Zimmern auf ein eigenes Abendrestaurant und Halbpension. Stattdessen können Gäste einen gemeinschaftlichen Gastraum nutzen, in dem sie mitgebrachte Speisen verzehren oder regionale Produkte aus Kühlschränken des Hotels auswählen. Nach Angaben von Inhaber Michael Pregenzer reduzierte sich die abendliche Personalbesetzung dadurch von sieben auf eine Person.

Hotel stellt nach Umbau im Jahr 2022 die Halbpension ein

Die Familie Pregenzer entschied sich nach der Corona-Pandemie für die Umstellung ihres gastronomischen Angebots. Das Frühstück wird weiterhin serviert, während das Hotel am Abend keine eigenen Menüs mehr anbietet. An die Stelle des bisherigen Restaurants trat ein gemeinschaftlich genutzter Gastraum, den das Haus als Wohnzimmer für seine Gäste bezeichnet.


Die Branche verändert sich. Verpassen Sie nicht, was wichtig wird.

Neue Gesetze, aktuelle Branchenentwicklungen und wichtige Unternehmensnachrichten: Wer in Hotellerie und Gastronomie auf dem Laufenden bleiben will, sollte Tageskarte im Blick behalten.

Mehr Tageskarte bei Google: Wählen Sie Tageskarte.io als bevorzugte Nachrichtenquelle aus. So können unsere Meldungen künftig häufiger in Ihren Google-Schlagzeilen erscheinen – damit Sie keine wichtigen Entwicklungen verpassen.

→ Jetzt Tageskarte bei Google bevorzugen

Vor der Umstellung verfügte das Restaurant über mehrere Auszeichnungen. Im Falstaff Restaurantguide 2019 erreichte es nach Angaben des Hotels 88 Punkte und zwei Gabeln. Im A la Carte Guide wurde das Restaurant von 2020 bis 2022 mit 77 Punkten geführt.

Mit dem neuen Konzept verzichtet das Hotel auf die bisherigen festen Menüzeiten am Abend. Die Gäste entscheiden selbst, wann und was sie essen möchten.

Gäste bringen eigene Speisen mit oder wählen regionale Produkte

Im Gastraum können Hotelgäste eine Brotzeit aus dem Dorf mitbringen oder beispielsweise eine bestellte Pizza verzehren. Alternativ stehen Kühlschränke mit Speck, Käse und Wurst aus der Region zur Verfügung.

Das Hotel stellt Teller, Gläser, Besteck und eine Spülmaschine bereit. Wein kommt aus dem hauseigenen Keller. Kaffee und Tee stehen nach Angaben des Betriebs ganztägig ohne Aufpreis zur Verfügung.

Inhaber Michael Pregenzer begründet die Entscheidung mit den Wünschen seiner Gäste. „Unsere Gäste wollten abends nicht um sieben Uhr am Tisch sitzen müssen“, erklärt er. „Jetzt sitzen sie trotzdem zusammen, nur ohne Speisekarte.“

Hotel reduziert die abendliche Personalbesetzung von sieben auf eine Person

Mit dem Verzicht auf den bisherigen Restaurantbetrieb veränderte sich auch die Personalbesetzung. Vor der Umstellung waren am Abend sieben Personen im Einsatz, darunter drei im Service, drei in der Küche und eine Aushilfe.

Heute übernimmt nach Angaben des Hauses eine Person die Betreuung am Abend. Zu ihren Aufgaben gehören die Bar, der Wein, die Kühlschränke und die Betreuung der Gäste im gemeinschaftlichen Gastraum.

Auch zur Preisentwicklung macht das Hotel Angaben. Die Zimmerpreise seien inflationsbereinigt auf dem Niveau der Jahre vor der Umstellung geblieben.

Hotel berichtet von positiven Rückmeldungen zum neuen Gastraum

Nach Angaben von Pregenzer wird der gemeinschaftliche Gastraum seit drei Jahren in Gästebewertungen als Grund für einen erneuten Aufenthalt genannt. Gäste beschrieben den Raum als Wohnzimmer, in dem sie Freunde treffen könnten.

Das Hotel Gebhard verfügt über 19 Zimmer und befindet sich seit 1983 im Besitz der Familie Pregenzer. Der Betrieb liegt in Fiss in Tirol und ist sowohl während der Winter- als auch während der Sommersaison geöffnet.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Thomas Kubitza vom Inkognito in Celle erhält den BDT-Discotheken-Unternehmerpreis 2026. Den Innovationspreis vergab der Verband auf seiner Club Convention in München an die Partyreihe „Asian Sensation“

Nobelhart & Schmutzig, Coda und Tim Raue stehen auf den Plätzen 51 bis 100 der The 50 Best Restaurants 2026. Die ersten 50 Plätze werden am 4. November in Lima bekannt gegeben. Alle bereits veröffentlichten Platzierungen im Überblick.

Nach einigem Hin und Her kann das 20. Oktoberfest in Mainz am Freitag beginnen. Die Voraussetzungen für eine sichere und rechtskonforme Nutzung des neuen Zeltes seien erfüllt, teilte die Landeshauptstadt mit.

Eine Heineken-Studie zeigt veränderte Erwartungen junger Erwachsener an Gastronomiebetriebe. Die Daten widersprechen zugleich der verbreiteten Annahme, dass jüngere Menschen sich zunehmend aus dem Nachtleben zurückziehen.

Der Dehoga Bayern hat in München das Forum türkische Gastgeber gegründet. Das Netzwerk soll Unternehmer im Gastgewerbe unterstützen und den Austausch zwischen bayerischen und türkischen Akteuren fördern.

Mitten im Übernahmeprozess durch den Konkurrenten Uber muss der Essenslieferdienst Delivery Hero einen deutlichen Rückschlag einstecken: Die Berliner bekommen für den Verkauf des Taiwan-Geschäfts ihrer Tochter Foodpanda keine Freigabe.

Das Frauennetzwerk Foodservice e. V. hat seinen Vorstand und Beirat neu aufgestellt. Bei der Mitgliederversammlung Anfang Oktober wurden Stephanie Fischer und Katharina Strottner neu in den Vorstand gewählt.

Eine aktuelle Auswertung zeigt höhere Einnahmen über Kartenzahlungen rund um Halloween. Besonders der Lebensmittelhandel sowie Bars und Clubs verzeichneten Zuwächse. Zwischen den untersuchten Städten gab es deutliche Unterschiede.

Gault&Millau hat Philip Rachinger zum „Chef of the Year 2027“ in Österreich gekürt. Bei der Präsentation des neuen Guides wurden außerdem Karl und Rudi Obauer für ihr Lebenswerk geehrt und weitere Preise für Gastronomie, Wein und Hotellerie vergeben.

Nur noch 2,5 statt 4,2 Millionen Besucher auf dem Cannstatter Wasen - die neuen Gästezahlen überraschen die Verantwortlichen. Kann das wirklich sein?