In Weimar dürfen Döner nicht mehr Döner heißen

| Gastronomie Gastronomie

Dönerbudenbetreiber in Weimar dachten bislang, sie würden Döner verkaufen. Stimmt aber nicht: Was da in Thüringen als Imbiss aufgetischt wird sind „Drehspieße im Fladenbrot“, sagen jetzt die Behörden. Warum in Weimar der Döner nicht mehr Döner heißen darf.

Das Problem: Viele Imbisse in der Stadt von Goethe und Schiller bestellen ihr Fleisch bei Großhändlern, die sich nicht exakt an das „Deutsche Lebensmittelbuch“ halten. Durch beigefügte Geschmacksverstärker weicht der Döner in Weimar vom Standard-Döner ab. Das lassen die Behörden aber nicht durchgehen: Wo Döner draufsteht, muss auch Döner drin sein. Deshalb also nun "Drehspieß im Fladenbrot".​ Weimars Dönerbuden-Besitzer in Weimar verstehen die Welt nicht mehr.

Die Kunden störe das nicht. „Alle sagen trotzdem noch Döner“, sagte ein Imbissbetreiber dem MDR. Vielen Verkäufern gefällt der Beschluss allerdings weniger. „Ich finde, es ist nicht gut so, alle deutschen Kunden wissen, es heißt Döner. Und bei jedem Döner muss ich erklären, Drehspieß ist das Gleiche, aber das deutsche Amt sagt, es muss ein Drehspieß sein", sagte der Imbissbudenbesitzer Ramazan dem Sender. 

Laut Gesetz von 1997 darf im Döner nur grob entsehntes Schafs- oder Rindfleisch enthalten sein, der Hackfleisch-Anteil darf 60 Prozent nicht überschreiten. Hinzu kommen Salz, Eier, Gewürze, Öl, Zwiebeln, Milch und Joghurt. Ansonsten dürfen keine weiteren Zutaten hinzugefügt werden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Restaurant Noma will im August 2026 wieder in Kopenhagen eröffnen. Gleichzeitig kündigt das Restaurant eine neue Führungsstruktur sowie ein Konzept mit zwölf saisonalen Abschnitten pro Jahr an.

Die Heitlinger Genusswelten haben eine neue Weinbar in Östringen-Tiefenbach eröffnet. Das Konzept setzt auf regionale Produkte, biodynamische Weine und wird im Winter durch eine Brasserie ergänzt.

Eine aktuelle Befragung im Auftrag von Sodexo untersucht das Essverhalten von Arbeitnehmern in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen eine steigende Preissensitivität beim Mittagessen sowie deutliche Unterschiede in den verschiedenen Alters- und Einkommensgruppen.

Das Wiener Café Schwarzenberg feiert im Juni sein 165-jähriges Bestehen als ältestes Kaffeehaus an der Ringstraße. Der Traditionsbetrieb erweitert aus diesem Anlass sein kulinarisches Angebot um eine eigens kreierte Geburtstagstorte.

Die späten Anstoßzeiten vieler Spiele der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft könnten Kneipen, Bars und Biergärten in Deutschland erheblich zusetzen. Das zeigt eine Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) für die Deutsche Presse-Agentur. 

Der Meisenheimer Hof plant die Eröffnung des neuen Restaurants La Mésange im November 2026 und erweitert zugleich sein Hotelangebot um 14 Zimmer. Zudem wurden Pläne für die Heimatküche und die Winebank Nahe vorgestellt.

Ein bayerischer Gastronom will die ersten frei zugänglichen Schnellrestaurants der US-Kette Taco Bell in Deutschland eröffnen. Pachtverträge für zwei Restaurants in München sind unterschrieben, wie der Unternehmer Christian Lehmann mitteilte.

Wenn Kneipen schließen, fehlen nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Oliviero Angeli wichtige Orte für Austausch und Verständnis. Das hat auch Auswirkungen auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die Supreme Sports Hospitality GmbH übernimmt künftig die gastronomische Versorgung des Musikfestivals World Club Dome in Frankfurt am Main. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde mit der World Club Dome GmbH ein Vertrag über fünf Jahre geschlossen.

Thomas Bühner sucht Mitarbeiter für ein neues Gastronomieprojekt im Münsterland. Der ehemalige Drei-Sterne-Koch kündigt damit eine Rückkehr zu seinen westfälischen Wurzeln an und macht zugleich ein bislang unbekanntes Restaurantvorhaben öffentlich.