Kaufhaus ohne Sternekoch: Engelhorn und Tristan Brandt gehen getrennte Wege

| Gastronomie Gastronomie

Das Modekaufhaus Engelhorn und Tristan Brandt gehen ab 30. Mai 2020 getrennte Wege. Brandt war seit 2013 Chefkoch des OPUS V im Mannheimer Modehaus und zudem Geschäftsführer der Engelhorn Gastro GmbH mit insgesamt fünf Restaurants, drei Bars und einer Chocolaterie. Wie das Unternehmen mitteilte, sei die Trennung im besten gegenseitigen Einvernehmen erfolgt.

„Unser gemeinsamer Weg, an dessen Anfang mein Vater als Visionär und Herr Brandt als aufsteigender junger Koch zusammengefunden haben, geht nun nach fast sieben Jahren zu Ende“, sagt Fabian Engelhorn, CEO und geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens. „Beide haben die Engelhorn Gastronomie unglaublich vorangebracht. Meine Cousins und ich stehen voll hinter dem Konzept, werden darauf aufbauen und Engelhorn als Gourmetstandort weiterentwickeln. Herrn Brandt wünschen wir alles Gute auf seinem neuen Weg und weiterhin viel Erfolg.“

Das OPUS V trägt zwei Sterne, das auf Fisch und Meeresfrüchte spezialisierte le Corange unter Chefkoch Igor Yakushchenko einen Michelin-Stern. Die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin als Chefkoch des OPUS V läuft. „Das OPUS V soll Sternegastronomie bleiben“, hebt Fabian Engelhorn hervor. „Executive Sous Chef Dominik Paul und das Team aus hervorragenden Köchen und Restaurantleiter Adrian Dastig mit seinem Serviceteam, stellen die Qualität auf dem gewohnt sehr hohen Niveau sicher und halten den Betrieb für unsere Gäste in der Zwischenzeit selbstverständlich aufrecht.“ Die Geschäftsführung der Engelhorn Gastro GmbH hat Fabian Engelhorn übernommen.

Der im Juli 2019 verstorbene Vater von Fabian Engelhorn, Richard Engelhorn, hatte sich 2006 einen großen Wunsch erfüllt und mit dem le Corange im Modehaus ein Gourmetrestaurant eröffnet. Im August 2013 ging er einen weiteren Schritt und holte auf Empfehlung von Harald Wohlfahrt den damals 27-jährigen Tristan Brandt nach Mannheim. Bereits im ersten Jahr nach Eröffnung erkochte Brandt den ersten Michelin-Stern. Schon 2016 folgte der zweite Stern. Damit war Tristan Brandt Deutschlands jüngster Zwei-Sterne-Koch.

„Ich werde dem Unternehmen Engelhorn weiter verbunden bleiben und bin sehr dankbar für das Vertrauen, das mir die Geschäftsleitung und insbesondere der leider bereits verstorbene Richard Engelhorn entgegengebracht haben“, sagt Tristan Brandt. „Ich konnte mich als Sternekoch verwirklichen und wichtige Erfahrungen sammeln.“

Wie die Zukunft von Tristan Brandt konkret aussehen wird, ist derzeit noch unklar.
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Evakuierungspläne fehlten, ein Feuerlöscher war nicht markiert: Jahre vor der Silvesterparty-Katastrophe wurden Mängel moniert. Was hat die Gemeinde versäumt?

In Berlin-Kreuzberg verbindet das neue Restaurant Fukagawa das kulinarische Erbe japanischer Ramen-Kultur mit französischer Kochkunst. Unter der Leitung von Leonardo Donati und Felix Thoms entstand ein Fine-Dining-Konzept, das traditionelle Brühen und hochwertige Produkte neu interpretiert.

Der Österreichische Bauernbund fordert eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Lebensmittel in der Gastronomie. Damit sollen Transparenz bei Fleisch, Milch und Eiern geschaffen und die heimischen Landwirtschaftsbetriebe im Wettbewerb gestärkt werden.

Lieferando ruft zur Abstimmung für die jährlichen Awards auf. Neben klassischen Gastronomiebetrieben in 16 nationalen und 50 lokalen Kategorien rücken in diesem Jahr verstärkt Lebensmittelhändler und Floristen in den Fokus.

McDonald’s Deutschland startet im Januar 2026 eine neue Werbeplattform für großformatige Burger. Mit Fokus auf Rohstoffe aus deutscher Erzeugung und zeitlich befristete Rezepturen, wie den Big Gouda, zielt das Unternehmen bis Ende April auf Kunden mit hohem Sättigungsbedarf ab.

Die Brasserie Colette feiert zehnjähriges Bestehen und führt an den Standorten Berlin, München und Konstanz ein neues, flexibleres Speisekartenkonzept ein. Im Fokus stehen individuell zusammenstellbare 4-Gang-Menüs und eine verstärkte Zusammenarbeit mit regionalen Partnern.

60 seconds to napoli spendiert ihrem ältesten Standort in Leipzig eine umfassende Modernisierung. Innerhalb einer dreiwöchigen Umbauphase wird das Restaurant an das aktuelle Markendesign angepasst. Die Wiedereröffnung ist für den 24. Januar 2026 geplant.

Das einst als virtuelle Marke gestartete Pizza-Konzept Milano Vice baut seine physische Präsenz in Berlin weiter aus. Mit der Eröffnung einer neuen Filiale in Moabit besetzt das Unternehmen erstmals einen Standort im Berliner Westen. Der Einzug in den Stadtteil Moabit bringt sogleich den dritten eigenen Store des Unternehmens mit.

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe bietet mit dem digitalen Unterweisungsplaner ein kostenfreies Hilfsmittel an, um Mitarbeiterunterweisungen rechtssicher zu planen und zu dokumentieren. Das Werkzeug soll Betriebe dabei unterstützen, Ausfallzeiten zu minimieren und organisatorische Abläufe in der Arbeitssicherheit zu vereinfachen.

Das weltberühmte Kopenhagener Restaurant Noma gastiert für 16 Wochen in Los Angeles. Für 1.500 US-Dollar bietet das Team um René Redzepi ein exklusives Menü mit regionalen Zutaten an, während die Einnahmen teilweise in soziale Projekte fließen.