Vistaprint und Cornelia Poletto zeichnen wieder Cafés und Restaurants aus

| Gastronomie Gastronomie

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Kleingastronomie in Deutschland bleiben trotz steuerlicher Anpassungen angespannt. Wie das Unternehmen VistaPrint mitteilt, wird vor diesem Hintergrund die Aktion „Lokalhelden gesucht“ in Kooperation mit der Köchin Cornelia Poletto im Jahr 2026 zum zweiten Mal durchgeführt. Das Programm richtet sich gezielt an kleine Betriebe, die durch Preisgelder und Sachleistungen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden sollen.

Wettbewerb für Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern

Die Teilnahme an der Initiative steht Inhabern von gastronomischen Betrieben offen, die in Deutschland ansässig sind und maximal 50 Mitarbeiter in Voll- oder Teilzeit beschäftigen. Laut den Teilnahmebedingungen läuft die Bewerbungsfrist vom 16. März bis zum 12. April 2026. Im Mittelpunkt der Auswahl stehen Kriterien wie die geplante Verwendung der Mittel, der Wille zur Unternehmensentwicklung sowie die soziale Bedeutung des Betriebs für das lokale Umfeld. Nach einer Vorauswahl durch eine Jury entscheiden die Bürger in einer öffentlichen Abstimmung im Internet über den endgültigen Sieger.

Preisgelder und Sachleistungen zur Standortsicherung

Der Hauptgewinner der Aktion erhält ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro. Zusätzlich werden die fünf bestplatzierten Betriebe mit einem Guthaben von jeweils 1.000 Euro für Druckprodukte des Veranstalters unterstützt. Diese Mittel können laut Angaben des Unternehmens für Marketingmaterialien, Beschilderungen oder Arbeitskleidung genutzt werden. Daniel Engelhardt, Marketingleiter bei VistaPrint, erklärt hierzu, dass die finanzielle Unterstützung Investitionen in die Modernisierung der Küchenausstattung, Renovierungen oder eine Neuausrichtung des Markenauftritts ermöglichen soll.

Cornelia Poletto betont in einer Stellungnahme, dass es für kleine Restaurants und Cafés entscheidend sei, trotz knapper Ressourcen ein individuelles Profil zu wahren. Im vergangenen Jahr konnte sich Michael Ammon, Inhaber des mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Gasthauses Jakob im Bayerischen Wald, gegen die Mitbewerber durchsetzen (Tageskarte berichtete).


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Althoff Seehotel Überfahrt schließt die Neugestaltung der Überfahrer Bar ab. Neben einem neuen Designkonzept setzt Barchef Christian Chilla auf eine Mischung aus Klassikern und monatlich wechselnden Eigenkreationen.

Im Terminal 1 des BER hat die neue Bar Adler & Bär eröffnet. Auf 210 Quadratmetern bietet Betreiber Casualfood Klassiker mit regionalem Bezug, die in Form von kleinen Portionen oder Zwischenmahlzeiten serviert werden.

Das Kölner Restaurant NOI sichert sich den Deutschen Gastro-Gründerpreis 2026 auf der Internorga. Das Konzept überzeugt durch die Verbindung von italienischer Tradition, Gemeinschaftsgefühl und effizienter Datenanalyse per KI.

Das frühlingshafte Wetter lockt Menschen in die Eisdielen. Neben neuen Sorten warten dort mancherorts auch erneut gestiegene Preise. Doch es gibt auch Möglichkeiten zum Sparen.

16 Köche kämpfen in der Münchener Allianz Arena um den Einzug in das Finale des „Koch des Jahres“. Der Wettbewerb setzt 2026 auf ein neues Konzept rund um Kindheitserinnerungen und internationale Vielfalt.

Mit der Eröffnung im Mandarin Oriental Conservatorium bringt Yotam Ottolenghi sein Gastronomiekonzept erstmals nach Amsterdam. Das Restaurant setzt auf regionale Produkte, ein pflanzenfokussiertes Menü und ein Design des langjährigen Partners Alex Meitlis.

Wegen Sanierungen im Nassauer Hof zieht das Wiesbadener Sternerestaurant Ente ab März 2026 vorübergehend in das Kloster Eberbach um. Das bewährte Team um Küchenchef Michael Kammermeier bleibt erhalten und setzt künftig verstärkt auf regionale Produkte im historischen Pfortenhaus.

Das Hamburger Start-up goodBytz liefert mit SAM eine vollautomatische Containerküche an die U.S. Army nach Südkorea. Das System ermöglicht die frische Zubereitung von bis zu 30 Mahlzeiten in wenigen Minuten – und das unabhängig von lokaler Kücheninfrastruktur.

Das Noma in Kopenhagen gilt als eines der besten Restaurants der Welt. Doch Ex-Mitarbeiter werfen Chefkoch Redzepi laut «New York Times» Gewalt und Demütigungen vor. Jetzt zieht der Däne Konsequenzen.

Eine Woche vor der offiziellen Vorstellung der vollständigen Restaurantselektion 2026, hat der Guide Michelin die diesjährigen Preisträger des Bib Gourmand für Österreich bekannt gegeben. Wie die Organisation mitteilt, erhalten in diesem Jahr 26 Restaurants die Auszeichnung neu.