Kein Pandemie-Guide: Gusto verschiebt gedruckten Restaurantführer

| Gastronomie Gastronomie

Der kulinarische Reiseführer Gusto bringt in diesem Winter erstmals keinen gedruckten Restaurantführer heraus und verschiebt die Veröffentlichung der Buchausgabe ins Frühjahr 2021. Wie es auf der Webseite heißt, sei die Zeit zwischen den beiden Lockdowns einfach zu kurz gewesen, um „einen Guide 2021 in Buchform herauszubringen, der ja selbstredend möglichst vollständig, in jedem Fall aber kompromisslos sorgfältig recherchiert sein sollte.“

Dabei sei es in diesem Jahr sehr schwer gewesen, überhaupt eine Reservierung zu ergattern, denn durch teilweise stark verkürzte Öffnungszeiten sei es zu einer „Knappheit an Reservierungskapazitäten gekommen“. Gerade für Restaurantführer, die anonym reservieren und testen, eine schwere Arbeitssituation. „Zum anderen hatten viele Häuser – und eben auch solche, die mit relativ hohen Bewertungen zu den besten des Landes zählen – entweder noch gar nicht wieder geöffnet, oder sind erst sehr spät und zögerlich aus der Schließungsphase zurückgekommen“, heißt es auf der Webseite weiter. „Eine solche lückenlos sorgfältige Recherche dürfte in diesem Jahr eigentlich für keinen seriös arbeitenden Guide möglich gewesen sein.“

Ob dies eine Anspielung auf den GaultMillau sein soll, ist unklar. Fakt ist, dass der Gastroführer in diesem Jahr gewohnte Wege ging und mit Thomas Schanz vom Restaurant Schanz sogar den „Koch des Jahres“ gekürt hat. Eine Entscheidung, die die Süddeutsche Zeitung zuletzt heftig kritisiert hatte. Sie sprach von einem „Affront gegen all jene Köche, die zur Krise noch einen Punktabzug serviert bekamen.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Plattform Listflix hat die Verteilung von Dönerläden in deutschen Großstädten für das Jahr 2026 ausgewertet. Dabei zeigt sich eine ungleiche regionale Versorgungsdichte, wenn die Anzahl der Betriebe auf die jeweilige Einwohnerzahl bezogen wird.

Sodexo Deutschland übernimmt die gesamte Gastronomie und das Event-Catering im neuen DKB-Campus Upbeat in Berlin. Die Zusammenarbeit umfasst auf 35.000 Quadratmetern Fläche mehrere Gastronomiebereiche sowie Konferenzservices.

Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben, Cafés und Eissalons in Baden-Württemberg haben im Juni 2026 real 7,2 Prozent weniger umgesetzt als ein Jahr zuvor. Im ersten Halbjahr lagen ihre preisbereinigten Umsätze 5,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Biertreber als Appetizer, Futter nach Geheimrezept: Auf Gut Karlshof leben die Ochsen, die bald auf der Wiesn verspeist werden. Warum einer Sebastian heißt - und wie seine Haut zur Schürze wird.

Frans Zimmer, bekannt unter dem Künstlernamen Alle Farben, tritt beim Festival Chefs in Town 2026 in Düsseldorf mit zwei kulinarischen Formaten an. Gemeinsam mit Florian Conzen und Mike Süsser gestaltet der Musiker ein Restaurant-Takeover sowie ein Angebot am Foodtruck.

Beim Auswärts-Essen kommt am Ende die Rechnung, und viele geben netten Bedienungen dann auch etwas mehr. Das geht nicht nur bar. Verbraucherschützer kritisieren «Design-Tricks» bei digitalen Optionen.

Die Eat Happy Group führt mit Mrs. Yumami eine neue Marke für koreanische Lebensmittel ein. Zum Start kommt Korean Style Fried Chicken in den Sorten Sweet & Spicy und Soy & Garlic in deutsche Supermärkte.

Lufthansa nimmt ab September fünf warme Speisen in das Onboard-Delights-Angebot auf. In der Economy Class können Passagiere unter anderem Currywurst von Dönninghaus und einen Cheeseburger von Hans im Glück vorbestellen.

​​​​​​​Der Kochberuf scheint bei jungen Menschen wieder stärker gefragt zu sein. In Dresden beginnen in diesem Sommer 186 Nachwuchskräfte eine Ausbildung zum Koch oder zur Köchin. Der Beruf gewinnt nach Einschätzung des Tourismusverbandes wieder an Attraktivität.

Feinkost Käfer baut seine Aktivitäten in Japan aus. In Fukuoka hat die erste Käfer Alps Kitchen eröffnet. Das Engagement des Münchner Unternehmens in Japan reicht bis 1992 zurück – und bereits 2016 gab es Pläne für eine eigene Coffee-Shop-Kette.