Kein Pandemie-Guide: Gusto verschiebt gedruckten Restaurantführer

| Gastronomie Gastronomie

Der kulinarische Reiseführer Gusto bringt in diesem Winter erstmals keinen gedruckten Restaurantführer heraus und verschiebt die Veröffentlichung der Buchausgabe ins Frühjahr 2021. Wie es auf der Webseite heißt, sei die Zeit zwischen den beiden Lockdowns einfach zu kurz gewesen, um „einen Guide 2021 in Buchform herauszubringen, der ja selbstredend möglichst vollständig, in jedem Fall aber kompromisslos sorgfältig recherchiert sein sollte.“

Dabei sei es in diesem Jahr sehr schwer gewesen, überhaupt eine Reservierung zu ergattern, denn durch teilweise stark verkürzte Öffnungszeiten sei es zu einer „Knappheit an Reservierungskapazitäten gekommen“. Gerade für Restaurantführer, die anonym reservieren und testen, eine schwere Arbeitssituation. „Zum anderen hatten viele Häuser – und eben auch solche, die mit relativ hohen Bewertungen zu den besten des Landes zählen – entweder noch gar nicht wieder geöffnet, oder sind erst sehr spät und zögerlich aus der Schließungsphase zurückgekommen“, heißt es auf der Webseite weiter. „Eine solche lückenlos sorgfältige Recherche dürfte in diesem Jahr eigentlich für keinen seriös arbeitenden Guide möglich gewesen sein.“

Ob dies eine Anspielung auf den GaultMillau sein soll, ist unklar. Fakt ist, dass der Gastroführer in diesem Jahr gewohnte Wege ging und mit Thomas Schanz vom Restaurant Schanz sogar den „Koch des Jahres“ gekürt hat. Eine Entscheidung, die die Süddeutsche Zeitung zuletzt heftig kritisiert hatte. Sie sprach von einem „Affront gegen all jene Köche, die zur Krise noch einen Punktabzug serviert bekamen.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Yotam Ottolenghi ist einer der bekanntesten Köche der Welt. In Deutschland wächst die Fangemeinde stetig. Jetzt erschien sein neues Kochbuch - mit einer Grundidee, die nicht nur in der Küche hilft.

In wenigen Tagen stürmen die Massen wieder die Bierzelte auf der Wiesn. Sollen die künftig europaweit vergeben werden? Darum kämpft ein Wirt mit einer ganzen Garde von Anwälten.

Kommendes Wochenende bricht der Ausnahmezustand über München herein. Das 191. Oktoberfest beginnt. Was Besucher wissen sollten über die Zelte, das Bier und die No-Gos.

Vor mehr als 200 Jahren rief König Wilhelm I. von Württemberg nach Missernten und Hunger das Cannstatter Volksfest ins Leben. Schon damals strömten die Menschen zum Wasen - und das wird sich auch in diesem Jahr nicht ändern.

Sechs Münchner Brauereien bieten auf dem Oktoberfest ihr eigenes Festbier an – jedes nach geheimem Spezialrezept gebraut und mit individuellem Geschmack. Und: Das Wiesnbier hat es in sich.

Wolt startet in Berlin ein eigenes Catering-Angebot für Firmenkunden und geplante Veranstaltungen. Im Laufe des Jahres 2027 soll Wolt Catering schrittweise auf weitere deutsche Städte ausgeweitet werden.

Die US-amerikanische Bäckereimarke Cinnabon baut ein Franchisesystem in Deutschland auf. Der erste Standort der CB Germany GmbH soll im Oktober 2026 im Limbecker Platz in Essen eröffnen. Weitere Standorte sind bereits vorgesehen.

Die Wiesn naht - und auch die Rettungskräfte sind vorbereitet. Die Sanitätsstation auf dem Festgelände wappnet sich für den Rund-um-die-Uhr-Betrieb. Dabei gibt es in diesem Jahr einige Neuerungen.

Tim Striegel ist der "Aufsteiger des Jahres 2026" von Der Feinschmecker. Der 25-jährige Koch aus dem Restaurant "Das Philippin" in Rutesheim bei Stuttgart setzte sich bei der Leserwahl gegen sechs weitere junge Talente durch.

Deutschland belegt bei den Rahmenbedingungen für Restaurantgründungen im Vergleich von 20 EU-Märkten Rang sieben. Der Restaurant Launch Report des Metro Marktplatzes weist für Deutschland 99,9 Punkte bei Wettbewerb und Immobilien und 36,9 Punkte bei Gründung und Personal aus.