Klinik statt Luxushotel: Gourmetadresse Burg Wernberg macht dicht

| Gastronomie Gastronomie

Nach dem Abgang des damaligen Zwei-Sterne-Kochs Thomas Kellermann im letzten Jahr, kommen jetzt wieder schlechte Nachrichten für Gourmets von der Burg Wernberg. Wie lokale Medien berichten, soll aus dem Hotel eine Klink werden. Damit dürfte auch das „Aus“ für das Restaurant „Kastell“ bevorstehen.

Die Feinschmeckeradresse in der Oberpfalz, in der zuletzt von Kellermann und davor von Christian Jürgens über Jahre zwei Michelin-Sterne erkocht wurden, wird, laut Mittelbayerischer Zeitung, den Hotel- und Restaurantbetrieb bereits Ende Juni aufgeben. Bürgermeister Konrad Kiener bestätigte gegenüber der Mittelbayerischen, dass sich die Nutzung der historischen Gebäude ändern werde. Nach Informationen von Oberpfalz-Medien soll ein Investor einsteigen, der sich mit Privatkliniken bei Stressfolgeerkrankungen befasst.

Pächter des Gebäudes ist auf 99 Jahre das Unternehmen Conrad Electronic, das vor über 21 Jahren 27 Millionen Mark in die Burg investiert und den Ort zu einem Hotel mit Gastronomie ausbaute. Den ersten Stern hatte bereits ein Jahr nach der Eröffnung Jürgen Benker in die Oberpfalz gekocht.

Nach dem Abgang von Thomas Kellermann im Juni 2018 ist Robert Morgan neuer Küchenchef im Restaurant „Kastell“ von Burg Wernberg. Hier setzt der 32-jährige Brite auf eine „kreative und junge Küche, die Spitzenprodukte aus heimischen Wäldern, Wiesen und Seen authentisch in raffinierte Speisen verwandelt“. Das Hotel freute sich noch im November darüber, dass sich das neue gastronomische Konzept gelohnt habe, da man sich knappe sechs Monate nach der Neuausrichtung über „allerbeste Bewertungen“ freue. Im Februar 2019 wurde das Restaurant vom Guide Michelin abgewertet und erhielt keinen Stern.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Umfrage belegt die hohe Relevanz der Gastronomie am Muttertag, wobei über 40 Prozent der Deutschen einen Restaurantbesuch planen. Neben großen Familienfeiern gewinnen Trends wie Solo-Dining und erlebnisorientierte Angebote an Bedeutung.

Die Initiative Gerolsteiner WeinPlaces hat sechs neue Gastronomiebetriebe in ihr bundesweites Netzwerk aufgenommen und fördert künftig zudem die Ausbildung von Nachwuchskräften durch internationale Stipendien.

Unbekannte haben in München ein israelisches Restaurant angegriffen. Inwieweit die Tat einen antisemitischen Hintergrund hat, wird noch geklärt. Die Ermittler gehen «gewissen Anhaltspunkten» nach.

 

Kentucky Fried Chicken verkauft ein neues Gericht, die Dönervariante «Krispy Kebab». Moment mal, das ist doch unser Markenname, sagt eine Dönerkette. KFC betont: «Wir wollen keinen Beef.»

Das Berliner Restaurant Facil feiert sein 25-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsprogramm ab Juli. Neben einem Podcast und speziellen Menüs stehen limitierte Kochkurse und eine Veranstaltung mit ehemaligen Weggefährten im Fokus der Feierlichkeiten.

Ruff's Burger expandiert weiter und übernimmt einen Standort in Bamberg. Ab Mai wird das ehemalige Burgerheart-Lokal unter neuer Flagge und modernisiertem Konzept fortgeführt.

Es darf gezapft und gefeiert werden auf dem Stuttgarter Frühlingsfest. Was macht die große Sause auf dem Cannstatter Wasen in diesem Jahr besonders? Was kostet das Bier? Und wann lohnt sich ein Besuch?

Drei deutsche Gastronomie-Teams kämpfen Ende April in München um den Einzug in das Weltfinale der Copa Jerez. Der Wettbewerb für Sherry-Pairings findet im Rahmen des Halbfinales von Koch des Jahres statt.

Die Unternehmensberatung McKinsey & Company beschreibt in einer aktuellen Analyse mögliche Entwicklungen für die Gastronomie in den kommenden Jahren. Demnach könnten Automatisierung, Künstliche Intelligenz und neue Betriebsmodelle zentrale Veränderungen vorantreiben.

Hans im Glück hat in Mannheim ihr 100. Restaurant eröffnet. Neben der Expansion in vier europäische Länder setzt das Unternehmen mit einem neuen Standort an einer Schweizer Autobahnraststätte erstmals auf ein geändertes Standortformat.