Lieferando Report 2024 - So bestellt Deutschland

| Gastronomie Gastronomie

Was sind die kulinarischen Vorlieben 2024? Der neue Lieferando Report gibt Einblicke in das Bestellverhalten der Konsumenten sowie die Food Trends 2024. Für den diesjährigen Bericht wurden die Bestellungen von rund 16 Millionen Konsumenten bei knapp 38.000 Partnern anonymisiert ausgewertet. Ergänzt werden die Bestelldaten durch Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die Lieferando zusammen mit dem Marktforschungsinstitut YouGov umgesetzt hat, sowie durch Beobachtungen und Kommentaren von Food-Expertin Natalie Grahl, mit der Lieferando für den diesjährigen Lieferando Report zusammenarbeitet.

Während sich Trends oft über einen längeren Zeitraum entwickeln, zeichnen die aktuellen Insights aus dem Bestellverhalten bereits Tendenzen für die kommenden Jahre ab. Der jährliche Lieferando Report verfolgt das Ziel, sowohl langfristige Trends zu beleuchten als auch Einblicke in das aktuelle Bestellverhalten zu bieten.

„Um die Vielfalt des kulinarischen Angebots weiter zu fördern, ist es essentiell, das Wissen über globale Trends und Phänomene sowie lokale Eigenheiten zu teilen. Transparenz fördert Innovation und deshalb freue ich mich über den bereits vierten Lieferando Report“, so Lennard Neubauer, Lieferando-Geschäftsführer.

Achtsam Essen für mehr Wohlbefinden

Self Care ist längst mehr als nur ein Trend – es ist ein Lebensstil, der zunehmend auch auf unsere Essgewohnheiten Einfluss nimmt. Dabei geht es darum, sich selbst etwas Gutes zu tun und achtsam mit dem eigenen Körper umzugehen. So spielt  Achtsamkeit beim Essen für 85 Prozent der Deutschen eine wichtige Rolle. Gesunde Portionen, bewusste Zutatenwahl und Lebensmittel, die Körper und Seele gut tun, stehen im Fokus. 

Burger, Pommes und Schokolade dürfen auf dem Teller bleiben, solange die Balance stimmt. „Wichtig ist, dass man bewusst genießt und das Fast Food etwas darmfreundlicher gestaltet. Zum Beispiel durch den Austausch der Beilagen: Süßkartoffelpommes statt normalen Pommes, Avocadodip statt Mayo oder ein Vollkornbrötchen anstelle eines Weizenbrötchens sind nährstoffreichere Alternativen. Und wie wäre es, statt Beilagen einfach ein doppeltes Patty zu bestellen?", schlägt Grahl vor.

Die einfachste Form der achtsamen Ernährung ist auch der Konsum fleischfreier Alternativen. So enthalten bereits 40 Prozent der Bestellungen in Deutschland bereits vegetarische und 14 Prozent der Bestellungen vegane Produkte. Achtsames Essen bedeutet also nicht Verzicht, sondern das bewusste Auswählen von Zutaten und Alternativen, die unserem Körper gut tun und gleichzeitig Spaß machen – quasi Self Care auf dem Teller.

Echte Zutaten und authentische Gerichte

Immer mehr Menschen setzen auf einfache, regionale und möglichst unverarbeitete Gerichte, bei denen die Herkunft und Inhaltsstoffe der Lebensmittel im Mittelpunkt stehen. Genau das meint der Trend „Transparente Küche“: Frisch, wenig verarbeitet und möglichst bio – das ist das neue Credo. 

Das lässt sich auch in den Lieferando Bestellungen ablesen: Im Vergleich zum Vorjahr wurden hier 37 Prozent mehr Gerichte mit dem Stichwort „Bio“ bestellt. Auch Produkte mit dem Stichwort „frisch“ sind mit 14 Prozent Wachstum im Vergleich zum Vorjahr gefragter denn je. Vor allem Frauen und Personen über 55 Jahre legen Wert auf gesunde, unverarbeitete Zutaten. „Frische, unverarbeitete Zutaten sind der Schlüssel zu mehr Genuss und Wohlbefinden, ohne dabei auf Vielfalt und Geschmack verzichten zu müssen“, erklärt Ernährungsexpertin Natalie Grahl.

Ein Trend, der auch beim Thema Nachhaltigkeit mitmischt, denn durch die Verarbeitung regionaler und saisonaler Lebensmittel werden lokale Produzenten unterstützt, regionale Wirtschaftskreisläufe gefördert und Transportwege gespart.

Ein neuer Lebensstil nach 22 Uhr

Der nachtaktive Lebensstil gewinnt zunehmend an Popularität, sei es aufgrund der sich wandelnden Arbeitswelt oder weil Menschen die Ruhe der Dunkelheit schätzen. Wie so viele Trends hat es seinen Ursprung in den USA und erreicht nun auch Deutschland – inklusive 24-Stunden-Fitnessstudios, Restaurants und Lieferdienste, die rund um die Uhr verfügbar sind.

Dieser Trend verändert das Essverhalten maßgeblich: Feste Mahlzeiten zu festgelegten Zeiten? Schnee von gestern. Das Frühstück wird gern mal übersprungen, und das traditionelle Abendessen verschiebt sich zunehmend Richtung Mitternachtssnack. Ganze 12 Prozent aller Bestellungen über Lieferando werden nach 22 Uhr aufgegeben. Kein Wunder, denn knapp 19 Prozent der Lieferando Partner sind bis 23 Uhr oder später geöffnet. Die beliebtesten Gerichte bei den Nachtgourmets: Cheeseburger, Chickenburger und Pizza Margherita. 

Aber was bedeutet nächtliches Essen für unsere Gesundheit? Ernährungsexpertin Natalie Grahl gibt Entwarnung: „Es ist weniger die Uhrzeit, sondern vielmehr die Struktur unserer Mahlzeiten, die zählt. Zwischen der letzten Mahlzeit und dem Schlafengehen sollten mindestens zwei bis drei Stunden liegen, um dem Körper genug Zeit für die Verdauung zu geben“, rät sie. Außerdem sei es wichtig, zwischen Abendessen und Frühstück eine Pause von 10 bis 12 Stunden einzuhalten, damit sich das Verdauungssystem regenerieren kann. Das bedeutet, dass auch ein spätes Essen um 22 Uhr oder sogar Mitternacht kein Problem ist, solange genug Zeit vor dem Schlafengehen und zum Frühstück bleibt.

Essen wie Podolski, Luciano & Co.

Stars und Influencer sind längst mehr als nur Social-Media-Größen – sie sind auch erfolgreiche Unternehmer, oft im Lebensmittelbereich. Ob Eistees, Energydrinks, Pizzen oder Chicken-Gerichte: Die Idole unserer Zeit bringen ihre eigenen Produkte auf den Markt und Fans folgen diesem Trend begeistert. 

Dieser Trend begeistert nicht nur die jüngeren Generationen: 16 Prozent der Deutschen haben bereits Lebensmittel gekauft, die in Zusammenarbeit mit Prominenten oder Influencer entstanden sind. Besonders beliebt sind diese Produkte bei den 18- bis 24-Jährigen, von denen 33 Prozent bereits zugeschlagen haben. Auch in den Altersgruppen 25-34 Jahre (28 Prozent) und 35-44 Jahre (29 Prozent) ist das Interesse groß.

Ein prominentes Beispiel ist die Pizza-Marke „Happy Slice“ von Knossi und Trymacs. Mit ihrer enormen Reichweite auf YouTube und Twitch vermarkten die beiden Social-Media-Stars ihre Pizza in über 70 Standorte deutschlandweit. Fans können die „Happy Slice“-Pizzen bequem über Lieferando bestellen, was sie auch kräftig tun. So ist die Happy Slice „Mad Margherita“ unter den Top 25 Gerichten, deren Bestellungen am Nachmittag im Vergleich zum Vorjahr am stärksten gewachsen sind. Auch Lukas Podolski ist mit seinem Mangal Döner äußerst erfolgreich und hat sogar den Lieferando Award 2021 für den besten Döner Deutschlands erhalten. 

Diese Verbindungen zwischen kulinarischen Angeboten und Fankultur zeigen, wie stark Stars ihre Communities auch abseits der Bühne begeistern können. Der Trend zu prominenten Food-Marken wird sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln. Promis und Influencer haben erkannt, dass sie ihre Fans nicht nur mit Inhalten, sondern auch mit speziell entwickelten Produkten begeistern können.

Auch Lieferando lebt diesen Trend und treibt ihn weiter voran: Gemeinsam mit dem renommierten Sternekoch Anton Schmaus bringt Lieferando Fine Dining direkt nach Hause. Von Trüffelpasta bis Thunfischtatar – die exklusive Kooperation macht Sterneküche einem breiten Publikum zugänglich und verbindet kulinarische Exzellenz mit modernem Lieferservice.

Altbewährte Lieblinge und neue Trends

An der Spitze der beliebtesten Küchenrichtungen bleibt alles beim Alten. Platz 1 geht erneut an die italienische Küche, dicht gefolgt von den amerikanischen Klassikern auf Platz 2. Die japanische Küche verteidigt ebenfalls ihren Platz auf dem Treppchen und belegt Rang 3. Damit bleibt die Top 3 unverändert zum Vorjahr.

Wenn es um die beliebtesten Gerichte geht, bleibt der Cheeseburger unangefochten an der Spitze – seit dem ersten Report 2021 ist er der Favorit der Deutschen. Gleich dahinter rangiert der Chickenburger auf Platz 2, gefolgt von der Pizza Margherita, die sich mit ihrem klassischen italienischen Flair wieder in die Herzen der Besteller:innen zurückgekämpft hat.

Doch es gibt auch Bewegung in den Rankings: Die türkische Küche erlebt einen echten Höhenflug und erlebt mit ihren aromatischen Köstlichkeiten einen bemerkenswerten Bestellwachstun und gilt damit als Aufsteiger des Jahres. Ebenfalls auf der Überholspur: Koreanisch und – Überraschung! – holländische Gerichte, die sich mit allerlei Frittiertem nach vorne katapultieren.

Was wäre das perfekte Essen ohne die richtige Beilage? In Deutschland heißt es: Pommes auf die Eins. Sie sind und bleiben die unangefochtene Lieblingsbeilage. Aber auch Chicken-Nuggets stehen hoch im Kurs. Und jetzt wird es spannend: Vegane Nuggets erobern immer mehr Herzen und verzeichnet dieses Jahr das höchste Wachstum an Bestellungen in der Kategorie “Beilagen” – ein echter Aufsteiger, der zeigt, dass sich fleischlose Alternativen längst fest etabliert haben! 

Spannend ist auch zu sehen, dass der Dubai-Hype nun auch fest in das Liefergeschäft eingezogen ist. So waren im November bereits mehr als 430 Produkte und Gerichte mit dem Stichwort Dubai” auf Lieferando zu finden. Vom Dubai Donut” über Dubai Churros” bis hin zur Dubai Chocolate Waffel Bowl” begeistert die süße Kombination aus Schokolade, Pistaziencreme und Kadayif längst nicht mehr nur Trendsetter auf TikTok sondern die breite Masse. Am beliebtesten auf Lieferando: Dubai Choc Tiramisu.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Vergabe der begehrten Standplätze auf dem Oktoberfest steht im Fokus einer Debatte in München. Eine Münchner Wirtsfamilie fordert durch ihre Bewerbung auf Brauerei-Standplätze die traditionelle Vergabepraxis heraus, während bereits dementierte Berichte über eine mögliche Einschaltung des Europäischen Gerichtshofs für Aufsehen sorgen.

Der Valentinstag entwickelt sich zunehmend zu einem der wichtigsten Umsatzbringer für die deutsche Gastronomie. Eine aktuelle Studie zeigt für 2026 eine steigende Reservierungsbereitschaft, neue Zielgruppen und klare Erwartungen an Service und Etikette.

Mit „Wir kochen Heimat“ möchte das Nobelhart & Schmutzig Team einen Beitrag zur kulturellen Auseinandersetzung mit dem Heimatbegriff leisten, der im öffentlichen Diskurs häufig (negativ) politisch aufgeladen ist.

Eine aktuelle SumUp-Auswertung zum Jahresstart 2026 belegt eine steigende Besuchsfrequenz in der Gastronomie bei gleichzeitig sinkenden Durchschnittsausgaben. Während digitale Trinkgelder und Kartenzahlungen an Bedeutung gewinnen, zeigen sich die Gäste preisbewusst.

Das Gourmetrestaurant Juwel in Kirschau präsentiert zum 1. April ein überarbeitetes kulinarisches Konzept. Unter der Leitung von Hotelchefin Petra Schumann und Küchenchef Robert Hauptvogel setzt der Betrieb künftig verstärkt auf Nachhaltigkeit, regionale Produkte und eine reduzierte Präsentation.

Alkoholfrei ist kein kurzfristiger Trend mehr, sondern ein stabiler Umsatzbringer für die Gastronomie. Eine neue Umfrage zeigt, warum Gäste auf Alkohol verzichten und weshalb Gastronomen bei der Preisgestaltung und Qualität ihrer alkoholfreien Cocktails umdenken müssen, um nicht als Anbieter überteuerter Limonaden wahrgenommen zu werden.

Beim Sommelier-Cup 2026 des Deutschen Weininstituts in Mainz sicherte sich Anna-Katharina Lemke den Sieg. 23 Fachkräfte stellten in anspruchsvollen Blindverkostungen und theoretischen Prüfungen ihr Fachwissen über deutsche Weine unter Beweis.

Eine neue Studie untersucht das Phänomen der Zechprellerei im Vereinigten Königreich. Die Ergebnisse geben Aufschluss über die demografische Verteilung, die häufigsten Beweggründe der Gäste sowie die anhaltende Problematik von No-Shows.

Die bekannte Food-Creatorin Saliha „Sally“ Özcan eröffnet im März 2026 ihr erstes Café im Europa-Park. Im isländischen Themenbereich erwartet die Besucher ein Angebot aus süßen und herzhaften Spezialitäten sowie rund 90 Sitzplätze im Innen- und Außenbereich.

In der Küche muss es absolut hygienisch zugehen, sonst wird das Gesundheitsamt aufmerksam. Die Oberflächenreinigung der Küche und des Gastraums reicht aber nicht, um Ihren Gästen ein wirklich sympathisches Erlebnis zu bieten. Es gibt noch mehr Punkte und Ecken in jeder Gastronomie, die auf Ordnung und Hygiene angewiesen sind.