Lieferando Report 2025: Smash-Burger und koreanische Küche in Berlin

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Der Essenslieferdienst Lieferando hat seinen Jahresbericht für 2025 veröffentlicht und analysiert darin das Konsumverhalten in der Bundeshauptstadt. Die Daten zeigen eine deutliche Korrelation zwischen Social-Media-Trends und dem tatsächlichen Bestellaufkommen. Insbesondere die koreanische Küche und spezifische Burger-Variationen verzeichneten in Berlin überdurchschnittliche Zuwachsraten.

Markttrends: Kimchi und Smash-Burger im Aufwind

Die kulinarischen Vorlieben der Berliner wurden im vergangenen Jahr stark von viralen Food-Trends beeinflusst. Der sogenannte Smash-Burger entwickelte sich zu einem der gefragtesten Gerichte. Die koreanische Küche verzeichnete in Berlin ein Plus von 315 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während das Bestellaufkommen für Smash-Burger stadtweit um 270 Prozent über dem Vorjahreswert lag. Zu den beliebtesten Einzelgerichten zählten der klassische Cheeseburger sowie spezielle Smash-Burger-Variationen. Im Bereich der Desserts führten Tiramisu, Lava Cake und McFlurry die Statistik an. Neben der koreanischen Kulinarik konnten auch die spanische Küche mit einem Zuwachs von 231 Prozent und die griechische Gastronomie mit einem Plus von 138 Prozent deutlich zulegen. Deutschlandweit zeigte sich zudem ein Trend zur Renaissance klassischer Imbissgerichte, da die Currywurst mit Pommes mehr als doppelt so häufig bestellt wurde wie im Jahr zuvor.

Rekordwerte und Nutzerverhalten in der Hauptstadt

Berlin sticht im nationalen Vergleich durch extreme Einzelwerte hervor. In der Stadt ist ein Nutzerkonto registriert, über das im Jahr 2025 insgesamt 3658 Bestellungen getätigt wurden, was einem Durchschnitt von rund zehn Bestellungen pro Tag entspricht. Der bundesweit auftragsstärkste Tag war der 2. Februar. Auch im Non-Food-Bereich wurden hohe Umsätze erzielt. Die teuerste Berliner Bestellung in diesem Segment wurde bei einem Elektronikfachmarkt in Steglitz aufgegeben und belief sich auf 1580,27 Euro. Im Gastronomie-Bereich wurde der deutschlandweite Rekordwert hingegen in Bochum aufgestellt, wo eine einzelne Bestellung für ein Event Kosten in Höhe von 2591,25 Euro verursachte.

Digitalisierung und KI-Akzeptanz in der Gastronomie

Eine begleitende repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Civey unter mehr als 2.500 Personen gibt Aufschluss über die technologische Offenheit der Konsumenten. Rund 20 Prozent der Befragten zeigen Interesse an KI-basierten Empfehlungsservices. In der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen ist die Akzeptanz für künstliche Intelligenz mit über 33 Prozent am höchsten. Haushalte mit Kindern sind doppelt so offen für KI-Empfehlungen wie kinderlose Haushalte, was bei 32 Prozent liegt. Trotz technologischer Neuerungen bleiben persönliche Empfehlungen von Freunden und Familie für 30 Prozent die wichtigste Orientierungshilfe. Für die jüngere Zielgruppe der 18- bis 29-Jährigen spielen öffentliche Bewertungen mit 56 Prozent die entscheidende Rolle bei der Restaurantwahl.

Diversifizierung: Apotheken- und Supermarktartikel

Lieferando entwickelt sich zunehmend zum allgemeinen On-Demand-Lieferdienst. Die Daten aus dem Non-Food-Segment offenbaren regionale Unterschiede im Kaufverhalten. Während in München Lagerbier zu den Top-Artikeln im Supermarkt-Sortiment gehört, fokussieren sich Berliner Kunden auf Essentials wie Bananen, stilles Wasser und Gurken. Im Bereich der Apotheken-Lieferungen wurden in Berlin primär Nasenspray sowie Schmerzmittel wie Ibuprofen und Paracetamol nachgefragt. Bei Elektronikartikeln stand Druckerpapier an der Spitze der Berliner Bestellungen. Ein signifikanter Anteil der 18- bis 29-Jährigen nutzt den Dienst zudem für den schnellen Bezug von Drogerieartikeln und Intimprodukten, während in der Altersgruppe der über 30-Jährigen die Express-Lieferung von Windeln an Bedeutung gewinnt.


 

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