Das „Marburger Esszimmer“ schließt zum 1. März 2026. Das Restaurant wurde im Jahr 2023 mit dem Fokus auf „Green-Fine-Dining“ eröffnet und bereits drei Monate nach dem Start mit einem Michelin-Stern sowie dem Grünen Michelin-Stern für Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Dennoch führt die mangelnde Auslastung durch das notwendige Fachklientel in der Region nun zum Aus für das Konzept.
Michael Hamann, Vorstand der VILA VITA Marburg SE, betont, dass die Entscheidung nicht leichtgefallen sei. Er erläutert, dass das Projekt inhaltlich und kulinarisch zwar herausragend gewesen sei, man jedoch feststellen musste, dass das Klientel für ein solch spezialisiertes Angebot in Marburg und Umgebung dauerhaft nicht in ausreichendem Maße vorhanden ist. Laut Hamann wäre ein solches Gourmet-Konzept in Metropolen wie Frankfurt, Berlin, Hamburg oder München tragfähig gewesen, am aktuellen Standort fehle jedoch schlichtweg die notwendige Kundschaft.
Anerkennung für das Team um Kathrin und Denis Feix
Die Unternehmensführung stellt klar, dass die Schließung ausdrücklich keine qualitativen oder personellen Gründe hat. Das Ehepaar Kathrin und Denis Feix habe den Betrieb über drei Jahre mit hoher Kreativität und Qualitätsorientierung geprägt. Kathrin Feix war zudem als „Sommelière des Jahres“ geehrt worden.
Hamann verdeutlicht, dass der Michelin-Stern sowie die Resonanz der Stammkundschaft und der Fachpresse eine klare Sprache sprächen. Es handele sich um eine strukturelle und nicht um eine personelle Entscheidung. Die VILA VITA Marburg dankt den Gastronomen für ihren Beitrag zur Profilierung des Standortes.
Zukunft der Räumlichkeiten und strategische Neuausrichtung
Die weitere Verwendung der Gastronomieflächen ist zum jetzigen Zeitpunkt noch ungeklärt. Das Unternehmen prüft derzeit verschiedene neue Konzepte. Man wolle sich bewusst Zeit nehmen, um eine nachhaltige Lösung zu entwickeln, die zum Standort passt. Sobald konkrete Planungen vorliegen, sollen diese kommuniziert werden.
Zukünftig plant VILA VITA Marburg, das gastronomische Portfolio noch stärker an den Bedürfnissen der Region und der Gäste auszurichten. Dabei soll der Anspruch an Kulinarik und Gastgeberkultur erhalten bleiben, jedoch mit einer Positionierung, die eine breitere Marktfähigkeit am Standort Marburg verspricht.













