McDonald’s steigert Umsatz durch Fokus auf preiswerte Menüs

| Gastronomie Gastronomie

Der weltweit größte Gastronomiekonzern McDonald’s hat im vierten Quartal 2025 ein deutliches Wachstum verzeichnet. Maßgeblicher Treiber für diese Entwicklung im US-amerikanischen Heimatmarkt war eine strategische Neuausrichtung auf preisgünstigere Angebote. Damit reagierte das Unternehmen auf die veränderte Kaufkraft von Konsumenten mit geringerem Einkommen, die ihre Besuche in Schnellrestaurants aufgrund der allgemeinen Teuerung zuvor reduziert hatten.

Deutliches Plus beim weltweiten Quartalsumsatz

Im Zeitraum bis zum 31. Dezember 2025 stieg der weltweite Quartalsumsatz des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf sieben Milliarden Dollar. Auf vergleichbarer Basis, also ohne Berücksichtigung von Neueröffnungen, legten die Erlöse global um 5,7 Prozent zu. Damit übertraf McDonald’s die Erwartungen des Marktes, die im Durchschnitt bei einem Plus von 3,9 Prozent gelegen hatten. Der Nettogewinn belief sich im vierten Quartal auf 2,16 Milliarden Dollar, was einer Steigerung von sieben Prozent entspricht.

Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft in den USA. Dort wuchsen die Umsätze auf vergleichbarer Basis um 6,8 Prozent. Im Vorjahreszeitraum hatten noch negative Effekte durch einen Kolibakterien-Ausbruch das Ergebnis belastet. Für das gesamte Geschäftsjahr 2025 meldete das Unternehmen einen systemweiten Umsatz von über 139 Milliarden Dollar, ein Zuwachs von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Deutschland als Wachstumstreiber in Europa

Auch außerhalb der USA verlief das Quartal positiv. In den direkt vom Konzern betriebenen internationalen Märkten stiegen die vergleichbaren Umsätze um 5,2 Prozent. Dabei hob das Unternehmen insbesondere Deutschland neben Großbritannien und Australien als Märkte mit einer führenden positiven Umsatzentwicklung hervor. In den internationalen Lizenzmärkten betrug das Plus 4,5 Prozent, maßgeblich getragen durch die Ergebnisse in Japan.

Strategiewechsel hin zu Erschwinglichkeit

Hinter dem Aufschwung steht eine gezielte Anpassung der Preispolitik. McDonald’s führte in den USA verstärkt Menü-Kombinationen ab einem Preis von fünf Dollar ein. Konzernchef Chris Kempczinski erklärte dazu: „Die Preisführerschaft von McDonald’s zeigt Wirkung. Indem wir unseren Kunden zugehört und gehandelt haben, konnten wir die Besucherzahlen verbessern und unsere Werte bei der Erschwinglichkeit stärken.“

Neben den günstigen Einstiegspreisen trugen auch Marketingmaßnahmen und das Wachstum des Treueprogramms zum Ergebnis bei. Die Anzahl der aktiven Nutzer in den Kundenbindungsprogrammen stieg weltweit auf fast 210 Millionen an. In den insgesamt 70 Märkten mit solchen Programmen erhöhte sich der Umsatz durch Mitglieder um 20 Prozent auf rund 37 Milliarden Dollar im Gesamtjahr.

Trotz der positiven Umsatzentwicklung verbuchte der Konzern im vierten Quartal Vorsteuerbelastungen in Höhe von 80 Millionen Dollar. Diese stehen primär im Zusammenhang mit Umstrukturierungsmaßnahmen zur Modernisierung der Arbeitsabläufe innerhalb der Organisation. Für das Gesamtjahr summierten sich diese Kosten auf 229 Millionen Dollar.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Starbucks hat laut Financial Times mit Beratern an einer möglichen Übernahme von Chipotle gearbeitet. Ob bereits ein formelles Angebot vorliegt, ist nicht bekannt; Starbucks verweist auf seinen laufenden Konzernumbau.

Burger King heißt in Australien Hungry Jack’s. Der ungewöhnliche Name geht auf ein Markenproblem aus dem Jahr 1971 zurück. Später eskalierte der Streit zwischen Burger King und seinem australischen Franchisenehmer sogar vor Gericht.

Die Stadt Mainz bleibt bei ihrem Verbot für das Oktoberfest. Daran änderte auch die Vorlage neuer Unterlagen nichts, die der Veranstalter gemeinsam mit dem Gaststättenverband Dehoga am Mittwoch eingereicht hatte.

Tim Raue und der Berliner Unternehmer Nils Hölterhoff starten das Pizza-Konzept "Spizza Pizza" für Flughäfen und Bahnhöfe. Die erste Filiale soll im Dezember am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) eröffnen.

Subway führt ab 2027 ein neues Restaurant- und Markenkonzept in der EMEA-Region ein. „Blueprint“ umfasst neue Restaurantgestaltungen, Bestellwege sowie zusätzliche Angebote für Morgen, Tag und Abend.

Frédéric Prinz von Anhalt blieb mit einer Rechnung von 38.000 Euro allein am Tisch zurück. Was die Frage aufwirft: Muss man wirklich alles zahlen, wenn andere die Zeche prellen? Ein Anwalt klärt auf.

Die Nutzung des Festzeltes ist von der Stadt untersagt worden wegen fehlender Unterlagen. Nun präsentierten Veranstalter und Dehoga Papiere zu Standsicherheit und Brandschutz.

Das Landesumweltamt NRW hat Geruchsmessungen an Holzkohlegrillanlagen in der Gastronomie beauftragt. Ein Forschungsbericht im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht die Emissionen gewerblicher Grills und die Wirksamkeit von Abgasreinigungssystemen.

 

Sechs Köche treten am 16. November in München im Finale von „Koch des Jahres“ an. In fünf Stunden müssen sie ein Drei-Gänge-Menü zubereiten, das anschließend von einer zwölfköpfigen Jury bewertet wird.

Das Posthotel Alexander Herrmann in Wirsberg verändert seine Gastronomie. Im Mittelpunkt stehen das auf 172 Abende begrenzte AURA unchained 172 und die Umwandlung des Bistros „oma & enkel“ in ein fränkisches Wirtshaus.