Mehr als 200 in Quarantäne: Corona-Ausbruch in Ostfriesland trifft ganzen Landkreis

| Gastronomie Gastronomie

Die zahlreichen Corona-Infektionen nach einer Restaurant-Eröffnung in Ostfriesland haben nach Einschätzung von Landtagsvizepräsidentin Meta Janssen-Kucz große Auswirkungen auf den Landkreis Leer. Wie die Grünen-Politikerin der Zeitung «Neue Presse» sagte, hat die Infektionswelle zu großer Verunsicherung geführt. Inzwischen seien mehr als 200 Menschen in Quarantäne.

«Das bedeutet, dass fast jeder einen Menschen kennt, der sich entweder infiziert hat oder als Verdachtsfall eingestuft wurde», sagte Janssen-Kucz, die ihren Wahlkreis in Ostfriesland hat. «Einzelne Betriebe können nicht mehr arbeiten, eine Gemeindeverwaltung musste vorerst geschlossen werden», sagte sie. Der Landrat sei in Quarantäne und aus Angst vor Infektion und Quarantäne wollten viele kommunale Mandatsträger nicht an politischen Sitzungen teilnehmen.

Die Lockerungen der Corona-Auflagen kamen aus Sicht von Janssen-Kucz zu früh. Demnach hatten die Kommunen häufig nur wenige Tage Zeit, um die Änderungen umzusetzen. «Unter Zeitdruck passieren Fehler, deswegen hätte die Landesregierung die Lockerungen mit Bedacht umsetzen und sich mehr Zeit lassen müssen», sagte sie. Es müsse auch mehr und anders getestet werden. «Es darf nicht länger sein, dass nur bei Symptomen getestet wird.» So würden weitere große Infektionsherde im Land riskiert. Janssen-Kucz forderte, medizinisches, pflegerisches und pädagogisches Personal regelmäßig zu testen.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Umfrage unter 142 Food-Truck-Betreibern zeigt: Die Mehrheit erzielt weniger als 40.000 Euro Jahresgewinn. Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg scheint weniger die Arbeitszeit als vielmehr das gewählte Geschäftsmodell zu sein.

Das Berliner Kuchel Eck am Ludwigkirchplatz hat wieder geöffnet. Seit Anfang Mai wird die traditionsreiche Eckkneipe von Gastronom Josef Laggner betrieben. Der Gastro-Unternehmer setzt auf die Fortführung der klassischen Eckkneipentradition.

Die Frankfurter Hospitality-Gruppe Cuisyn setzt auf die Übernahme und Weiterentwicklung bestehender Gastronomiebetriebe. Als aktuelles Beispiel nennt das Unternehmen die Integration der Wille Gastronomie Gruppe, durch die die Mitarbeiterzahl auf mehr als 500 gestiegen sei.

Die Berliner Bar Mokka Milch öffnet am 12. Juni nach einer knapp zweiwöchigen Pause erneut ihre Türen. Zuvor hatten technische Probleme und Anpassungen interner Abläufe zu einer vorübergehenden Schließung geführt.

Lorenzo Parrotta aus Ludwigshafen darf sich nun Weltmeister nennen. In Neapel holte sich der Deutsch-Italiener den Titel in der Kategorie Pizza Contemporanea (zeitgenössische Pizza). Dabei backt Parrotta Pizza nur im Nebenberuf. Eigentlich ist er Chemiearbeiter.

Das Kopenhagener Spitzenrestaurant Noma öffnet im August wieder dauerhaft seine Türen, wobei der in der Kritik stehende René Redzepi die Rolle des Kreativ-Direktors übernimmt. Die operative Verantwortung wird an ein neues Führungsteam übertragen.

Burgermeister will noch 2026 in Österreich starten. Geplant sind zunächst drei Restaurants in Wien, langfristig soll ein Netz von mindestens 20 Standorten entstehen.

Big Squadra eröffnet am 12. Juni das Restaurant Pamela am Berliner Gendarmenmarkt. Der neue Standort ist das vierte Restaurant der Gruppe in Deutschland und erweitert das bestehende Portfolio in Berlin.

Eine internationale Verbraucherumfrage im Auftrag von Lightspeed zeigt, dass Restaurantgäste persönliche Aufmerksamkeit und Freundlichkeit höher bewerten als Beratungskompetenz. In Deutschland werden Probleme zudem häufig direkt mit dem Servicepersonal besprochen.

Das Restaurant Noma will im August 2026 wieder in Kopenhagen eröffnen. Gleichzeitig kündigt das Restaurant eine neue Führungsstruktur sowie ein Konzept mit zwölf saisonalen Abschnitten pro Jahr an.