Mehr als 200 in Quarantäne: Corona-Ausbruch in Ostfriesland trifft ganzen Landkreis

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Die zahlreichen Corona-Infektionen nach einer Restaurant-Eröffnung in Ostfriesland haben nach Einschätzung von Landtagsvizepräsidentin Meta Janssen-Kucz große Auswirkungen auf den Landkreis Leer. Wie die Grünen-Politikerin der Zeitung «Neue Presse» sagte, hat die Infektionswelle zu großer Verunsicherung geführt. Inzwischen seien mehr als 200 Menschen in Quarantäne.

«Das bedeutet, dass fast jeder einen Menschen kennt, der sich entweder infiziert hat oder als Verdachtsfall eingestuft wurde», sagte Janssen-Kucz, die ihren Wahlkreis in Ostfriesland hat. «Einzelne Betriebe können nicht mehr arbeiten, eine Gemeindeverwaltung musste vorerst geschlossen werden», sagte sie. Der Landrat sei in Quarantäne und aus Angst vor Infektion und Quarantäne wollten viele kommunale Mandatsträger nicht an politischen Sitzungen teilnehmen.

Die Lockerungen der Corona-Auflagen kamen aus Sicht von Janssen-Kucz zu früh. Demnach hatten die Kommunen häufig nur wenige Tage Zeit, um die Änderungen umzusetzen. «Unter Zeitdruck passieren Fehler, deswegen hätte die Landesregierung die Lockerungen mit Bedacht umsetzen und sich mehr Zeit lassen müssen», sagte sie. Es müsse auch mehr und anders getestet werden. «Es darf nicht länger sein, dass nur bei Symptomen getestet wird.» So würden weitere große Infektionsherde im Land riskiert. Janssen-Kucz forderte, medizinisches, pflegerisches und pädagogisches Personal regelmäßig zu testen.

(dpa)


 

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