Michelin Guide Österreich 2026: 101 Sterne-Restaurants im zweiten Jahr

| Gastronomie Gastronomie

Der Guide Michelin hat am 18. März 2026 seine neue Restaurantauswahl für Österreich veröffentlicht und listet landesweit insgesamt 101 Sterne-Betriebe. Wie der Guide mitteilt, umfasst die Selektion im zweiten Jahr der bundesweiten Betrachtung zwei Häuser in der Drei-Sterne-Kategorie, 19 Restaurants mit zwei Sternen und 80 Betriebe mit einem Stern. Neben den klassischen Sternen wurden 61 Adressen mit dem Bib Gourmand für ein vorteilhaftes Preis-Leistungs-Verhältnis sowie 41 Grüne Sterne für Nachhaltigkeit vergeben.

Bestätigung der Wiener Doppelspitze

An der Spitze der österreichischen Gastronomie stehen weiterhin zwei Betriebe in Wien. Laut der Mitteilung bestätigten das Steirereck im Stadtpark sowie das Restaurant Amador ihre Auszeichnung mit drei Sternen. Die Inspektoren begründen die Bewertung beim Steirereck mit Kreationen, die regionale Produkte ins Zentrum stellen, während beim Amador die Balance einer modern-kreativen Küche hervorgehoben wird.

Aufwertung in der Steiermark

In der Kategorie der Zwei-Sterne-Restaurants verzeichnet die Auswahl 19 Betriebe, wobei ein Aufsteiger neu in diese Klasse aufgenommen wurde. Das Restaurant Die Weinbank in Ehrenhausen in der Steiermark steigerte sich von einem auf zwei Sterne. Nach Angaben des Guide Michelin überzeugte Küchenchef Gerhard Fuchs durch eine klare Linie und geschmackliche Tiefe ohne unnötige Details. Der mitverantwortliche Sommelier Christian Zach erhielt zudem eine persönliche Auszeichnung für seine Weinexpertise.

Dynamik bei den Ein-Stern-Häusern

Die Gruppe der Ein-Stern-Restaurants wuchs auf insgesamt 80 Betriebe an, darunter befinden sich 22 Neuzugänge. Diese verteilen sich über das gesamte Bundesgebiet. Als Beispiele nennt der Bericht das Ansitz 12 in Lienz, das RAR Fine Dining in Maria Alm sowie das Zimmerl in Waidhofen an der Thaya. In Wien erhielt unter anderem das vegane Restaurant JOLA einen Stern. Eine besondere Erwähnung fand die Genießerei am Markt in Graz, die als „Opening of the year“ tituliert wurde und direkt den ersten Stern erhielt.

Fokus auf Nachhaltigkeit und Sonderpreise

Der Bereich der Nachhaltigkeit wird im Guide durch den Grünen Stern abgebildet, der dieses Jahr an 41 Restaurants vergeben wurde. Acht Betriebe erhielten diese Auszeichnung neu, darunter das KABUFF in Graz, das Gut Oberstockstall in Kirchberg am Wagram sowie das TIAN Bistro am Spittelberg in Wien. Diese Auszeichnung wird laut Michelin an Gastronomen vergeben, die einen respektvollen Umgang mit Ressourcen und eine transparente Information der Gäste pflegen.

Zusätzlich zu den Restaurantbewertungen wurden drei Special Awards für besondere individuelle Leistungen verliehen. Den Service Award erhielt Monika Müller vom Restaurant Die Forelle in Weissensee. Als bester Nachwuchskoch wurde Sebastian Stock vom Restaurant Bergfried – Chef’s Table in Tux mit dem Young Chef Award geehrt. Den Sommelier Award sicherte sich Christian Zach von der Weinbank. Laut Gwendal Poullennec, Internationaler Direktor des Guide Michelin, zeichnet sich die aktuelle Selektion durch eine hohe Dichte an familiengeführten Betrieben und eine starke Fokussierung auf regionale Produkte aus.

Gesamtumfang der Selektion

Insgesamt empfiehlt der Guide Michelin 2026 in Österreich 420 Restaurants. Neben den Sterne-Betrieben und den Bib-Gourmand-Adressen umfasst die Liste zahlreiche weitere Empfehlungen ohne spezifisches Prädikat. Der Guide fungiert zudem als Auswahlmedium für Hotels, wobei besonders hervorhebenswerte Unterkünfte seit kurzem mit dem sogenannten Michelin Key markiert werden. Die vollständige Liste der ausgezeichneten Gastronomiebetriebe ist über die digitalen Kanäle des Herausgebers zugänglich.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

In Sachsen-Anhalts Kleinstädten hat mehr als jede dritte Kneipe seit 2010 dicht gemacht. Das das soziale Leben vor Ort leide darunter, kritisiert die Linken-Fraktion im Landtag.

In Köln trafen sich die besten Nachwuchstalente zum 16. Teamcup der Systemgastronomie. In einem simulierten Betriebsszenario kämpften 27 Teams um den Sieg und bewiesen Fachwissen von der Inventur bis zur Produktentwicklung.

Rund eine Woche nach dem Start eines Bürgerbegehrens für ihre Zulassung zum Oktoberfest, hat die Giesinger Brauerei mehr als 5.000 Unterschriften gesammelt. Ziel ist die Erzwingung eines Bürgerentscheids über die Zulassung.

«Redo» hat es mit seinen XXL-Restaurants zu lokaler Berühmtheit gebracht. Seit einiger Zeit startet der Gastronom als Influencer durch. Über einen Nimmermüden mit einem bescheidenen Traum.

Mit Tim Mälzer und Lukas Mraz bewirbt WienTourismus die kulinarische Vielfalt der österreichischen Hauptstadt. Die Kampagne ist Vorbote für das Themenjahr 2026 und rückt sowohl die klassische Wirtshauskultur als auch die Sterne-Gastronomie in den Fokus.

Sternekoch Alexander Herrmann startet im Wirsberger Bistro „Oma & Enkel“ das Projekt „Knallhart Oma“. Neun Großmütter aus Oberfranken bringen ihre Originalrezepte ohne gastronomische Veränderung auf die Speisekarte des Posthotels – den Auftakt macht Stockfisch aus dem Landkreis Hof.

Auf der Internorga 2026 kämpfen 18 junge Kochtalente um den zehnten Next Chef Award. Unter den Augen einer prominenten Jury um Johann Lafer und Tim Mälzer messen sich die Teilnehmer in der Hamburger Messehalle. Dem Gewinner winken ein eigenes Kochbuch und eine Kooperation mit der Lufthansa.

Pressemitteilung

Mit innovativen Produktkonzepten, modularen Systemlösungen und einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit entwickelt Sander das Sortiment konsequent entlang der Anforderungen von Hotellerie, Gastronomie und Eventcatering weiter. Ob flexible Baukasten- und 2-in-1-Konzepte, ressourcenschonende Refill-Lösungen, kreative Dessert- und Garnierkomponenten oder zeitgemäße vegane und internationale Trendgerichte – alle Neuheiten sind darauf ausgelegt, kreative Freiheit, Prozesssicherheit und wirtschaftliches Arbeiten im gastronomischen Alltag optimal zu verbinden.

Inhaberwechsel in der Hamburger Hafencity: Sternekoch Kevin Fehling gibt seine Puzzle Bar ab. Wie Fehling über soziale Medien mitteilte, wechselt das Objekt mit sofortiger Wirkung in die Hände eines neuen Besitzers. Der Gastronom Kristian Zrno übernimmt die Bar.

Sechs Plätze am Wiesn-Tisch für 1.729 Euro? Ein Gericht bremst Online-Händler und soll Wiesn-Fans vor Abzocke schützen. Doch endgültig gestoppt scheint der Verkauf überteuerter Wiesn-Plätze nicht.