Michelin Guide Tokyo 2025: Sézanne neues Drei-Sterne-Restaurant

| Gastronomie Gastronomie

Die 18. Ausgabe des Michelin Guide Tokyo ist veröffentlicht, und die japanische Hauptstadt darf sich über zahlreiche kulinarische Auszeichnungen freuen. Die Liste der mit Michelin-Sternen geehrten Restaurants verzeichnet dieses Jahr beeindruckende Neuzugänge, darunter das renommierte Restaurant Sézanne, das erstmals die Höchstwertung von drei Sternen erhält. Insgesamt wurden in diesem Jahr 507 Restaurants ausgezeichnet, davon 170 mit einem oder mehreren Sternen und 110 mit dem Bib Gourmand für exzellente und preiswerte Küche. Die Vielfalt der ausgewählten Restaurants deckt dabei 34 verschiedene Küchenstile ab.

Sézanne erhält drei Sterne

Im Herzen Tokios, im Chiyoda-Viertel, befindet sich das Sézanne, das im Four Seasons Hotel Marunouchi Tokyo beheimatet ist. Küchenchef Daniel Calvert kombiniert in diesem eleganten Restaurant französische Kochkunst mit einem modernen Ansatz und subtilen japanischen Einflüssen. Nach Auszeichnungen mit einem Stern im Jahr 2022 und zwei Sternen im Jahr 2023 erlangt das Sézanne dieses Jahr drei Sterne. Mit der Aufnahme des Sézanne gibt es nun zwölf Drei-Sterne-Restaurants in Tokio.

Tempura Motoyoshi wird mit zwei Sternen ausgezeichnet

Tempura Motoyoshi unter der Leitung von Küchenchef Kazuhito Motoyoshi hebt die japanische Tempura-Kunst auf ein neues Niveau. Die leichten, knusprigen und aromatischen Tempura-Gerichte zeichnen sich durch exzellente Technik und Präzision aus. Der Küchenchef präsentiert die Speisen direkt am Tresen, was das Erlebnis für die Gäste intensiviert. Die innovative Herangehensweise und die gekonnte Inszenierung machen Tempura Motoyoshi zu einem unverwechselbaren Ort für Liebhaber japanischer Frittierspezialitäten. Die diesjährige Ausgabe des Guides verzeichnet damit insgesamt 26 Zwei-Sterne-Restaurants in Tokio.

13 neue Ein-Sterne-Restaurants gekürt

Der Michelin Guide 2025 erweitert sein Angebot an Ein-Sterne-Restaurants um 13 Neuzugänge. Drei dieser Restaurants wurden aus den bestehenden Empfehlungen befördert, darunter Primo Passo, ein italienisches Restaurant mit japanischen Einflüssen; Yakitori Takahashi, das auf perfekt gegrillte Yakitori-Spieße spezialisiert ist; und Héritage by Kei Kobayashi, das französische Haute Cuisine mit modernem Touch bietet. Zehn weitere Lokale wurden erstmals in den Guide aufgenommen, darunter das Dessert-Restaurant Yama, das mit kunstvoll zubereiteten Desserts aus regionalen Früchten beeindruckt. Besonders hervorzuheben ist, dass Yama als erstes reines Dessert-Restaurant in den Michelin Guide Tokyo aufgenommen wurde.

Die kulinarische Vielfalt reicht von japanischer Küche, wie dem Thunfisch-Sushi bei Sanosushi und traditionellen Gerichten in Kappo Muroi und Higashiyama Muku, bis hin zu moderner französischer Küche, die oft japanische Zutaten einbindet. Zu den herausragenden neuen französischen Ein-Sterne-Restaurants gehören Cycle by Mauro Colagreco, apothéose, hortensia und Saucer. Das Restaurant Hakunei zeigt die Verschmelzung französischer und japanischer Küchenstile und erhält dafür ebenfalls einen Stern.

Besonders umweltfreundliche Konzepte werden mit dem Michelin Green Star geehrt, der dieses Jahr an das Restaurant Daigo verliehen wird. Darüber hinaus vergab Michelin drei Sonderpreise für herausragende Leistungen in der Gastronomie: den Michelin Mentor Chef Award, den Michelin Service Award und erstmalig den Michelin Sommelier Award, der die Kunst des Sommeliers in den Fokus rückt.

Michelin Sommelier Award

Der diesjährige Michelin Guide Tokyo zeichnet nicht nur kulinarische Höchstleistungen, sondern auch außergewöhnlichen Service aus. Erstmals wurde in Japan der Sommelier Award verliehen, den Eiji Wakabayashi, Generaldirektor und Chef-Sommelier des Zwei-Sterne-Restaurants ESqUISSE, erhielt. Wakabayashi, der in Japan und Frankreich umfassende Erfahrung gesammelt hat, engagiert sich intensiv für die Weinkultur in Japan. Neben seiner Arbeit im Restaurant unterrichtet er an Weinschulen, schreibt Fachartikel und tritt im Fernsehen auf, um die Kunst der Weinbegleitung einem breiteren Publikum nahezubringen.

Zusätzlich ging der Michelin Service Award an Rie Yasui, die General Managerin des neu mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Restaurants Cycle by Mauro Colagreco. Als Restaurantleiterin und Sommelière arbeitet Yasui eng mit dem Chefkoch zusammen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wer in die Tiefen der Kochkunst eindringen möchte, wird in Dresden unterirdisch fündig. Zwei Stockwerke geht es im Keller der Sächsischen Landesbibliothek - Universitäts- und Staatsbibliothek (SLUB) - abwärts, bevor sich eine kulinarische Welt der besonderen Art öffnet.

Eine Umfrage unter 142 Food-Truck-Betreibern zeigt: Die Mehrheit erzielt weniger als 40.000 Euro Jahresgewinn. Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg scheint weniger die Arbeitszeit als vielmehr das gewählte Geschäftsmodell zu sein.

Das Berliner Kuchel Eck am Ludwigkirchplatz hat wieder geöffnet. Seit Anfang Mai wird die traditionsreiche Eckkneipe von Gastronom Josef Laggner betrieben. Der Gastro-Unternehmer setzt auf die Fortführung der klassischen Eckkneipentradition.

Die Frankfurter Hospitality-Gruppe Cuisyn setzt auf die Übernahme und Weiterentwicklung bestehender Gastronomiebetriebe. Als aktuelles Beispiel nennt das Unternehmen die Integration der Wille Gastronomie Gruppe, durch die die Mitarbeiterzahl auf mehr als 500 gestiegen sei.

Die Berliner Bar Mokka Milch öffnet am 12. Juni nach einer knapp zweiwöchigen Pause erneut ihre Türen. Zuvor hatten technische Probleme und Anpassungen interner Abläufe zu einer vorübergehenden Schließung geführt.

Lorenzo Parrotta aus Ludwigshafen darf sich nun Weltmeister nennen. In Neapel holte sich der Deutsch-Italiener den Titel in der Kategorie Pizza Contemporanea (zeitgenössische Pizza). Dabei backt Parrotta Pizza nur im Nebenberuf. Eigentlich ist er Chemiearbeiter.

Das Kopenhagener Spitzenrestaurant Noma öffnet im August wieder dauerhaft seine Türen, wobei der in der Kritik stehende René Redzepi die Rolle des Kreativ-Direktors übernimmt. Die operative Verantwortung wird an ein neues Führungsteam übertragen.

Burgermeister will noch 2026 in Österreich starten. Geplant sind zunächst drei Restaurants in Wien, langfristig soll ein Netz von mindestens 20 Standorten entstehen.

Big Squadra eröffnet am 12. Juni das Restaurant Pamela am Berliner Gendarmenmarkt. Der neue Standort ist das vierte Restaurant der Gruppe in Deutschland und erweitert das bestehende Portfolio in Berlin.

Eine internationale Verbraucherumfrage im Auftrag von Lightspeed zeigt, dass Restaurantgäste persönliche Aufmerksamkeit und Freundlichkeit höher bewerten als Beratungskompetenz. In Deutschland werden Probleme zudem häufig direkt mit dem Servicepersonal besprochen.