Museumsleiter will Steuer für Streetfood-Verkäufer in Florenz

| Gastronomie Gastronomie

Während in Italiens Kunststädten die Touristen zurückkehren, sorgt einer der wichtigsten Museumsleiter des Landes mit der Forderung nach einer Art Sandwich-Steuer für Wirbel. «Öl von Paninis und Ketchup machen sich nicht gut auf dem Pflaster», sagte der deutsche Direktor der Uffizien in Florenz, Eike Schmidt, der Zeitung «La Nazione».

Es sei für ihn daher richtig, eine Zusatzsteuer für Streetfood-Verkäufer einzuführen, die keine Sitzplätze für ihre Kunden bereitstellen - da sie diese zwängen, auf der Straße zu essen. Das bereite der Gemeinde Kosten für die Reinigung, erklärte Schmidt in dem Interview. In den Uffizien wird nach seinen Worten mindestens zweimal täglich geputzt, ansonsten blieben Flecken.

Die Stadt Florenz teilte am Donnerstag auf Nachfrage mit, sie sei nicht befugt, eine Steuer einzuführen, sondern nur der nationale Gesetzgeber. Der Bürgermeister wolle den Vorschlag nicht kommentieren, hieß es weiter aus der Pressestelle.

Die Idee sei absurd, zitierte die Zeitung «La Repubblica» einen Vertreter des Verbands für Kleinunternehmen. Der Verband für Unternehmen der Handels- und Tourismusbranche sah die Verantwortung bei der Stadt Florenz, Flächen für den Street-Food-Verzehr bereitzustellen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Bayerische Oberste Landesgericht hat die Vergabe der Festzelte Paulaner und Schottenhamel für das Oktoberfest 2026 bestätigt. Ein Wirt hatte eine europaweite Ausschreibung gefordert.

Vier Gastronomiebetriebe haben das Finale der Uber Eats Awards 2026 erreicht und treten am 26. Oktober 2026 in Berlin gegeneinander an. Eine Jury um Tim Raue entscheidet über die Vergabe von insgesamt 55.000 Euro Preisgeld.

Der Leaders Club Deutschland besteht seit 25 Jahren und zählt inzwischen mehr als 450 Mitglieder aus über 230 Unternehmen. Das Jubiläum wird am 13. November 2026 im Rahmen des Leaders Club Award in Hamburg gefeiert.

Die Althoff Hotels starten mit dem Althoff Eats Club ein kostenfreies Angebot rund um Kulinarik, Wein und Reisen. Grand Chef Joachim Wissler teilt Restaurantempfehlungen und stellt Produzenten sowie kulinarische Entdeckungen vor.

Pizza Pilgrims kündigt sein erstes deutsches Restaurant für den 2. November 2026 in München an. Ein zweiter Standort soll im Januar 2027 folgen; insgesamt strebt die Marke bis zu 50 Standorte in Deutschland an.

Bayerns Gastronomie verzeichnete im August 2026 einen realen Umsatzrückgang von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Beherbergung erzielte dagegen preisbereinigt ein Plus von 2,6 Prozent.

Die Deutsche Kreditbank (DKB) hat gemeinsam mit Sodexo den neuen Campus „Upbeat“ in der Berliner Europacity eröffnet. Sodexo übernimmt die gastronomische Versorgung sowie weitere Bewirtungsleistungen am Standort.

Das Bristol Berlin hat am Kurfürstendamm das Restaurant Flaneur eröffnet. Die Brasserie bietet französisch geprägte Küche und verfügt über 120 Plätze im Innenbereich sowie 86 Terrassenplätze.

Das Hotel der Stern in Bad Hersfeld kündigt die Schließung des L’étable zum 2. Januar 2027 an und nennt fehlende Gäste als Grund. Küchenchef, Restaurantleiter und Mitarbeiter würden im Haus bleiben und an einem neuen gastronomischen Konzept mitarbeiten.

An einer Tankstelle in München kann man sich von einem Kochroboter Käsespätzle, Kaiserschmarrn oder eine asiatische Tom-Kha-Gai-Suppe kochen lassen. In etwa fünf Minuten bereitet der autonome Koch eine warme Mahlzeit zu.