Naturnahe Haltungsform – Wo die Block House-Rinder gezüchtet werden

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Weitläufige Weiden und zwei Reiter, bekleidet mit Chaps und Chinks aus cognacfarbenem Leder, auf dem Kopf einen Cowboyhut, die zu Pferd eine Herde Angus-Rinder vor sich hertreiben – das ist nicht Südamerika: Dieses Bild zeigt sich inmitten der Mecklenburgischen Kleinseenplatte, wo die jüngsten Block House-Partnerlandwirte arbeiten. 

Die Landwirte Florence Hallier und Leonard Emmel haben sich kürzlich dem Block House Rinderaufzuchtprogramm angeschlossen und halten inzwischen über 100 Angus- und -Hereford Rinder für das Hamburger Unternehmen. Dass der Fokus der passionierten Landwirte auf regenerativer Landwirtschaft liegt, ist schnell erkennbar: Diese Partnerschaft zeichnet ihre fortschrittliche Herangehensweise an das Weidemanagement aus.

Mit Methoden wie dem holistischen Weidemanagement, Mob Grazing und Low Stress Stockmanship arbeiten Florence Hallier und Leonard Emmel eng mit den Tieren zusammen und bereiten die Weideflächen auf die zunehmenden Trockenperioden vor.

Beim Low Stress Stockmanship geht es um den sachkundigen und stressfreien Umgang mit den Tieren zu Fuß oder mit Pferd, während das holistische Weidemanagement eine naturnahe Haltungsform von z.B. Rindern beschreibt. Beim Mob Grazing wiederum wird eine kurzzeitige Beweidung mit längeren Erholungsphasen für das Gras praktiziert. Durch diese innovativen Methoden können Florence Hallier und Leonard Emmel die Tiere effizient und effektiv auf großen Grasflächen bewegen und gleichzeitig deren Gesundheit fördern. Der Ansatz funktioniert: Nach einem Jahr sind die 200 Hektar Grasland der Landwirte mit dichtem grünem Gras bewachsen und offenbaren eine beträchtliche Insektenvielfalt. 

„Als passionierte Reiter und Rinderhalter wollen wir die Arbeit mit Pferden effizient gestalten und eine enge Bindung zu den Tieren aufbauen. Dank der Arbeit mit den Pferden und Hunden sowie unseres durchdachten Weidemanagements sparen wir Mitarbeiter und Maschinenkosten ein. Dass Block House diese Form der Rinderhaltung fördert und unterstützt, ist großartig. Wir sind froh, beim Aufbau unseres Betriebes und der Rinderherde mit einem Partner wie Block House zusammenzuarbeiten", berichtet Leonard Emmel. „Unser Ziel ist es, eine tierfreundliche Haltung zu gewährleisten. Daher bleiben die Kälber mindestens acht Monate bei den Mütterkühen. Unsere Tiere leben in einem Herdenverband in einer ursprünglichen, natürlichen Umgebung", ergänzt Florence Hallier. Die studierte Agrarwissenschaftlerin hat sich das sogenannte Low Stress Stockmanship während ihrer Aufenthalte in Kanada und in den USA angeeignet. 

Karl-Heinz Krämer, Vorstandsvorsitzender der Block Foods AG, verantwortet seit 2008 die Fleischbeschaffung für Block House. „Unsere Gäste schätzen seit über fünf Jahrzehnten die zarten Steaks von den Hereford- und Angus-Rindern aus Südamerika. Daher sind diese beiden Rassen die perfekte Ergänzung zu dem bereits bekannten Uckermärker in unserem eigenen Block House Rinderaufzuchtprogramm“, berichtet Karl-Heinz Krämer.

„Diese besondere Arbeitsweise unserer Partnerlandwirte ermöglicht eine regenerative Bewirtschaftung der Flächen. Mit ihrem fortschrittlichen Weidemanagement setzen die beiden Landwirte neue Maßstäbe in der Branche. Durch den täglichen Wechsel der Weide hat der Boden eine wachsende Widerstandsfähigkeit, kann Wasser besser aufnehmen, speichert mehr CO2 und fördert zudem die Biodiversität.  Mit dieser Form der Beweidung leisten wir Pionierarbeit und zeigen, dass nachhaltige und natürliche Rinderhaltung auch hier in Deutschland möglich ist. Unser Wunsch ist, dass wir viele weitere Landwirte für diese Form der Haltung begeistern“, erklärt Karl-Heinz Krämer. 

„Seit seiner Gründung 1968 steht unser Unternehmen für Qualität und Transparenz, unsere Gäste und Kunden haben einen hohen Anspruch an die Produkte, die den Namen Block House tragen. Wir übernehmen Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie für unsere Umwelt und das Tierwohl. Denn Qualität bedeutet für uns neben bestem Geschmack auch die Gewissheit, dass unsere Gäste mit gutem Gewissen bei uns speisen", weiß Stephan von Bülow, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Block Gruppe.

„Wir legen großen Wert auf regionale Produkte und eine hohe Nachvollziehbarkeit. Die Zusammenarbeit mit den Landwirten Leonard Emmel und Florence Hallier ermöglicht es uns, die Landwirtschaft und vor allem die Rinderaufzucht in Mecklenburg-Vorpommern und Nord-Brandenburg zu stärken und gleichzeitig die einzigartigen Praktiken des holistischen Weidemanagements zu fördern", so Stephan von Bülow. 

Mit Fokus auf regenerativer Landwirtschaft sowie der Förderung von Tiergesundheit und Fleischqualität plant Block House, auch in den kommenden Jahren das Wachstum des eigenen Rinderaufzuchtprogramms voranzutreiben.  

Das Block House-Rinderaufzuchtprogramm 

Im Jahr 2014 rief Block House mit großem Engagement sein eigenes regionales Rinderaufzuchtprogramm mit Uckermärker Rindern ins Leben. Aktuell arbeitet Block House mit 34 Vertragslandwirten zusammen, die rund 7.500 Uckermärker, Angus- Rinder und seit Neuestem auch Hereford-Rinder für das Unternehmen aufziehen. Die Landwirte sind in ganz Mecklenburg-Vorpommern und dem angrenzenden Nord-Brandenburg heimisch – von der Ostsee bis zur Elbe. Die Kälber wachsen bei den Mutterkühen in Weidehaltung auf. Über die Wintermonate kommen die Rinder in offene, helle Stallanlagen, stehen auf Stroh und haben viel Bewegungsfreiheit. Knapp zwei Jahre werden die Tiere mit natürlichem Futtermittel aus regionalem Anbau gefüttert, unter anderem bestehend aus Gras, ergänzt durch Gras-, Maissilage, Leguminosen und Getreide.  Aktuell kommen Block House Fans in 43 norddeutschen Famila-Warenhäusern in den Genuss des regionalen Rindfleisches. 

Nach dem Vorbild amerikanischer Steakrestaurants eröffnete Eugen Block 1968 in Hamburg das erste Block House Steakrestaurant. Insgesamt betreibt das Unternehmen aktuell 56 Block House Restaurants, davon 45 in Deutschland und 11 im europäischen Ausland. Die Block House Restaurantbetriebe sind Teil der Block Gruppe mit Sitz in Hamburg, zu der unter anderem das Fünf-Sterne-Privathotel Grand Elysée Hamburg, die Block Foods AG sowie die Premium-Burgerkette Jim Block und das BLOCKBRÄU an den St. Pauli Landungsbrücken gehören.


 

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