Nicolas Schramm ist Deutschlands bester Nachwuchskoch

| Gastronomie Gastronomie

Deutschlands bester Nachwuchskoch 2024 kommt aus Hamburg: Nicolas Schramm aus der Hygge Brasserie & Bar hat den Rudolf Achenbach Preis, Bundesjugendwettbewerb des VKD, gewonnen. Er schlug im Finale die ebenfalls starken Titelaspiranten Jason Kröker vom Landhaus Begatal (2. Platz) und Jenny Stier vom Betriebsrestaurant Antonis der Anton Häring AG (3. Platz) knapp.

Insgesamt neun kurz vor der Abschlussprüfung stehende Kochauszubildende hatten sich in den Vorentscheiden ihrer VKD-Landesverbände für die Endrunde qualifiziert, die am 27./28. April in Frankfurt am Main stattfand. Zunächst stand das theoretische Wissen der Finalisten auf dem Prüfstand. Am nächsten Tag folgte die Praxis – und zwar die Planung und Zubereitung eines Vier-Gang-Menüs. Als besondere Herausforderung des Rudolf Achenbach Preises blieb der Warenkorb bis zum Finale unter Verschluss. Er enthielt die Pflichtkomponenten Wachtel und Pastinake (Vorspeise), Zander und Apfel (Zwischengericht), Portobello, Süßkartoffel und Blumenkohl (Hauptgericht), sowie Sanddorn-Püree und weiße Schokolade (Dessert). Die Zusatzbedingung war, ein veganes Hauptgericht zu kreieren.

Ganze sechs Stunden blieben den Auszubildenden, diese anspruchsvolle Aufgabe zu lösen. Neben individuellem Können kam es dabei auf die fachgerechte Zeiteinteilung, Mise-en-place, Sauberkeit, Rohstoffverarbeitung und -verwertung sowie Arbeitstechnik an – Fähigkeiten, die von einer sechsköpfigen Fachjury unter die Lupe genommen wurden.

Alle Auszubildenden überzeugten mit hervorragenden Leistungen. „Es war fantastisch zu sehen, mit welchem Engagement und Eifer die Kochazubis in der Küche an ihr Werk gegangen sind und welche großartigen Ergebnisse sie in bereits so jungen Jahren auf die Teller gebracht haben“, sagt Daniel Schade, Präsident des VKD. „Diese Neun stehen für das Potential, das in den Reihen unseres Berufsnachwuchs schlummert, und es ist an uns gestandenen Köchinnen und Köchen, diese Talente zu fördern.“ Auch Katrin Achenbach, Enkelin des Firmengründers und Geschäftsführerin der Achenbach Delikatessen-Manufaktur, zeigte sich davon beeindruckt und betonte bei der feierlichen Preisverleihung im Best Western IB Hotel Friedberger Warte die Bedeutung des Wettbewerbs: „Seit nunmehr fast fünf Jahrzehnten organisieren wir zusammen mit dem VKD diesen einzigartigen und in der kulinarischen Welt hoch angesehenen Nachwuchswettbewerb. Daher blicken wir immer mit sehr viel Stolz auf unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wenn wir ihnen Jahre später in führenden Positionen wieder begegnen.“

Preise für alle und ein neuer „Veggie Hero“

Neben der Wettbewerbsprämie von 1.000 Euro erhielt Nicolas Schramm als Hauptpreis einen von der Deutschen Hotel Akademie (DHA) gestifteten Gutschein für Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen im Wert von 4.000 Euro, die Zweit- und Drittplatzierten im Wert von je 2.000 Euro. Außerdem freuten sich alle Finalisten über gestaffelte Prämien und von Partnern der Gastronomie und Hotellerie zur Verfügung gestellte Sachpreise. Losgelöst von der Gesamtwertung wurde erneut der von Antje de Vries initiierte Sonderpreis für eine pflanzen-wertschätzende Denk- und Arbeitsweise verliehen. „Veggie Hero 2024“ wurde Lilly Wehner.

Goldenes Wettbewerbs-Jubiläum

Im kommenden Jahr gibt es den Rudolf Achenbach Preis bereits seit 50 Jahren. „Wir sind dankbar, für die jahrzehntelange gute Zusammenarbeit mit der Achenbach Delikatessen-Manufaktur“, betont VKD-Präsident Daniel Schade. „Der Rudolf Achenbach Preis ist ein bedeutender Nachwuchswettbewerb für die Kochbranche und unser gemeinsamer Anspruch ist, dass das auch in Zukunft so bleibt. Aus diesem Grund freuen wir uns darauf, dem traditionellen Wettbewerb anlässlich des 50-jährigen Jubiläums einen ‚frischen Anstrich‘ zu geben und ihn dadurch noch zeitgemäßer und attraktiver für angehende Köchinnen und Köche zu gestalten.“

Finalmenü von Nicolas Schramm

Zweierlei von der Wachtel mit Pastinakenpüree,

eingelegten roten Zwiebeln und einem chinesischen Lauch-Pfannkuchen

***

In geräucherter Butter confiertes Filet vom Zander

Beurre Blanc, Curry-Brioche

und Apfel-Sellerie-Estragon-Salat

***

Portobello mit Parmesankräuterkruste, Pilzjus

Geröstetem Blumenkohl und gebackener Süßkartoffel

***

Weißes Schokoladen-Sanddornmousse auf

Grapefruitküchlein mit gebranntem Mandeleis


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das 39. Schleswig-Holstein Gourmet Festival verzeichnete rund 2.420 Gäste und über 12.700 servierte Speisen. Neben kulinarischen Schwerpunkten durch 22 Gastköche stand ein Charity-Dinner zugunsten des Kinderschutzbundes im Mittelpunkt der Saison.

Spitzenköche mit insgesamt 26 Michelin-Sternen trafen sich Ende März in Kitzbühel zum Wettbewerb Koch-Legenden am Hahnenkamm. Neben einem Skirennen standen handwerkliche Prüfungen und der fachliche Austausch im Mittelpunkt.

Die Berliner Restaurant-Reservierungsplattform Quandoo wird ihren Betrieb einstellen. Das Unternehmen teilte auf seiner Webseite mit, die Plattform bis Ende Dezember 2026 „in einem geplanten und geordneten Prozess“ abzuwickeln.

Klüh Catering kooperiert mit der TU Dortmund und dem Universitätsklinikum Essen im Projekt Green Hospital Food. Die Initiative strebt eine klimaneutrale und gesundheitsfördernde Verpflegung im Krankenhaussektor bis 2027 an.

Eine aktuelle Bitkom-Studie belegt, dass die Mehrheit der Deutschen voreingestellte Trinkgeldoptionen an Kartenterminals ablehnt. Vor allem mangelndes Vertrauen in die Weiterleitung der Beträge und die Beeinflussung der Trinkgeldbeträge durch feste Prozentsätze sorgen für Skepsis.

Das Münchner Gastronomiekonzept „Kneipe 80“ soll nach Angaben des Unternehmens künftig auch außerhalb der Stadt umgesetzt werden. Erste neue Standorte sind in Augsburg und am Tegernsee geplant.

Bayerisches Bier ist auch in den USA sehr beliebt. Texaner müssen dafür künftig nicht mehr unbedingt über den großen Teich fliegen. Auch in einer Kleinstadt bei Dallas heißt es bald «O zapft is».

L’Osteria hat ihren ersten Standort in Halle an der Saale eröffnet. Im ehemaligen Kaufhof am Marktplatz bietet das Restaurant Platz für insgesamt 369 Gäste im Innen- und Außenbereich.

Ruff’s Burger expandiert in das Rhein-Main-Gebiet und eröffnet am 3. April einen neuen Standort in der Wiesbadener Altstadt. Das Konzept setzt auf eine Kombination aus klassischen Burger-Varianten und einer Kooperation mit einem regionalen Weingut.

Das Gastronomieunternehmen cuisyn hat eine Finanzierungsrunde abgeschlossen und übernimmt mehrere Betriebe im Rhein-Main-Gebiet. Mit dem Kapital plant das Unternehmen eine weitere Expansion.