No-Shows: Dehoga appelliert an Gäste

| Gastronomie Gastronomie

Wer einen Tisch in einem Restaurant reserviert, sollte die Reservierung unbedingt einhalten oder so früh wie möglich absagen. Mit diesem Appell richtete sich der Hotel- und Gaststättenverband MV aus aktuellem Anlass an die Fairness der Menschen im Land. «Es häufen sich die Klagen von Gastwirten, dass trotz Reservierung die Tische leer bleiben», sagte der Präsident des Dehoga MV, Lars Schwarz, der Deutschen Presse-Agentur. Dies sei gerade in diesen Corona-Zeiten, in denen durch die Abstandsregelungen die vorhandene Kapazität teilweise nur zu 50 Prozent genutzt werden kann, besonders schlimm für die Wirte.

Denn die Lockdown-Phase habe große Löcher in die Bilanzen der Restaurants gerissen, sagte Schwarz. Er verwies darauf, dass es sich um ein bundesweites, brisantes Thema handelt und im Branchen-Chargon «No Show» genannt wird. Manche Wirte würden inzwischen sogar schon bei einer Reservierung Geld als Anzahlung verlangen, um die Verbindlichkeit der Buchung zu erhöhen. Warum es diese Häufung gibt, sei unklar.

Die Situation werde durch die Landesverordnung verschärft, die besagt, dass in Restaurants Tische grundsätzlich reserviert werden müssen. «Gäste, denen wir vorher abgesagt haben, kommen dann auch nicht mehr spontan vorbei.» Den Tisch nach einer Wartezeit von 15 oder 30 Minuten an andere Gäste zu vergeben, sei also auch keine Lösung. Laut Verordnung ist die «Direktannahme» von Gästen ohne Reservierung nur dann zulässig, wenn Warteschlangen vermieden werden. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wenn Kneipen schließen, fehlen nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Oliviero Angeli wichtige Orte für Austausch und Verständnis. Das hat auch Auswirkungen auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die Supreme Sports Hospitality GmbH übernimmt künftig die gastronomische Versorgung des Musikfestivals World Club Dome in Frankfurt am Main. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde mit der World Club Dome GmbH ein Vertrag über fünf Jahre geschlossen.

Thomas Bühner sucht Mitarbeiter für ein neues Gastronomieprojekt im Münsterland. Der ehemalige Drei-Sterne-Koch kündigt damit eine Rückkehr zu seinen westfälischen Wurzeln an und macht zugleich ein bislang unbekanntes Restaurantvorhaben öffentlich.

Wie erwartet: Das Bier auf dem Oktoberfest wird teurer. Dreieinhalb Monate vor dem Anstich hat die Stadt München die Preise bekanntgegeben. Ist der Anstieg moderat?

Die Deutsche Bahn aktualisiert ihr Angebot an Weinen in ICE- und Intercity-Zügen. Unterstützt durch das Deutsche Weininstitut wurden vier neue Produkte in die Bordgastronomie aufgenommen.

Die Berliner Gastronomin Marie-Anne Wild hat zum achten Mal den MAW Ladies Lunch im Restaurant Tim Raue ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Austausches stand die Sichtbarkeit von Frauen in verschiedenen Berufsfeldern.

Zum zehnjährigen Jubiläum feiern die HeimWerk Restaurants ihr Bestehen mit einer Aktionswoche und plant für den Sommer 2026 die Eröffnung eines weiteren Standorts in Leipzig.

Eine neue Umfrage zeigt, wie viel Gäste für Kaffee in Restaurants und Cafés ausgeben würden. Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse, dass steigende Preise das Kaufverhalten vieler Verbraucher zunehmend beeinflussen.

Nach vielen Jahren hat die bekannte «Mokka-Milch-Eisbar» wieder geöffnet und Hunderte Gäste angezogen. Warum das Kult-Lokal schon kurz darauf wieder schließt – und wann die Rückkehr geplant ist.

Mit dem Joseph’s eröffnet Anfang Juni ein neues Restaurant im Titlis Tower auf mehr als 3.000 Metern Höhe. Das gastronomische Angebot ist Teil eines Investitionsprojekts der Titlis Bergbahnen, das bis 2029 umgesetzt werden soll.