Oberverwaltungsgericht bestätigt Schließung von Gaststätten in Sachsen-Anhalt

| Gastronomie Gastronomie

Restaurantbesitzer in Sachsen-Anhalt müssen mit der Wiederöffnung ihrer Restaurants auf die Freigabe der Landesregierung warten: Vor dem Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt ist ein Antrag auf Außervollzugsetzung des Öffnungsverbots aus der vierten Corona-Landesverordnung gescheitert. Der 3. Senat habe den Antrag einer Catering-Firma abgelehnt, teilte das Gericht am Montag mit.

Die Richter sahen die Schließung demnach als «notwendige infektionsschutzrechtliche Schutzmaßnahme» an. Zwar müssten Gastronomen durch die Verordnung «einen empfindlichen Eingriff in ihre Berufsausübung und massive Einkommenseinbußen hinnehmen, die existenzielle Folgen haben können», wie es in der Mitteilung des Gerichts heißt. Dieses private und vor allem wirtschaftliche Interesse bleibe aber «hinter dem öffentlichen Interesse an Schutz von Leben und körperlicher Unversehrtheit der Bevölkerung zurück».

Der Antrag bezog sich auf die vierte Landesverordnung, seit Montag gilt bereits die fünfte. Der Absatz, der den Gaststätten die Öffnung für Publikumsverkehr verbietet, ist in beiden Verordnungen identisch.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Drei deutsche Gastronomie-Teams kämpfen Ende April in München um den Einzug in das Weltfinale der Copa Jerez. Der Wettbewerb für Sherry-Pairings findet im Rahmen des Halbfinales von Koch des Jahres statt.

Die Unternehmensberatung McKinsey & Company beschreibt in einer aktuellen Analyse mögliche Entwicklungen für die Gastronomie in den kommenden Jahren. Demnach könnten Automatisierung, Künstliche Intelligenz und neue Betriebsmodelle zentrale Veränderungen vorantreiben.

Hans im Glück hat in Mannheim ihr 100. Restaurant eröffnet. Neben der Expansion in vier europäische Länder setzt das Unternehmen mit einem neuen Standort an einer Schweizer Autobahnraststätte erstmals auf ein geändertes Standortformat.

Die Bar „Harry’s Legacy“ im Sheraton Berlin Grand Hotel Esplanade ist nach Umbau wieder eröffnet. Die Wiedereröffnung steht laut Unternehmen im Zusammenhang mit einer geplanten Modernisierung des Hotels.

Wird die Rechnung etwa im Einzelhandel oder im Restaurant in den Kassensystemen der Unternehmen korrekt erfasst und verbucht? Das prüfen die Finanzämter bei unangemeldeten Kontrollen in Thüringen tausendfach.

Die Compass Group-Tochter Food Affairs entwickelt im neuen Leipziger Quartier Neo eine rund 3.000 Quadratmeter große Markthalle mit internationaler und regionaler Gastronomie. Das Konzept soll als zentraler Treffpunkt in der Innenstadt etabliert werden.

Der Bundesverband der Systemgastronomie hat die Jury für den Branchenpreis 2026 vorgestellt und die Bewerbungsfrist bis zum 4. Mai verlängert. Die unabhängige Runde bewertet Konzepte aus der Branche, die im September in München ausgezeichnet werden.

Das neue Frankfurter Hotel Kennedy 89 hat sein Restaurant Eighty Nine eröffnet, das levantinische Küche mit regionalen Einflüssen kombiniert. Unter der Leitung von Küchenchef Philipp Grosser setzt der Betrieb auf gemeinschaftliche Speisekonzepte und regionale Partnerschaften.

Der aktuelle Fitness-Check für die österreichische Gastronomie weist eine leichte Umsatzstabilisierung aus, die jedoch primär auf Preiserhöhungen basiert. Hohe Mitarbeiterkosten und Frequenzen unter dem Vorkrisenniveau belasten die Branche weiterhin.

Die Gastro-Marke Gustavo Gusto hat, gemeinsam mit dem Automatenhersteller Stüwer, ein neues Vertriebsmodell vorgestellt. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der sogenannte „Gustavomat“ als automatisierter Pizzaautomat künftig den Verkauf von Tiefkühlpizza rund um die Uhr ermöglichen.