Ostfriesische Wirte wütend: Aurich verbietet Alkohol am Vatertag

| Gastronomie Gastronomie

In sämtlichen Biergärten und Restaurant-Außenbereichen im Landkreis Aurich ist es am Vatertag verboten, Alkohol zu verkaufen und zu konsumieren. Eine entsprechende Allgemeinverfügung hat die Kreisverwaltung beschlossen. Gastwirte dürfen demnach keine Getränke in Außenbereichen anbieten und sind entsprechend wütend

Wörtlich verbietet der Landkreis „Restaurationsbetrieben jeglicher Art alkoholische Getränke in Außenbereichen und Außenanlagen auszuschenken“. „Der Verzehr alkoholischer Getränke in diesen Bereichen ist verboten.“ Mit der Maßnahme soll verhindert werden, dass sich bei den Ausflügen zu Christi Himmelfahrt größere Menschenansammlungen bilden, so der Landkreis. Denn damit steige das Risiko für Infektionen mit dem Coronavirus.

Dieses Vorgehen nimmt der DEHOGA in Niedersachsen nicht hin und will gegen das Alkoholverbot gerichtlich vorgehen. Man gehe nach einer ersten juristischen Prüfung davon aus, dass das Verbot rechtswidrig sei, sagte Sprecherin Birgit Kolb-Binder NDR 1 Niedersachsen. Die Gastronomen bewirteten am Vatertag nicht nur trinkende Männer. „Ich kann doch nicht der Familie zum Spargelessen am Himmelfahrtstag das Glas Wein verwehren“, kritisierte die niedersächsische Dehoga-Vizepräsidentin in dem Sender.

Der Landkreis argumentiert in seiner Verfügung, dass Christi Himmelfahrt im Allgemeinen ein hohes Potenzial berge, dass sich an verschiedenen Orten Sammelplätze für Menschengruppen oder für Ansammlungen bilden. Gerade bei gutem Wetter neigten die Menschen aktuell dazu, sich im Freien zu betätigen. Die Möglichkeit, sich in einem Restaurationsbetrieb im Freien bewirten zu lassen, werde besonders an Feiertagen wie Christi Himmelfahrt verhältnismäßig oft in Anspruch genommen. An diesem Feiertag fänden erfahrungsgemäß viele Fahrradtouren im Sinne von Sternfahrten zu besagten Orten statt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Europa-Park hat das Mitarbeiterrestaurant „Coasteria“ mit integrierter Zentralküche eröffnet. In den 4.500 Quadratmeter großen Neubau investierte das Unternehmen nach eigenen Angaben einen zweistelligen Millionenbetrag.

Der Anteil der Befragten, nach deren Ansicht bargeldloses Bezahlen in gastronomischen Betrieben möglich sein sollte, ist gestiegen. YouGov weist gegenüber März 2025 bei allen abgefragten Orten höhere Werte aus.

Bei den ersten Chef:in Awards in Hamburg sind neun Frauen in sieben Kategorien ausgezeichnet worden. Sarah Hallmann und Julia A. Leitner teilen sich den Titel Köchin des Jahres 2026.

DoorDash hat mit Wonder die Übernahme von Grubhub Campus Dining für 300 Millionen US-Dollar vereinbart. Die Technologie soll künftig auch in Hotels eingesetzt werden.

Für die Tasty Planet GmbH, die Betreibergesellschaft des Hamburger Restaurants TamTam, ist keine Investorenlösung möglich. Kein Interessent wollte den Betrieb übernehmen, wie nun der Insolvenzverwalter mitteilte.

Ein überfülltes Festgelände, Panik - und ganz viel Glück. Die Wiesn ist im vergangenen Jahr womöglich knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Das soll nicht noch mal passieren.

Das „Weihenstephaner am Platzl“ in München ist eröffnet. Pächter und Betreiber des neuen Wirtshauses in den früher von Alfons Schuhbeck genutzten Räumen ist die Wirtsfamilie Zinner.

McDonald's Deutschland und MBRC the ocean haben eine strategische Kooperation gegen wilden Müll besiegelt, die durch datengestützte Sammelaktionen und mobile Einsatzfahrzeuge lokal für saubere Umfelder sorgen soll.

Burgermeister stellt die Geschäftsführung neu auf: Gründer Cebrail Karabelli übernimmt allein, CEO Robert Fügert scheidet aufgrund strategischer Änderungen der Expansionspläne aus. Noch im August hatte das Unternehmen konkrete Pläne für die internationale Expansion kommuniziert.

Ist das klassische Fine Dining am Ende – oder verändert es nur seine Form? Die Schließung von Bruno Verjus’ Pariser Zwei-Sterne-Restaurant hat eine Debatte über Preise, Zugänglichkeit und die Zukunft der Spitzenküche neu entfacht.