Preis der Deutschen Systemgastronomie 2026: Jury steht fest

| Gastronomie Gastronomie

Der Bundesverband der Systemgastronomie e. V. (BdS) hat die Besetzung der Jury für den Preis der Deutschen Systemgastronomie 2026 bekanntgegeben. Wie der Verband mitteilt, können Unternehmen noch bis zum 4. Mai 2026 Bewerbungen einreichen oder Vorschläge für potenzielle Preisträger unterbreiten. Die Auszeichnung richtet sich nach Angaben des Veranstalters an Konzepte, Projekte und Geschäftsmodelle innerhalb der Branche. Die Verleihung ist für den 18. September 2026 in München geplant.

Branchenvertreter aus verschiedenen Fachbereichen

Die elfköpfige Jury setzt sich aus Vertretern der Gastronomie, des Franchisewesens, der Zulieferindustrie und der Fachmedien zusammen. Nach Angaben des BdS gehören dem Gremium unter anderem Johannes Bühler (Hans im Glück), Ingo Gugisch (L’Osteria), Daniel Neusser (McDonald’s Deutschland) und Daniel Polte (Burger King Deutschland) an. Ebenfalls vertreten sind Experten aus der Marktforschung und Versicherungswirtschaft sowie Redakteure von Fachpublikationen.

In diesem Jahr gehören erstmals Tina Kambobe (e2n GmbH) und Karoline Giokas (Hogapage) dem Gremium an. Laut Mitteilung des Verbandes betonen die Jurymitglieder die Relevanz von Konzepten, die auf aktuelle Herausforderungen der Branche reagieren. Ingo Gugisch, Vizepräsident des BdS, hebt nach Verbandsangaben hervor, dass die eingereichten Unterlagen die Professionalität der Branche widerspiegeln sollen. Der Verband nutzt den Preis seit dem Jahr 2011, um unternehmerische Entwicklungen in der Systemgastronomie darzustellen.

Rückblick auf bisherige Preisträger

Neben dem Hauptpreis sieht das Reglement die Möglichkeit vor, Ehren- oder Sonderpreise zu verleihen. In der Vergangenheit wurden verschiedene Unternehmen für spezifische Projekte ausgezeichnet. Nach Angaben des BdS erhielt im Jahr 2021 Burger King Deutschland einen Ehrenpreis, während 2023 die L’Osteria für ein Personalprojekt gewürdigt wurde. Im Jahr 2025 gewannen die Unternehmen Pommes Freunde sowie Lanch, wobei Letzteres einen erstmals vergebenen Preis für Neuerungen im Bereich sozialer Medien und Technologie erhielt.

Formalitäten und Zeitplan 

Interessierte Betriebe müssen ihre Unterlagen fristgerecht bis Anfang Mai einreichen. Der Verband betont, dass sowohl aufstrebende als auch etablierte Systeme teilnahmeberechtigt sind. Die endgültige Entscheidung über die Preisträger fällt die Jury auf Basis der eingereichten Konzepte. Die Veranstaltung am 18. September 2026 wird im Rahmen eines Empfangs des Verbandes in München durchgeführt, bei dem die Ergebnisse der Auswahl öffentlich präsentiert werden.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Sternekoch Heston Blumenthal kündigt die Schließung seines Zwei-Sterne-Restaurants Dinner by Heston für Januar 2027 an. Neben auslaufenden Pachtverträgen führt der Gastronom steigende Warenkosten und gesundheitliche Gründe für diesen Schritt an.

Feinkost Käfer übernimmt nach einer europaweiten Ausschreibung das Catering in den Lounges des BER und festigt damit seine Präsenz am Berliner Markt sowie im Segment der gehobenen Flughafengastronomie.

Billy Wagner analysiert die strukturelle Ausbeutung in der Sternegastronomie und fordert nach den Noma-Enthüllungen eine ehrliche Debatte über Preise und Arbeitsbedingungen. Der Inhaber des Berliner Sternerestaurants Nobelhart & Schmutzig thematisiert damit ein tief verwurzeltes Systemproblem der gesamten Branche.

Mit 20 Mikrowellen statt einer Kochbrigade: Das Startup Juit eröffnet in Berlin-Mitte einen Pop-up-Store für tiefgekühlte Fertiggerichte. Kunden können ihre Mahlzeit in acht Minuten vor Ort selbst erwärmen oder für den späteren Verzehr mit nach Hause nehmen.

Gastronom Josef Laggner rettet das insolvente „Kuchel Eck“ in Berlin-Wilmersdorf. Die traditionsreiche Eckkneipe am Ludwigkirchplatz bleibt unter ihrem Namen bestehen und wird Teil der Laggner Gruppe.

Die US-Gastronomie steht vor einer Bereinigungswelle. Laut aktuellen Branchenberichten droht fast jedem zehnten Bedienrestaurant das Aus, da massive Kostensteigerungen und Umsatzrückgänge die Rentabilität behindern.

Das dänische Restaurant Noma und dessen Inhaber René Redzepi stehen im Zentrum massiver Kritik durch ehemalige Angestellte. Die New York Times berichtet über eine Arbeitskultur der Angst und Gewalt. Inszwischen hat sich Inhaber René Redzepi zu den Vorwürfen geäußert.

Döner ist in den vergangenen Jahren überall deutlich teurer geworden. Die Kunden hat das nicht abgeschreckt. Und insbesondere in Berlin zeichnet sich mancherorts bei den Preisen eine Trendwende ab.

Die Senkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent führt zu stabilen Preisen in der Gastronomie. Aktuelle Daten zeigen, dass Betriebe die Entlastung vor allem nutzen, um gestiegene Kosten abzufedern. Knapp Dreiviertel der untersuchten Gastronomiebetriebe haben, laut einer Studie, ihre Preise, nach der Steueränderung, unverändert gelassen.

In einer Branche, die sich aktuell zwischen regulatorischen „Knüppeln in den Speichen“ und einer schleichenden „Dienstleistungs-Apathie“ aufreibt, ist eine klare Stimme seltener denn je. Wer den Newsletter der Frankfurter Mook Group abonniert, bekommt jedoch genau das: Eine regelmäßige Dosis intellektuelles Gastro-Adrenalin, serviert auf einem Bett aus radikaler Transparenz und kompromissloser Ästhetik.