Promi-Koch macht dicht: Johann Lafer schließt Sternerestaurant auf der Stromburg

| Gastronomie Gastronomie

Johann Lafer schließt sein Sterne-Restaurant „Le Val d'Or“ auf der Stromburg. Das sagte Lafer in einem  Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Lafer sagte, dass er zurück zu seinen kulinarischen Wurzeln wolle. Die Stromburg solle aber „ein Ort des Genusses bleiben“.

Lafer sagte der Zeitung, dass das Restaurant bis zum 19. Februar 2019 geschlossen sei und dann mit einem neuen Konzept wiedereröffnen soll. „Ich will mich der Vision einer traditionellen, aber dennoch modernen Küche widmen", sagt Lafer im Gespräch mit der Süddeutschen. Er wolle sich von den von Zwängen befreien, denen er bisher unterworfen war. Ihm gehe es um die Kunst der einfachen Küche. Sterneküche sei eben immer ein riesiger Aufwand, und diesen Aufwand zu betreiben, letztlich für einen kleinen Bereich in seinemUnternehmen, das wolle er nicht mehr. 

Zutaten für die Sterneküche seien immer schwerer vernünftig und nachhaltig zu organisieren: "Wenn ich allein an Meeresfische denke: Wo sollen die denn herkommen, in der Qualität, in der Spitzenrestaurants sie benötigen?" Da gebe es ein Problem mit der Ökobilanz.

Das neue Konzept sehe Showkoch-Veranstaltungen vor und im Sommer soll der Burghof wieder vermehrt für exklusive Events genutzt werden.

Das Sterne-Restaurant „Le Val d'Or“ auf der Stromburg bei Stromberg betreibt Lafer mit seiner Frau seit 1994. Dass der Sternekoch sich gerade neu erfinden wolle, hatte bereits die FAZ im vergagenen Sommer beobachtet. Das Lafer sich nach Jahren auf einer Burg vielleicht ein wenig als Schlossherr fühlt und sich nun rückbesinnen will, zeigt das Zitat in der Süddeutschen: „Ich will volksnäher werden“.

Der Fernsehkoch blickt auf eine über 40jährige kulinarische Karriere zurück. Als gebürtiger Steirer lernte er bereits in der Kindheit auf dem Bauernhof seiner Eltern, die Produkte der Natur zu schätzen. Nach Lehrjahren bei Köchen wie Eckart Witzigmann und Jörg und Dieter Müller erwarb er zusammen mit seiner Frau Silvia die Stromburg nahe Bingen. In zahlreichen erfolgreichen TV-Serien, Büchern, Magazinen und in seinem Restaurant Val d’Or auf der Stromburg beweist der beliebte Sternekoch Johann Lafer seit Jahren, dass er nicht nur ein Meister seines Faches, sondern auch der Vermarktung ist. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Restaurants und Cafés in Kroatien müssen ab dem 1. Oktober neben aktuellen Preisen auch Referenzpreise ausweisen. Der Zagreber Gastronomieverband befürchtet Verwirrung bei Gästen.

Die traditionsreiche Berliner Feinkost-Institution Rogacki kehrt mit einem Pop-up-Standort in die Markthalle Neun zurück und bereitet die Rückkehr nach Charlottenburg vor.

Ab Oktober müssen kroatische Restaurants und Cafés neben dem aktuellen Preis auch einen historischen Referenzpreis ausweisen. Arbeitgeber kritisieren den bürokratischen Mehraufwand.

Die Jeunes Restaurateurs Deutschland haben in der Villa Marburg in Heigenbrücken den diesjährigen Team Day ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Treffens standen neun unterschiedliche Masterclasses sowie der sogenannte Markt der Genüsse.

Das Hamburger Sterne-Restaurant Haebel beendet am 31. Dezember 2026 seinen regulären Betrieb. Fabio Haebel nennt Grenzen der vorhandenen Infrastruktur als Grund und kündigt weitere Veranstaltungen in den bisherigen Räumen an.

Kentucky Fried Chicken hat im texanischen McKinney ein neues Konzeptrestaurant eröffnet, das als Testlabor für erweiterte Menüs und modernisierte Serviceprozesse dient.

Starbucks schließt rund 250 Filialen in den USA und Kanada, um das nordamerikanische Netzwerk zu restrukturieren. Durch die Reduktion unrentabler Standorte soll die operative Effizienz gesteigert werden. Die Kosten belaufen sich auf 300 Millionen US-Dollar.

Seit Freitag wird auf dem Wasen wieder kräftig getrunken, geschunkelt und gefeiert. Bei vielen Gästen auch mit Zigarette - obwohl es ein strengeres Nichtrauchergesetz gibt. Wie kann das sein?

Ein komplettes Mittagessen für nur einen Euro? Das lockt viele Studierende in Frankreich an - und sorgt für Überlastung bei den Mensen. Muss das Angebot bald eingeschränkt werden?

Auf dem Wasen herrscht in den kommenden 17 Tagen wieder so etwas wie Ausnahmezustand. Bis zum 11. Oktober wird nach dem traditionellen Auftakt um 16.00 Uhr auf dem zweitgrößten Volksfest der Welt in Stuttgart wieder getrunken, geschunkelt und gefeiert.