Relais & Châteaux und Slow Food setzen Zeichen für in Vergessenheit geratene Lebensmittel

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Food for Change“ lautet die gemeinsame Kampagne, die von der Hotel- und Restaurantvereinigung Relais & Châteaux und Slow Food vor fünf Jahren ins Leben gerufen wurde, mit dem Ziel kulinarisches Erbe und biologische Vielfalt auch in Zukunft zu erhalten. Beide verbindet die Vision, Nachhaltigkeit und Traditionen am Leben zu halten – damit setzen sie weltweit Zeichen.

Für die Initiative „Food for Change“ bringen die Spitzenköche der Relais & Châteaux Mitglieder regionale, jedoch in Vergessenheit geratene Produkte oder Gewürze wieder zurück auf die Teller. Nach aktuellem Stand hat Slow Food 39 Produkte der Relais & Châteaux Küchenchefs in 21 Ländern für das Projekt „Ark of Taste“ anerkannt. Als Ziel bis zum Herbst haben sich die Mitglieder der Vereinigung ganze 99 Produkte gesetzt. Vom 7. bis zum 10. Oktober schärfen die Relais & Châteaux Köche auch das Bewusstsein ihrer Gäste und geben Einblicke, wie man Produkte schützen und die traditionellen Zutaten zubereiten kann.

Hirschkolbensumach oder auch einfach Essigbaum (Rhus typhina) ist eines der 39 Produkte, die von der Bewegung bereits für die Kampagne „Ark of Taste“ zugelassen wurden. Nominiert wurde das Gewürz von Küchenchef Daniel Boulud, aus dem Relais & Châteaux Restaurant DANIEL in New York City. Obwohl das Restaurant in der östlichen Hälfte Nordamerikas beheimatet ist, wird seine Küche mit der Kulinarik des Nahen Ostens in Verbindung gebracht. Um das kulinarische Erbe Nordamerikas zu bewahren, ist es wichtig, das Bewusstsein für dieses lokale Produkt zu schärfen. „Hirschkolbensumach gibt eine schöne Säure. Das Gewürz verfeinert beinah jede Speise – ich empfehle es vor allem für Fisch", so Boulud.

Der Online-Katalog „Ark of Taste“ wurde 1996 ins Leben gerufen und verzeichnet mittlerweile über 5500 abwechslungsreiche Lebensmittel, darunter Pflanzen, Tierrassen und traditionell hergestellte Erzeugnisse aus kleiner Qualitätsproduktion. „Die biologische Vielfalt ist nicht nur genetisch, sondern auch kulturell; sie stammt aus dem Erbe und den Traditionen des gesamten Planeten und gehört zu ihnen", erklärt Carlo Petrini, Präsident von Slow Food, der die Bewegung 1986 auf die Beide gestellt hat. „Mit der Industrialisierung unseres Lebensmittelsystems laufen wir Gefahr, sowohl Hunderte von Maissorten als auch das Know-how eines kleinen Dorfkäsers zu verlieren".


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