Restaurant erhält Schadensersatz nach geplatzter Weihnachtsfeier

| Gastronomie Gastronomie

Eine nicht wahrgenommene Weihnachtsfeier kommt einem Unternehmen aus dem Landkreis München teuer zu stehen. Wie das Amtsgericht München mitteilte, wurde die Firma zu einer Schadensersatzzahlung von 2.508,64 Euro verurteilt. 

Menü für 15 Gäste vorbereitet

Der Vorfall ereignete sich bereits im Dezember 2023. Das Unternehmen hatte für den 8. Dezember eine Weihnachtsfeier in einem Restaurant geplant und ein festes Menü für 15 Gäste bestellt. Der Preis pro Person betrug 125 Euro, Getränke nicht inbegriffen. Das Restaurant bereitete sich entsprechend vor: Zutaten wurden eingekauft und zubereitet, der Tisch festlich eingedeckt. Doch die Feier fand nicht statt – niemand erschien, und eine Absage erfolgte ebenfalls nicht.

Gerichtsurteil: Vertragliche Verpflichtung verletzt

Das Restaurant zog daraufhin vor Gericht und bekam Recht. Das Amtsgericht München stellte fest, dass zwischen den Parteien ein rechtsverbindlicher Bewirtungsvertrag zustande gekommen war. Durch das Nichterscheinen habe das Unternehmen die Erfüllung der vereinbarten Leistung unmöglich gemacht, erklärte das Gericht. Damit sei es schadensersatzpflichtig.

Keine Erklärung seitens des Unternehmens

In seiner Urteilsbegründung kritisierte das Gericht, dass das Unternehmen keine Erklärung für sein Nichterscheinen lieferte. Der Schaden des Restaurants hingegen sei schlüssig dargelegt worden. Besonders schwer wog, dass die zubereiteten Speisen aufgrund ihrer Exklusivität nicht anderweitig verwendet werden konnten. Auch der entgangene Umsatz aus Getränkebestellungen wurde bei der Schadenssumme berücksichtigt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Taco Bell hat die für den 24. September angekündigte Eröffnung seines Restaurants in Köln verschoben. Der Standort soll das erste öffentlich zugängliche Taco-Bell-Restaurant in Deutschland werden.

Die Mack-Gruppe plant mit Karls Erlebnis-Dorf in Elstal eine Fahrt durch fünf Erlebniswelten mit einem Drei-Gänge-Menü. Die Eröffnung ist für Sommer 2027 vorgesehen.

Anton Schmaus beendet den täglichen à-la-carte-Betrieb im Regensburger Restaurant Sticky Fingers. Künftig setzt das Konzept auf Events, geschlossene Feiern und Winzerabende. Zum Abschluss gibt es noch eine letzte große Party.

Bars und Clubs für schwule Männer gibt es zuhauf - und mit dem «Gay Sunday» auch ein eigenes Wiesn-Event. Nun wollen sich auch lesbische Frauen ihren Platz auf dem Oktoberfest erobern.

Das Cannstatter Volksfest lockt mit Achterbahnen und Karussellen – doch wie viel müssen Besucher für den Bierkrug wirklich zahlen? Es gibt deutliche Unterschiede zwischen den Zelten.

Ausnahmezustand in München: Bei weiß-blauem Himmel hat das Oktoberfest begonnen. Der neue Oberbürgermeister wuppt seine Anzapfpremiere mit Bravour. Für einige Gäste gab es einen Schreckmoment.

Beim traditionellen Mittagsempfang des Bundesverbands der Systemgastronomie trafen sich in München rund zweihundert Gäste. Im Mittelpunkt standen die Verleihung des Branchenpreises sowie die Forderung nach politischen Reformen. Zusätzlich zeichnete der Verband Ingrid Hartges mit dem Ehrenpreis aus.

Das 191. Münchner Oktoberfest ist eröffnet. Neu-Oberbürgermeister Dominik Krause zapfte bei seiner Anstich-Premiere mit zwei Schlägen das erste Fass Bier an und startete mit dem «O'zapft is» das weltberühmte Volksfest.

Das deutsche Gastgewerbe setzte im Juli 2026 real 4,0 Prozent weniger um als im Vorjahresmonat. In der Gastronomie sank der reale Umsatz um 4,7 Prozent, bei den Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen um 2,0 Prozent.

Das Café an der Spanischen Treppe gehört zu den ältesten Kaffeehäusern in Italien. Schon Goethe war hier zu Gast. Jetzt steht es seit bald einem Jahr leer. Und kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus.