Restaurant in London schließt nur fünf Wochen nach Michelin-Stern

| Gastronomie Gastronomie

Das Restaurant Somssi by Jihun Kim im Hotel Mandarin Oriental Mayfair in London hat den Betrieb eingestellt. Die Schließung erfolgte lediglich fünf Wochen, nachdem das Restaurant mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet worden war. Wie unter anderem das Portal Boutique Hotelier berichtet, gab der namensgebende Küchenchef seinen Abschied von dem Hotelbetrieb über Instagram bekannt.

Der Standort in der britischen Hauptstadt war erst vor rund sechs Monaten eröffnet worden. Jihun Kim führte das Konzept als Nachfolger des Restaurants Dosa ein, nachdem die Zusammenarbeit zwischen dem Hotel und dem Koch Akira Back im Sommer 2025 endete. Laut den vorliegenden Informationen wurde das Restaurant nach der Bekanntgabe der Schließung bereits von der offiziellen Webseite des Guide Michelin entfernt.
 

In seinem digitalen Abschiedsbrief blickte Jihun Kim auf die Entwicklung seiner Konzepte zurück. Er verwies dabei auf die Eröffnung von Akira Back at DNA und die Evolution des Dosa Kitchen Table. Kim hob hervor, dass er den Michelin-Stern innerhalb von sechs Monaten nach dem Start von Somssi by Jihun Kim erringen konnte, nachdem er diesen zuvor kurzzeitig verloren hatte. „Ich hoffe, Sie wieder begrüßen zu dürfen, wo auch immer das sein mag“, schrieb der Koch zum Abschluss seines Statements.

Ein Sprecher des Hotels Mandarin Oriental Mayfair bestätigte das Ende der Zusammenarbeit in einer offiziellen Stellungnahme. Das Hotel sprach von einem Privileg, mit Kim zusammengearbeitet zu haben, und würdigte dessen Beitrag zum kulinarischen Angebot des Hauses.

Neuausrichtung der Gastronomie

Die Schließung markiert laut Boutique Hotelier den Beginn einer neuen Phase für das Hotel. Das Mandarin Oriental Mayfair wurde im Jahr 2024 als zweiter Standort der Gruppe in London eröffnet. Trotz des Wegfalls des Sternerestaurants halte die Leitung an ihrem Ziel fest, in den verbleibenden Bereichen wie dem Atrium Restaurant und der Hanover Bar weiterhin gastronomische Leistungen auf hohem Niveau anzubieten.

Zuvor hatte das Hotel mehrere Konzepte unter der Marke Akira Back betrieben, darunter das Dosa Chef's Table und die ABar Rooftop. Jihun Kim war bereits vor der Eröffnung seines eigenen Restaurants als Exekutivchef für das Dosa tätig. Die Hotelgruppe plant unterdessen eine weitere Expansion in London; ein dritter Standort an der South Bank soll im Jahr 2028 fertiggestellt werden.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Wer in die Tiefen der Kochkunst eindringen möchte, wird in Dresden unterirdisch fündig. Zwei Stockwerke geht es im Keller der Sächsischen Landesbibliothek - Universitäts- und Staatsbibliothek (SLUB) - abwärts, bevor sich eine kulinarische Welt der besonderen Art öffnet.

Eine Umfrage unter 142 Food-Truck-Betreibern zeigt: Die Mehrheit erzielt weniger als 40.000 Euro Jahresgewinn. Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg scheint weniger die Arbeitszeit als vielmehr das gewählte Geschäftsmodell zu sein.

Das Berliner Kuchel Eck am Ludwigkirchplatz hat wieder geöffnet. Seit Anfang Mai wird die traditionsreiche Eckkneipe von Gastronom Josef Laggner betrieben. Der Gastro-Unternehmer setzt auf die Fortführung der klassischen Eckkneipentradition.

Die Frankfurter Hospitality-Gruppe Cuisyn setzt auf die Übernahme und Weiterentwicklung bestehender Gastronomiebetriebe. Als aktuelles Beispiel nennt das Unternehmen die Integration der Wille Gastronomie Gruppe, durch die die Mitarbeiterzahl auf mehr als 500 gestiegen sei.

Die Berliner Bar Mokka Milch öffnet am 12. Juni nach einer knapp zweiwöchigen Pause erneut ihre Türen. Zuvor hatten technische Probleme und Anpassungen interner Abläufe zu einer vorübergehenden Schließung geführt.

Lorenzo Parrotta aus Ludwigshafen darf sich nun Weltmeister nennen. In Neapel holte sich der Deutsch-Italiener den Titel in der Kategorie Pizza Contemporanea (zeitgenössische Pizza). Dabei backt Parrotta Pizza nur im Nebenberuf. Eigentlich ist er Chemiearbeiter.

Das Kopenhagener Spitzenrestaurant Noma öffnet im August wieder dauerhaft seine Türen, wobei der in der Kritik stehende René Redzepi die Rolle des Kreativ-Direktors übernimmt. Die operative Verantwortung wird an ein neues Führungsteam übertragen.

Burgermeister will noch 2026 in Österreich starten. Geplant sind zunächst drei Restaurants in Wien, langfristig soll ein Netz von mindestens 20 Standorten entstehen.

Big Squadra eröffnet am 12. Juni das Restaurant Pamela am Berliner Gendarmenmarkt. Der neue Standort ist das vierte Restaurant der Gruppe in Deutschland und erweitert das bestehende Portfolio in Berlin.

Eine internationale Verbraucherumfrage im Auftrag von Lightspeed zeigt, dass Restaurantgäste persönliche Aufmerksamkeit und Freundlichkeit höher bewerten als Beratungskompetenz. In Deutschland werden Probleme zudem häufig direkt mit dem Servicepersonal besprochen.